Juli 2014-Archiv

Blick Versalspitze und Heilbronner Hütte.JPG
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Enten auf dem Wiegensee.JPG


Blick zur Breitspitze.JPG
Am Wiegensee.JPG
















Tipp: Alle Berichte und Bilder meines Wanderurlaubs nach Galtür im Sommer 2014 gibt es im Monatsarchiv Juli 2014.

Bergstation Versettla-Seilbahn.JPG
Blick zum Kops-Stausee.JPG
















Auf dem Versettla-Gipfel.JPG

Gipfelgrat Versettla-Madrisella2.JPG
Auf dem Madrisella-Gipfel.JPG

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Silvrettestausee am Morgen.JPG
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Blick zurück auf Aufstiegsroute.JPG
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Kops-Stausee.JPG
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Am Kops-Stausee.JPGUnd so sieht es aus, wenn der Blick vom Kops-Stausee zurück Richtung Breitspitze geht >

Der spitze Gipfel links ist die Ballunspitze.
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Schönster Ausblick von Galtür.JPG

Tiefblick ins Fimbatal.JPG






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Im Fimbatal.JPG

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Hinter der Jamtalhütte.JPG


Abstieg durchs Jamtal.JPG















Katze und Kaninchen.JPG
Und dieses Bild darf hier nicht fehlen: Katze und Kaninchen von der Scheibenalm >












Zuerst die Bilder aus dem Alpinarium:

Skifahrer.JPGGestrickter Teppich im Alpinarium.JPG
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Und dann die Bilder vom verregneten Nachmittagsspaziergang vom Kops-Stausee zurück nach Galtür:

Gasthaus Zeinisjoch.JPGAn der Wasserscheide.JPG















Im Regen nach Galtür.JPGKnabenkraut.JPG

Soweit erst mal für heute. Demnächst folgen weitere Bilder - dann auch mit Sonne!
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So sieht es aus, wenn ich nach einer Ballunspitze mit weißer Mütze.JPGkalten, regnerischen Nacht aus dem Fenster schaue: die Ballunspitze hat eine weiße Mütze auf >







Zammer Lochputz.JPG
Zammer Lochputz 2.JPG


















Venet-Seilbahn.JPG
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Hoch über der Schlucht.JPG

Blick vom Panoramaweg nach Galtür.JPG
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Hochtal hinter Lareinalm.JPG
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Bielerhöhe.JPGJetzt gibt es Bilder!


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Bergriesen am Silvretta-Stausee.JPG
Fensterblick mit Ballunspitze.JPG
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IMG_1913.JPGSo sieht es aus, wenn sich meine Zwerge an das aus dem Urlaub mitgebrachte herrlich-duftende Bergwiesenheu heranmachen:
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Ich habe gerade meine Bilder angeschaut und schiebe hier ein paar erste Impressionen rein:

Hinter der Larainalm.JPG



Hängebrücke Ischgl.JPG










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Aufstieg Breitspitze.JPG







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Abstieg Wiesbadener Hütte.JPG


Gipfelgrat Versettla-Madrisella.JPG









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Schade, schade - auch dieser Urlaub geht langsam zu Ende. 

Weil ich morgen die lange Heimfahrt vor mir habe, sollte es heute kein zu üppiges Programm geben. Bei diesen fantastischen Bergen ringsum gar nicht so einfach. 

Ich entscheide mich für den Panoramaweg vom Gasthof Zeinisjoch zur Verbella Alpe mit der Möglichkeit, die Tour zu erweitern und bis zum Wiegensee zu wandern. Die Sonne meint es wirklich gut. Das wird ein heißer Tag. Im Aufstieg habe ich den Kopsstausee mit der gewohnten Bergkulisse Ballunspitze, Vallüla und Breitspitze vor mir. Dann biege ich in ein Hochtal ein und sehe hoch oben die Heilbronner Hütte auf dem Gipfelgrat. Das wäre sicherlich eine gute Bergtour, für heute allerdings eine Nummer zu groß. 
 

Je weiter ich dem Panoramaweg folge, umso mehr öffnet sich die Kulisse. Ich blicke zu den Bergriesen, dem Vermuntstausee und zur sich den Berg hochschlängelnden Silvretta-Hochalpenstrasse. Die Verbella-Alpe versteckt sich noch im Talhintergrund. Erst als ich tief ins Tal reingelaufen bin, kommt die Alpe in Sicht.

Es ist noch früher Vormittag und so laufe ich nach kurzer Rast weiter. Zuerst über eine Wiese, dann auf einem schmalen Pfad auf der anderen Talseite wieder auf die Bergriesen zu. Jetzt brennt die Sonne und ich bin über jeden Schattenbaum und Windhauch glücklich. Nachdem ich das Tal vorgelaufen bin macht der Weg eine Rechtskurve und ich finde mich in einem feuchten Becken wieder. Ist schon interessant, wie sich hier die Landschaft verändert. Nicht mehr lange und ich stehe vorm Wiegensee, einem wunderschönen Bergsee.

Und was sehe ich von dort aus? Meine Gratwanderung von gestern. Toll, wie sich die Perspektive ändert!!! Na, der Abstecher zum Wiegensee hat sich doch gelohnt. 

Nach einer ausgiebigen Rast, bei der ich eine Entenmutter mit ihren zwei Kleinen und bunte Libellen beobachte, mache ich mich auf den Rückweg. Vorbei an der Verbella-Alpe und auf dem Panoramaweg entlang.  Au, brennt jetzt die Sonne!

