Februar 2014-Archiv

Portela-Pass und Pico do Facho

Ist das schön hier! Und jeden Tag entdecke ich neue, fantastische Regionen dieser Insel im Atlantik. 

Heute ging es mit größerer Gruppe in den Nordosten. Die landschaftliche Vielfalt ist beeindruckend. Wir starten oberhalb von Machico an einer Levada (okay, das kenne ich jetzt schon). Sie führt uns zunächst bequem auf der Höhe über dem Tal entlang. So sollte es aber heute nicht weitergehen. Denn nun kam ein üppiger Aufstieg, bei dem wir merklich an Höhe gewannen. Zum Verschnaufen legte Barbara sorgsam Erklärpausen ein. Anschließend folgte zur Motivation eine kurze Beschreibung des nächsten Wanderabschnittes. So war dann auch klar, dass wir nach den letzten 284 Stufen den kleinen Gipfel mit dem Forsthaus  erreichen würden. Hier war unsere Rastpause eingeplant. Ringsum zogen dunklere Wolken zusammen und wir haben fest die Daumen gedrückt,  daß sie alle vorbei ziehen. 

Das nächste Wegstueck ging dann nicht mehr so steil weiter. Wir passierten den Eukalyptus-Wald, um dann in den Lorbeer-Wald zu wechseln. Jetzt ging es gemütlich mit geringen auf und ab's immer an der Bergflanke entlang. So macht das Wandern Spaß. Barbara hat uns nicht zu viel versprochen,  denn dann kamen die Riesen-Farne. Freut euch schon mal auf die Bilder!  Denn so riesige Exemplare habe ich noch nie gesehen. Allein dafür hat sich der Aufstieg gelohnt.

Mit interessanten Erläuterungen zur Natur des Lorbeer-Waldes ging es weiter. Unterwegs trafen wir zwei Frauen, die die speziellen Pilze,  die an den Bäumen wachsen, sammelten. Bestimmt kochen sie daraus einen Zaubertrank.

Nach einer guten Strecke verließen wir den Lorbeer-Wald und folgten wieder einer Levada bis zu einem wunderbaren Aussichtspunkt auf die Nordküste und den Adlerfelsen. Fotomotiv!!!

Nun ging es wieder gemütlich weiter an der Levada entlang bis zum Portela-Pass. Wer wollte,  konnte zwischendurch noch eine Abkürzung durch einen Tunnel nehmen.

Am Pass hatten kleine Händler ihre Verkaufsstaende aufgebaut. So ergab sich die Gelegenheit,  reife Zuckeraepfel zu probieren. Auch diverse andere Früchte gab es zu kaufen. 

Nun ging es mit unerem kleinen Bus wieder hinab ins Tal. Allerdings haben wir noch einen Abstecher zum Pico do Facho (Fackelberg) gemacht, auf den wir aber fast bis hoch fahren konnten. So gab es nochmal einen herrlichen Blick auf Machico, das Bergpanorama dahinter,  aber auch auf Meer und Flughafen. 

Vor der Heimfahrt eine Einkehr zu Kaffee und typisch madeirensischen Kuchen (den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt - vielleicht trage ich ihn später nach). Die Rückfahrt nach Canico de Baixo war schnell geschafft.  Gegen 16 Uhr waren wir wieder da.

Im Bus hatte ich gehört,  daß das Hotel Galosol morgen abend Pendelbusse nach Funchal zum Karneval anbietet. Da frage ich doch gleich mal nach. Juhu, meine Fahrgelegenheit ist gesichert. Also schaue ich mir den Karnevalumzug mit an. Das ist doch prima!

Morgen gibt es nur eine Halbtagstour, weil Barbara beim Karneval mit macht. Sie erzählt schon die ganze Zeit von den (aufwendigen) Vorbereitungen. Ich melde mich morgen bestimmt kurz zwischen Wandern und Karneval.

Levada-Erkundungstour

Da habe ich gestern beim Aufschreiben meines Namens auf die vielen Zettel nicht aufgepasst und so stehe ich heute früh am Treffpunkt und keiner holt mich ab. Also zuecke ich mein Handy und frag mal nach. Barbara sagt: heute ist keine Tour, aber komm doch runter ins Cafe des Galosol. Wir trinken erst mal gemeinsam einen Morgenkaffee. Und dann fragt Barbara, ob ich nicht Lust habe, sie und ihren Hund auf Erkundungstour zu begleiten. Klar habe ich Lust, zumal ich erfahre, dass es lediglich darum geht, auf einer bekannten Levada-Tour den Wegzustand abzuchecken. Na, das passt doch!