Am Gasthof Zeinisjoch flüchte ich erstmal in den Schatten. Mit Bus bin ich fix im Quartier,  wo eine erfrischende Dusche auf mich wartet. Dann probiere ich noch den leckeren Himbeerkuchen im Cafe des Alpinariums (Tipp meiner Vermieterin).

Der Nachmittag bleibt mir zum Koffer packen. 

Und weil der Urlaub zu Ende geht, nutze ich nochmal die Chance auf leckere Forelle zum Abendbrot. Klar schaue ich nach den Murmeltieren, aber auch denen scheint es heute zu warm zu sein, denn sie sind in ihrem Bau verschwunden. Erst nach dem Abendbrot wagen sie sich raus und ich kann ihnen Tschüß sagen.
Bevor ich in den Urlaub gestartet bin, habe ich mir den Rother-Wanderführer Montafon besorgt, weil sich von hier aus gesehen das Montafon gleich an die Silvretta-Hochalpenstrasse anschließt. Und damit fange ich zwei Fliegen mit einer Klappe: ich gönne mir die Autofahrt über die Hochalpenstrasse und gehe im Montafon wandern :-)

Ich suche mir eine leichte Tour aus: Promenadengipfel für die Mittagspause? Versettla, 2372 m

Zunächst geht's von Gaschurn mit der Versettla-Kabinenbahn hinauf. Der als leicht angekündigte Aufstieg erweist sich als gute Kraxeltour. Ich quere mehrere Blockfelder und umgehe so den Burg genannten Vorgipfel. Der Blick weitet sich und ich kann von hier aus Kopsstausee und Breitspitze sehen - genial!!!

Jetzt geht es gut bergauf auf den Grat. Ein schmaler Weg, der aber im Aufstieg prächtig zu laufen ist. Unter mir jetzt tief eingeschnitten das Garneratal. Wer dort wandert, erreicht das Hochkar mit der Tübinger Hütte. 

Ich steige den Grat immer weiter hinauf, jetzt schon mit Blick auf Partenen mit dem blau leuchtenden Rifabecken. Die Hochalpenstrasse verschwindet hinter dem gegenüber liegendem Bergrücken. Die hohen 3000er sind trotzdem gut zu sehen.

Nach einer schönen Kraxelei erreiche ich wirklich zur Mittagszeit die Versettla. Ist das herrlich hier oben. Vom Grat kann ich in alle Richtungen schauen. Vor mir meine bekannten Berge, auch wenn ich aus dieser Blickrichtung die Gipfel neu sortieren muss. Hinter mir ein mächtiges Hochtal des Montafon. Die Augen wandern weiter den Grat entlang, auf dem sich Gipfel wie an einer Perlenschnur aufreihen: Madrisella (2466 m), Heimspitze (2685 m) und Valiseraspitze (2716 m).

Ich  mache Pause und fühle mich hin und her gerissen. Eigentlich sollte die Tour für heute genügen, andererseits lockt mich der weitere Aufstieg über diesen ausgeprägten Grat. Und ehe ich mich versehe, steige ich weiter hinauf. Die Madrisella zieht mich magisch an und sollte noch zu schaffen sein :-)

Ist das ein fantastischer Gipfelgrat - hier macht der Aufstieg richtig Spaß. Rechts des Weges sehe ich noch Schneefelder, links sind etliche kleinere Bergseen auszumachen. Und vor mir lockt das Gipfelkreuz der Madrisella. Und ich bin glücklich, als ich diesen Gipfel geschafft habe!

Genüsslich dümpel ich über den Grat zurück und steige dann wieder hinab zur Bergbahn. Dieser Bergtag war ein Erlebnis!!!

Bevor ich hinab ins Tal fahre, kehre ich zu Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Bergrestaurants Nova Stoba ein und schaue mir dabei meine Gipfel nochmal von unten an.

Der Heimweg führt mich dann nochmal über die Silvretta-Hochalpenstrasse. War das heute ein fantastischer Abstecher ins Montafon!

Nach der Erholungsdusche lege ich noch einen Abendspaziergang ein: ich habe beobachtet, dass bei diesem schönen Wetter die blütenreichen Bergwiesen gemäht werden. Bevor das Bergheu in den Heuschobern verschwindet, will ich noch fix einen Beutel davon für meine Zwerghasen einsammeln. Na, da werden die zwei sich bestimmt freuen! 
Das wird heute eine Seilbahn- und Sessellifttour mit Wandereinlage in den hohen Bergen.

Start ist in Ischgl; Auffahrt mit der Silvrettabahn, einer 24er Doppelseilumlaufbahn, die uns auf 2320 m Höhe bringt. Auf der Idalp steigen wir um in die Flimjochbahn. Der 4er Sessellift bringt uns auf 2757 m Höhe zum Viderjoch. Jetzt haben wir den höchsten Punkt unserer heutigen Tour erreicht. Der Ausblick geht weit über viele Gipfel. Nun ist erst mal Wandern angesagt.

Schnell haben sich im Abstieg über einen ausgeprägten Wiesengrat zwei Gruppen gebildet: die Bergrenner und die Genusswanderer. Ich finde mich in der zweiten Gruppe wieder, die gemeinsam mit dem alten Bergführer Emil absteigt. So haben wir die Chance zu erfahren, welche Berge wir denn sehen. Da ist z.B. der höchste Gipfel der Samnaungruppe, der Muttler, der markant vor uns aufragt. Rechts daneben die Stammerspitz. Und noch weiter rechts machen wir die dreigipfligen Fluchthoerner aus. Aber der Blick geht noch über diese nahen Gipfel hinweg: in der Ferne machen wir die schneebedeckten Gipfel der Ötztaler Alpen aus. Was für ein herrliches Bergpanorama.

Aber auch direkt vor unseren Füßen gibt's was zu entdecken: blau blüht der Enzian und am Hang zeigt uns Emil das Edelweiß. Fraglich, ob die Bergrenner das gesehen haben.

Nach einer Stunde erreichen wir den Alp Trider Sattel (2488 m). Und nun bringt uns der Twinliner, eine doppelstoeckige 180er Pendelbahn, hinunter nach Ravaisch. Bei der Talfahrt bin ich in der unteren Etage, der Ausblick ins berggesäumte Tal ist fantastisch. 

Jetzt folgt noch ein ca. 20-minütiger Spaziergang, dann haben wir Samnaun erreicht. Samnaun ist ein kleines schweizer Dorf im Engadin, das sich den Status einer zollfreien Region erhalten hat. Hier reiht sich also ein Laden an den anderen, überall wird Parfüm, Tabak/Zigaretten und Alkohol angeboten (und fleißig gekauft). Mich interessiert ja viel eher die leckere schweizer Schokolade :-)

Dann bringt uns der Pendelbus zurück zur Talstation des Twinliners. Jetzt reizt es mich, auch mal die obere Etage auszuprobieren. Dort finden maximal 70 Personen Platz, während unten 110 Leute reinpassen. Vom Fahrgefühl merke ich keinen Unterschied. 

Jetzt müssen wir nicht hinauf kraxeln, denn es geht mit Sessellift weiter: erst mit der Alp Trider Sattelbahn hinab, dann mit der Flimsattelbahn lange, lange (Gesamtlänge 2727 m/Höhendifferenz 490 m) hinauf. Der Tipp von Emil, jetzt eine Jacke anzuziehen, war gut, den unterwegs bläst der Wind ganz schön. So viele Murmeltiere, wie ich heute von den Sesselliften aus sehe, habe ich im ganzen Urlaub noch nicht entdeckt. Sie lassen sich durch die über sie hinweg schwebende Sesselbahn überhaupt nicht stören. 

Dann sind wir wieder am Viderjoch angekommen. Den Rückweg kennen wir jetzt schon: erst mit Flimjochbahn zur Idalp, dann mit Silvrettabahn nach Ischgl.

Der Bus bringt mich zurück nach Galtür. Na, das war doch ein erlebnisreicher Tag. Vor allem die vielen Seilbahn- und Sessellift-Fahrten haben gefetzt! Und natürlich die vielen Murmeltiere!
Als ich heute früh aufstehe, spüre ich Muskeln, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Der Rucksack wird heute leichter gepackt - die Sonne begrüßt mich schon am Morgen. 

Mein Tagesziel ist die Wiesbadener Hütte, erreichbar vom Silvretta-Stausee/Bielerhöhe. Der Bus bringt mich dorthin.

Am Morgen ist es dort schön ruhig. Die hohen Berge spiegeln sich im See. Nur wenige Wanderer sind unterwegs.

Viele Wege führen zur Wiesbadener Hütte: steil hinauf über Hohes Rad oder Radsattel, aber auch über eine Fahrstrasse. Ich entscheide mich für den Aufstieg auf dem Sommerweg. Der führt auf schmalem Bergpfad gut hinauf. Ich genieße dabei den Blick auf die Bergriesen. Allerdings heißt es wieder gut auf die Füße achten. Der Pfad führt immer an der Bergflanke hinauf. Mehrfach muss ich von oben herab brausende Bäche überqueren. Es wird eine schöne Kraxelei. Unter mir sehe ich den breiten Fahrweg, wo wesentlich mehr Leute unterwegs sind. Aber ich habe eindeutig den interessanteren Aufstieg erwischt. Keine Bange, ich bin hier oben nicht alleine unterwegs. Vor mir läuft noch ein Pärchen. 

Der Pfad verlangt viel Aufmerksamkeit. Eine Pause für die Umschau in die Berge tut gut. Dann geht's weiter. Von der Hütte ist noch nichts zu sehen. Ich passiere Wiesenhänge, dann wieder steinige Stellen und ziemlich weit oben muss ich doch tatsächlich noch ein Schneefeld überqueren. Ein bißchen Bauchkribbeln gehört heute also dazu. Die Stiefel bleiben trotz Durchquerung von üppigen Bachläufen trocken. Nach 3 Stunden habe ich die Wiesbadener Hütte erreicht.

Bei meiner Mittagsrast habe ich das volle Bergkino: Piz Buin (3312 m), Silvrettahorn (3244 m) und Schattenspitze (3202 m). Ich blicke auf Ochsentaler Gletscher und Schneeglockengletscher. Mächtig, gewaltig!!! Allein dafür hat sich der Kraxelaufstieg gelohnt. 

Die jungen Kellnerinnen verbreiten eine ausgelassen fröhliche Stimmung. Das ist richtig ansteckend. Es wird rundum viel gelacht und einige ältere Herrschaften frotzeln fleißig mit den jungen Mädchen. Diese Mittagsrast gefällt mir.

Aber ich muss ja wieder runter vom Berg. Für den Abstieg wähle ich die Fahrstrasse. Die geht ganz schön steil bergab, ist aber leichter zu laufen, als mein Sommerweg. Hier sind viele Leute unterwegs. Weiter unten entdecke ich ein dickes Murmeltier, das gemächlich über die Wiese zum Bergbach wackelt, dort in Ruhe trinkt und dann wieder zu seiner Burg hinaufklettert. Es lässt sich überhaupt nicht stören. Ich halte Ausschau nach weiteren Tieren, kann aber keine entdecken. 

Der Weg will kein Ende nehmen. Er kommt beim hinteren Ende des Stausees an und ich muss so noch um den halben Stausee drumrum gehen. Jetzt merke ich schon, dass die Beine langsam schwer werden. Aber nach 2 Stunden ist der Abstieg geschafft. Noch schnell ein Eis auf die Hand, dann steht schon der Bus abfahrtbereit.

Nach diesem wunderschönen Bergtag bin ich heute ganz schön k.O. Morgen schließe ich mich der geführten Schmugglertour in die Schweiz an. Na, hoffentlich wird die nicht so anstrengend. 
Das war heute ein wundervoller Tag. Bereits am Morgen habe ich herrlichen Sonnenschein. 

Der gestrige Tag hat beinahe die Laternenwanderung ins Wasser fallen lassen. Mit Nieselregen haben wir noch eine Dorfrunde gedreht.

Heute also ein prima Tagesstart. Mit Wanderführern geht es zur Breitspitze. Zuerst kürzen wir den Aufstieg ab und fahren mit dem Sessellift "Birkhahnbahn" hinauf. Dann geht's fast auf einer Höhe weiter. Bald haben wir einen tollen Blick auf den türkis schimmernden Kopssee (neulich sah der doch bei Regenwetter total grau aus). Dann geht die Kraxelei los - wir steigen im Gänsemarsch einen steilen Hang hinauf. Aber denn haben wir schon das Schlimmste geschafft. Es geht zwar weiter bergan, aber der Weg ist wirklich abwechslungsreich. Immer wieder kommen wir an kleinen Bergseen vorbei. Ich bin gespannt, wie meine vielen Bilder geworden sind. Lasst euch überraschen! 

Die Aussicht ist heute fantastisch, auch wenn über den hohen Gipfeln weiterhin die Wolken festhängen. An einem Bergsee legen wir eine längere Verschnaufpause ein. Dann kraxeln wir weiter. Der Aufstieg nimmt doch ganz schön Zeit in Anspruch. Aber nach 3 Stunden ist das Gipfelkreuz in Sicht. Geschafft: 2197 m! 

Jetzt haben wir fantastische Ausblicke: Vermunt-Stausee mit Silvretta-Hochalpenstrasse unter uns und hohe Berge ringsum. Wenn nur über der Silvretta-Gruppe nicht so viele Wolken wären. Auch der Kopssee leuchtet noch immer türkisfarben - was für ein Juwel!

Die Bergführer nehmen im Abstieg eine Alternativ-Route. Das kraxeln, immer mit Rundumblick auf die umliegenden Gipfel, macht Spaß, auch wenn ich gut darauf achten muss, wohin ich die Füße setze. Durch den Regen sind mache Stellen doch ziemlich rutschig. Weiter unten treffen wir auf unsere Aufstiegsroute. Jetzt dürfen wir den steilen Hang wieder runter.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, die Tour zu beenden: zurück zum Sessellift oder runter zum Kopssee. Ich entscheide mich für den Abstieg zum See. Das heißt zwar noch weiter runter, verspricht aber eine gemütliche Einkehr im Gasthof Zeinisjoch. Dafür muss ich aber noch den halben See umrunden. Die Einkehr hab ich mir also wirklich verdient!!! Das war eine tolle Bergtour.

Der Bus bringt mich dann zurück nach Galtür. Eine erfrischende Dusche tut jetzt gut und ist so erholsam!

War da gestern nicht was mit Forellenessen? Nach dieser Bergtour habe ich Hunger und Appetit. Mit Bus bin ich fix bei der Wildererhütte. Ich grüße kurz die Murmeltiere. Dann genieße ich mein leckeres Abendbrot.
Da ich mich heute Mittag vom Wanderführer auf die schönste Aussicht von Galtür locken lasse, muss ein kurzes Vormittagsprogramm her. Meine Vermieterin fragt, ob ich denn den Weg zur Wildererhütte schon gegangen wäre. 

Zunächst geht's den Talweg hinab. In Tschaffein wechsele ich über die Brücke und komme am Sägewerk vorbei. Und dann führt der Weg durch einen felsigen Taleinschnitt. Ist das schön! Die Straße verläuft oberhalb und ist nicht zu sehen oder zu hören. Im Fluss tummeln sich etliche Wasseramseln. Ein Angler versucht sein Glück. Ich bin fast alleine unterwegs. Der Tipp war wirklich prima. Nach ca. einer Stunde erreiche ich die Wildererhütte und den kleinen Wildpark in Mathon.

Klar schließt sich jetzt ein Bummel durch den Wildpark an. Bei den Hirschen gibt's Jungtiere und bei den Steinböcken auch. Und ich komme hier ganz dicht an Murmeltiere ran.

Im Teich schwimmen ganz viele Forellen. Die Einkehrmöglichkeit zum Forellenessen muss ich die nächsten Tage unbedingt nutzen. Für ein Mittagessen ist es heute noch zu früh. 

Ich nehme den Rückweg wieder durch die Schlucht, steige dann aber in Tschaffein in den Bus nach Galtür.

Damit bin ich pünktlich zum Start der geführten Tour: Auf einsamen Pfaden zum schönsten Ausblick von Galtür. Einsam wird es bei der großen Gruppe garantiert nicht. Es wird aber ein gemütlicher Spaziergang. Leider tröpfelt es unterwegs. Die Erläuterungen sind kurzweilig; Geschichte, Natur und Blumen, Wandertipps und auch Lawinenunglück vom Februar 1999. Der schönste Ausblick ist nur der Zweitschönste, aber ich weiß jetzt, wo ich zum Schönsten aufsteigen könnte.

Nach zwei Stunden ist der kleine Ausflug beendet. Ich lasse mir im Ort noch Kaffee und Kuchen schmecken, bevor ich zurück ins Quartier dümpel.

Jetzt ist Wanderpause bis 20 Uhr. Dann geht's heute noch zur Laternenwanderung.
Juhu, mein Blog geht wieder! Da kann ich gleich von meiner heutigen Tour berichten.

Das Wetter wird langsam besser. Trotzdem habe ich mich heute vorsichtig in die Berge gewagt: mit Seilbahn von Ischgl hinauf. Als ich oben ankam, waren die Wolken über mir. Da konnte ich doch eine Gebirgsrunde wagen.

Was für ein Unterschied zu gestern. Da konnte ich ja die herrliche Natur im Jamtal genießen. Ischgl lebt vom Wintersport und das sieht man sofort: eine Hochgebirgsarena voll Lifte und Schneekanonen. Zum Glück fehlt im Sommer der Hüttentrubel.

Ich wähle heute den Hangweg Richtung Paznauer Taja. Der führt mich immer schön hoch über dem Tal entlang. Aufpassen muss ich, denn es ist nach dem vielen Regen rutschig und glitschig. Es geht in eine Senke hinab und dann wieder gut hinauf. Die Alpenrosen begleiten mich auf meinem Weg. Und ich höre die Murmeltiere pfeifen.

Ein Minigipfel lockt mich zum kurzen Aufstieg - so gefällt mir das. Ich schaue auf die Bergkette gegenüber und auf die schneebedeckten Gipfel im Talschluss.

Vor mir laufen Leute mit Hunden  - das Pfeifkonzert der Murmeltiere verrät mir ihren Standort. Also warte ich einfach ab, bis sie sich sehen lassen. Prima, jetzt kann ich 3 Murmeltiere auf ihrem Hügel beobachten.

Weiter geht's auf schmalem, rutschigen Pfad. Zuletzt steil hinab zur Hütte - das wird eine Kraxelei, aber es gelingt ohne rutschen. Nun mache ich Mittagsrast mit Blick auf die schneebedeckten Berge. Die wenigen Regentropfen sind schnell wieder vorbei.

Ich könnte jetzt zur Mittelstation der Seilbahn laufen, aber ich mag noch nicht. Der Abkürzungsweg zur Bodenalpe ist im Matsch versunken, also nehme ich die Schlängelstrasse runter ins Tal. Dass heißt, ich muss zur Bodenalpe nochmal aufsteigen. Mit Sonnenschein fällt das aber leicht. Das Fimbatal erinnert hier an meine gestrige Tour.

Nach einer gemütlichen Pause an der Bodenalpe dümpel ich langsam durchs Tal. Es locken noch zwei Bergseen am Weg, aber selbst die sind in der Ischgl-Region nicht mehr naturbelassen. Die Kinder freuen sich dort über Abenteuerspielplätze.

Ich biege zur Mittelstation ab und nehme faul die Seilbahn nach unten. Mit Bus bin ich schnell in Galtür.

Kaum bin ich im Quartier,  da kommt eine Regendusche. Na, hat doch geradeso gepasst.
Ich mache am Morgen die Augen auf und sehe blauen Himmel. Sofort ist meine Wanderlust geweckt. 

Aber als ich mit Wanderbus am Kopssee ankomme, ist rundum nur dicke Nebelsuppe. Also zurück ins Tal und Neustart.

Ich entschließe mich, unter den Wolken zu bleiben und starte zur Tour ins Jamtal. Und diese Entscheidung ist goldrichtig. Es geht zuerst auf einem Fahrweg, später auf einem schmalen Pfad links vom rauschenden Bergbach gut bergauf in ein wunderschönes Hochtal. Wieder bewundere ich die Blütenpracht am Weg, sogar Türkenbundlilien wachsen hier.

Nach ca. 1,5 Stunden erreiche ich die Scheibenalm, wo ich auf den Fahrweg wechsele, weil mir der Bergpfad (ohne Ausschilderung) zu gewagt erscheint. Es geht immer weiter hinauf in die hohen Berge. Das Wetter spielt heute prima mit. Ich quere den Bach über eine Brücke. Ein Schild vermeldet nur noch 20 Minuten bis zur Jamtalhütte, aber jetzt geht's wirklich stramm hinauf. Nach insgesamt ca. 3,5 Stunden habe ich es geschafft.

Als ich ankomme, verstecken sich die Gipfel noch hinter den Wolken. Aber dann reißt der Himmel auf, die Sonne kommt heraus und mit jeder weiteren Minute öffnet sich der Blick. Was für ein Panorama von 3000ern! Vor mir der Jamtal-Gletscher. Dahinter Dreiländerspitze (3197 m) und Jamspitze (3178 m). Silvretta-Gruppe links davon, Salzgrat und Getschnerspitze rechts. Jetzt mag ich nur noch hier sitzen bleiben und genießen. Na, der Aufstieg hat sich heute wirklich gelohnt. 

Es fällt schwer,  sich loszureißen, aber ich muss ja wieder zurück ins Tal. Im Abstieg ist der schmale Pfad gut markiert. Also nehme ich jetzt diesen Weg. Ich muss nun zwar mehr auf die Füße achten, aber der Pfad ist eindeutig die schönere Variante. Langsam steige ich hinab, quere über kleine Stege mehrere Bäche,  die nach dem Regen üppig Wasser führen.  Weiter unten höre ich die Murmeltiere pfeifen, kann aber keins entdecken.

An der Scheibenalm gönne ich mir eine Kaffeepause. Ich sehe einen Kaninchenstall und werde neugierig. Erst schaut mich ein Huhn an, dann ein großes Kaninchen und dann sehe ich ca. 7 kleine Häschen. Sind die süß!!!

Aber das war noch nicht alles: Während ich meinen Kaffee trinke, kommt eine weiße Katze angestiefelt, der ein graues Kaninchen quer über die Alm hinterher hoppelt.  So muss wohl ein Kaninchen-Paradies aussehen! Klar komme ich nun mit der Wirtin ins Gespräch: das Kaninchen darf immer draußen bleiben (auch über Nacht); es ist so clever, dass keiner Angst vor dem Fuchs oder anderen Tieren hat.

Nochmal muss ich mich losreißen. Es fällt mir wirklich schwer. Weiter geht's hinab ins Tal. Jetzt bläst aber ein kalter Wind, so dass ich fix die Jacke anziehe. Nun merke ich langsam den weiten Weg in den Beinen. Gegen 18 Uhr bin ich zurück im Quartier,  wo ich mich einfach erst mal aufs Bett fallen lasse.

War das heute ein wunderschöner Tag!!! So kann mein Urlaub weiter gehen.
Die ganze Nacht hat es geregnet und es will heute nicht besser werden. Was fange ich bei diesem Mistwetter an?

Ich nutze den Vormittag und schaue mir die Ausstellung im Alpinarium Galtür an. Zuerst verwirren mich die geschwungenen Spiegelwände. Aber dann lasse ich mich ein auf eine interessante Entdeckungstour zu Geschichte, Landschaft, Lawinenunglück und mehr. Verschmitzt grüßen die Murmeltiere aus den Ecken. Fasziniert bin ich von der "gestrickten Berglandschaft" (Bild folgt später) und den Bildern der Landschaftsmalerin aus dem Jamtal. Na, das war doch ein prima Vormittag.

Leider will der Regen nicht aufhören.  Also gönne ich mir einen Mittagsschlaf.

Danach eine kurze Regenpause, also nichts wie raus. Ich schwinge mich in den Wanderbus und fahre hinauf zum Kopssee. Dort fängt es zwar wieder an mit Nieselregen, aber ich brauche Bewegung. Der See liegt auf 1809 m Höhe,  ich habe den Blick auf die hohen Berge: Vallüla, Ballunspitze und weiter unten auf die Gorfenspitze. Der Weg führt mich hinab Richtung Galtür durch ein schönes Hochtal. Das Wasser rauscht von allen Seiten in Bächen und Wasserfällen herab. Am Wegesrand blühen gaaaanz viele Orchideen. Ein Mann bemüht sich, mit einer Harke den Wasserablauf an einer Wiese frei zu bekommen, denn das Wasser sucht sich schon den Weg über die Straße. Weiter unten sind ein paar junge Kühe ausgebückst und müssen wieder auf ihre Weide gelotst werden. 

Der Regen lässt nach - ich genieße den Panoramaweg hoch über dem Tal. Und ich bewundere erneut die Blumenvielfalt auf den Bergwiesen. Der Nachmittag ist gerettet und meine Stimmung hat sich merklich gebessert.
Das Wetter ärgert mich weiterhin. Aber ich will in die Berge. Und weil ich gestern mit Landeck Glück hatte, fahre ich zum Start runter nach See. Habe mir eine gute Tour ausgesucht, mit der ich hinauf komme, aber hoffentlich unter den Wolken bleibe.

Von See aus folge ich einem Zick-Zack-Weg, der mich entlang des Wasserfalls gleich gut an Höhe gewinnen lässt. Dann geht es auf breitem Forstweg bergauf. Beinahe hätte ich meinen Abzweig zur Versingalm verpasst. Nur ein kleines Stück muss ich zurück. 

Weiter geht es über einen Forstweg mit schönen Blicken ins Tal. Dann der Hinweis, wer weiter dem Forstweg folgt, landet in einer Sackgasse. Ein winziger Pfad geht nun am rauschenden Bergbach üppig hinauf. Aha, jetzt habe ich den in meiner Wanderbeschreibung erwähnten "Fußstapf" erreicht.

Ich muss einen Zaun überklettern. Auf einer steilen Bergwiese heißt es gut orientieren, denn die Markierungen finde ich weit verteilt auf Steinen in der Wiese. Erhöhter Schwierigkeitsgrad ergibt sich dann, wenn sich der Pfad dem Bergbach nähert, der gelegentlich den Weg mitgenommen hat. Es wird eine schöne Kraxelei! Einmal muss ich durch einen sprudelnden Seitenzufluss durchsteigen - nur gut, dass ich vorm Urlaub die Bergstiefel nochmal imprägniert habe. Ohne den Regen würde es sich sicherlich auch besser kraxeln. Der Aufstieg scheint kein Ende zu nehmen. Eine Holzbrücke wechselt auf die andere Seite des Baches und es geht weiter auf dem schmalen Bergpfad hinauf. Von der Alpe ist nichts zu sehen.

Endlich endet mein Bergpfad an einem breiten Forstweg und in wenigen Minuten stehe ich vor der Versingalpe. Nach diesem Aufstieg habe ich mir eine Erholungspause wirklich verdient.

Der Blick aus dem Fenster geht weit über's Tal und auch hinauf zu den Berghängen und -gipfeln, wo immer noch die dicken Wolken hängen. Meine Rechnung ist aber aufgegangen: durch Nebelsuppe muss ich nicht laufen. Nach einem Aufstieg von immerhin 937 Höhenmetern (See liegt eben unten im Tal) habe ich jetzt mit 1964 m Höhe den "Tagesgipfel" erreicht. Von nun an geht's nur noch bergab :-)

Im Abstieg Richtung Bergstation der Medrigalm beobachte ich einen roten Hubschrauber: hier wird wohl eine neue Abfahrtspiste für die Skifahrer gebaut. Hoch oben sehe ich die Ascherhütte (2256 m) - bei schönem Wetter sicher ein reizvolles Ziel. 

Ich bin jetzt ganz froh, diese Bergtour geschafft zu haben. Mit der Seilbahn geht's gemütlich zurück ins Tal.  Der Wanderbus bringt mich k.O., aber glücklich nach Galtür.

Habe mal nach der Wettervorhersage geschaut: schade, keine Besserung in Sicht.
Als ich am Morgen aufstehe und aus dem Fenster schaue, haben die hohen Berge ringsum eine weiße Kappe aufgesetzt. Es ist merklich abgekühlt und es regnet.

Also starte ich hinab durchs Tal nach Landeck. Dort angekommen hat es aufgehört zu regnen - na, das ist doch schonmal was. Ich schlumper durch's Städtchen und lass mir in der Touristinformation erklären,  wie ich zu Tirols mystischer Klamm in Zams komme. Dabei entdecke ich, dass es ein Kombi-Ticket für die Klamm und die Venet-Bergbahn gibt. Damit steht mein Programm für heute.

Mit dem lila Stadtbus bin ich schwuppdiwupp am Zammer Lochputz. Eine kleine Klamm, die ich auf Stegen passiere.  Erste Attraktion ist der Wasserfall, der 30 m in die Tiefe rauscht. Nebenbei wird auf Tafeln die Sage vom Zammer Lockputz erzählt. Ich suche, wo ich im Felsen Stier und Nymphe entdecken kann. Zuletzt geht es durch die Spiegelhöhle. Im Abstieg wird in einem Turm nochmal die Sage auf einer Leinwand gezeigt, verbunden mit schönen Bildern von Wasser, Landschaften, Bergen und begleitet von mystischer Musik.

Na, das war doch ein kurzweiliger Vormittag. Ein kleiner Spaziergang bringt mich über den Inn zur Talstation der Bergbahn. Auch wenn die heute wegen dem Wetter nur jede Stunde fährt,  muss ich nicht lange warten. In einer größeren Gondel geht es hinauf. Der Ausstieg an der Mittelstation sieht gewagt aus, aber alle wollen ganz hinauf. Oben angekommen verstecken sich die umliegenden hohen Berge immer wieder unter dichten Wolken. Schade, denn sonst ist das bestimmt ein fantastischer Aussichtsberg. Nur der Blick ins Tal lässt sich genießen. 
Ich drehe eine ausgiebige Runde übers Plateau,  auch wenn es mit 2 Grad ziemlich kalt hier ist. Dann geht es wieder hinab ins Tal. Unterwegs sehen wir am Hang ein Reh liegen; es scheint zu wissen, das von der Bergbahn keine Gefahr ausgeht.  

Zurück in Landeck habe ich noch Zeit, bis mein Bus kommt. Also dümpel ich nochmal durch's Städtchen und kehre auf einen Kaffee und leckeren Marillenkuchen ein. Dann geht es zurück nach Galtür. Und hier empfängt mich der Regen wieder.
Heute hat das schlechte Wetter das Paznauntal erreicht.  Trotzdem war ich gut unterwegs. 

Der Wanderbus brachte mich nach Ischgl.  Mit Regen ging es per Seilbahn hinauf zur Mittelstation. Ein kurzes Stück bergab und ich hatte den Einstieg zum Erlebniswanderweg erreicht. Vorsicht war im Abstieg geboten, damit ich nicht unfreiwillig eine Rutschpartie hinlege.

Am Weg eine Klanginstallation von Rihanna: ein Regensong - na, das passt ja zum Wetter!
Später folgen noch Udo Jürgens und Sting, weil sie aufgrund von Konzerten einen besonderen Bezug zu Ischgl haben.

Worauf ich warte, ist aber was ganz anderes: die Hängebrücken. Bald kann ich die erste sehen. Bärenfalle nennt sie sich und spannt sich mit 110 m über die Kitzloch-Schlucht. Als ich die Hälfte geschafft habe, beginnt die Brücke zu schaukeln: hinter mir folgt ein junges Pärchen, das sich einen Spaß macht. Okay, damit hatte ich nicht gerechnet. Bei der nächsten Brücke lasse ich den Übermütigen den Vortritt.

Und es dauert auch nicht lange, da kommt sie in Sicht: die 120 m lange Kitzloch-Hängebrücke. Ist schon beeindruckend,  wie sie das tiefe Tal überspannt. Kein Schaukler in Sicht - also drüber!

Das letzte Stück bis Ischgl ist dann fix geschafft. Na, das war doch trotz Regen ein prima Abstieg!

Nach dem Mittag hatte ich noch keine Lust zurück zu fahren. Also rein in den Bus und weiter nach Kappl (der Ort, wo ich zuerst hin wollte). Das Tal verengt sich und die Häuser ziehen sich am Berghang hoch. Vielleicht ist Galtür für mich doch die bessere Wahl, denn dort ist der Ort in weite, bunte Wiesen eingebettet - kann aber auch am Regen liegen, dass mir Kappl nicht so gut gefällt. 

Ich schwinge mich in die Dias-Seilbahn (prima, dass ich mit Gästekarte alle Seilbahnen kostenlos nutzen kann) und fahre hinauf. Meine Hoffnung auf eine gemütliche Einkehr wird enttäuscht,  denn alles ist zu. Also wieder runter. Dort finde ich noch eine Einkehrmöglichkeit: das Eis mit heißen Beeren schmeckt lecker!

Der Wanderbus bringt mich zurück nach Galtür. Trotz Regen ein erlebnisreicher Tag. Ich drücke jetzt ganz fest die Daumen, dass die Regenfront bald durchgezogen ist.
Als ich am Morgen aus dem Fenster schaue stecken alle Berggipfel in den Wolken. Also wird es wohl nichts mit einer ersten Bergtour.

Ich entschließe mich,  unter den Wolken zu bleiben,  und steuere den Paznauner Höhenweg an, der mich mit wunderschönen Ausblicken zunächst hoch übers Tal führt. Erst leichte Nieselschauer, dann Sonnenschein - die Jacke verschwindet im Rucksack.  Ein Abzweig will mich hinauf führen,  ich mag aber auf dem Panoramaweg bleiben. Der geht später ins Tal runter und so muss ich zum Stafaliweiher wieder bergan stiefeln. Der kleine Weiher lädt zur Rast. 

Jetzt mag ich nicht wieder bergab und folge also mit prima Sonnenschein,  dem Aufstiegsweg zur Lareinalm. Damit wird also meine erst Tour doch eine Bergtour :-)

Der Weg führt gut bergauf und später über Wiesenhänge. Gegen 11.30 Uhr habe ich die Alm auf 1860 m erreicht. 

Als ich den Wege noch etwas höher gehe, komme ich in ein wunderschönes,  von hohen Bergen gesäumtes Hochtal. Die Blumenvielfalt ist fantastisch. Außerdem blühen die Alpenrosen. Ein Bergbach fließt durchs ganze Tal. Und im Hintergrund leuchten weiße Schneefelder und Gletscher. Ich laufe weiter und mag nicht mehr umkehren.

Hinter Steinen lugt neugierig ein Murmeltier hervor, verschwindet wieder und schaut weiter oben nochmal raus. Aber ehe ich meine Knipse zücke, ist es weg. Ich laufe bestimmt noch eine halbe Stunde weiter. Murmeltiere entdecke ich leider keine mehr. Aber diese Landschaft ist wirklich wunderschön! 

Hoch in die ganz hohen Berge will ich heute noch nicht, zumal ich keine Bergstiefel an habe. Das Wetter verwöhnt mich. Ich kehre um und dümpel gemütlich zurück zur Lareinalm. Jetzt habe ich Hunger und lasse mir die Paznauner Almkäse-Suppe auf der Terrasse schmecken.

Dann geht es stetig bergab Richtung Mathon ins Tal. Bin ich wirklich so weit oben? Der Abstieg scheint kein Ende nehmen zu wollen. Am Wegesrand sehe ich jetzt ganz viele Orchideen,  überwiegend Knabenkraut. Ich erreiche eine kleine Kapelle, an der ich eine kurze Rast einlege. Dann geht es weiter bergab.

Endlich komme ich am Wildgehege an und erreiche auf einem sonnigen Talweg Mathon. Der Wanderbus bringt mich zurück nach Galtür.

Na, das war doch eine geniale Einstiegstour! So kann der Urlaub weiter gehen. Leider sieht die Wettervorhersage nicht so gut aus. Mal schauen. 
Ist das schön hier!!!

Bin nach langer Fahrt gut angekommen.  Bereits ab Lindau mit Blick auf die hohen Berge.

Silvretta-Hochalpenstrasse ist nicht ganz so spektakulär,  wie z.B. die Tour auf den Mangart, aber mit vielen Kurven gut hinauf und wieder runter auch nicht zu verachten. An der Bielerhöhe habe ich mir eine gute Stunde gegönnt,  um mir mit Blick auf das Bergpanorama Appetit auf Wandertouren zu holen.

In Galtür wurde ich dann lautstark von einem Esel begrüßt,  der hinterm Haus seine Wiese hat.

Jetzt bin ich gerade von einem Abendausflug zurück: auf einem Panoramaweg hinauf bis Wirl und auf dem Talweg gemütlich zurück. 

Soviel erst mal von hier. Ihr hört bald wieder von mir!

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