Ihr Opa fährt uns an den Ausgangspunkt der Wanderung oberhalb vom Flughafen. Ich kann nochmal einen schönen Blick auf die Landebahn werfen, dann geht es hinauf in die Berge im Südosten Madeiras. 

Wir haben fantastisches Wetter erwischt. Die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Die Jacke verschwindet fix im Rucksack - heute brauche ich die Sonnenbrille. 

Wir wandern an einer Levada entlang,  die der Struktur der Berge mit vielen Seitentaelern folgt. Es geht immer hinein ins Tal und wieder hinaus. Wir sind ganz allein unterweg. Dafür entdecken wir ganz viele wunderschöne Blumen. Die Namen kann ich mir gar nicht alle merken. Dafür knipsen wir beide viele Bilder. Der Hund ist ein lieber, den wir beim Wandern nur dann merken, wenn er zurückgelaufen kommt, um nach seinem Frauchen zu schauen. Das wird wirklich eine prima Wanderung!  Die Augen folgen dem sich an der Levada entlang schlängelnden Weg, aber der Blick geht immer wieder auch hinab in die Täler bis hin zum Meer. Und gelegentlich rauscht ein kleiner Wasserfall herab.

Die Levadeiros waren schon sehr fleißig und haben bereits alle Schäden beseitigt. Diesen Weg kann Barbara demnächst mit anderen Wanderern gehen. Am Ende erwartet uns der Opa mit dem Auto.

Barbara will noch eine weitere Tour testen. Für mich war's für heute genug. Wir bringen Barbara noch zum nächsten Einstieg,  dann fahre ich mit dem Opa zurück nach  Canico de Baixo. Gegen 15 Uhr bin ich wieder im Hotel.

Ich gönne mir eine Erfrischungsdusche - das tut richtig gut. Tja, und was mache ich mit dem Rest des Tages? Ich rappel mich nochmal auf und stiefele den steilen Weg hoch ins obere Städtchen Canico. Klein, ueberschaubar, einzig sehenswert eigentlich nur die hübsche Kirche. Das hat sich nicht wirklich gelohnt.

Zurück im unteren Städtchen duempel ich nochmal an die Steilküste,  schaue auf die rauschenden Wellen und faulenze ein bißchen. Dann lockt mich wieder das Atlantis mit dem leckeren Fisch zum Abendbrot auf die Sonnenterrasse. Heute probiere ich mal Papageienfisch. Hmmmm, das war ein Genuß! 

Morgen geht's wieder richtig auf Tour. Der Tag heute hat sich trotz verpatztem Start bestens entwickelt.

Wanderung in der Inselmitte

Ich werde früh am Morgen durch Vogelgezwitscher geweckt. Na, das ist doch nett. Entspanntes Frühstück. Kurzer Einkauf für Verpflegung unterwegs.

Die Abholung klappt perfekt. Wir sind eine kleine Gruppe von 5 Leuten + Wanderfuehrerin. Da im Osten heute die Wolken tief hängen, geht es gen Westen. Wir nehmen die Schnellstraße,  die uns an Funchal vorbei führt und lauschen dabei den Erläuterungen der Wanderfuehrerin. So wird die sonnige Fahrt bereits sehr interessant. Wir fahren hinauf in die Berge. Unser Ziel ist eigentlich die Hochebene Paul de Serra (fraglich,  ob ich das jetzt richtig schreibe). Dort gibt es ganz viel gelb leuchtenden Stechginster, aber auch ganz viele Nebelschwaden. Okay, dann fahren wir eben weiter und versuchen unser Glück etwas tiefer. Dafür haben wir ja unsere kundige Wanderfuehrerin.

Und wir haben wirklich Glück,  denn unsere Levadatour zu den 25 Quellen wird gelingen. Wir folgen einem schönen Weg in ein ausgeprägtes Tal oberhalb von Calheta. Schon sehen wir einen herrlichen Wasserfall. Kurz danach geht es bereits an einer Levada entlang in einen 900 m langen Tunnel. Nur gut, dass ich die Taschenlampe eingepackt habe. Mir kommt es vor, als ob der Tunnel gar kein Ende nehmen will. Das ist schon echt abenteuerlich.

Nach dem Tunnel geht es immer gut hinauf, der Levada folgend. Hier kann man sich wirklich nicht verlaufen. Das Wasser ist glasklar, gelegentlich sehen wir darin Forellen schwimmen. Der Weg führt durch ein weites Hochtal - wir sind inmitten der Bergwelt von Madeira. Wir beobachten winzig kleine Vögelchen, die aber so flink zwischen den Bäumen verschwinden,  dass kein Foto gelingen will. Der Weg wird immer schmaler, je höher  wir kommen. Streckenweise ist er jedoch zum tiefen Tal hin versichert.

Dann erreichen wir die 25 Quellen: ein riesiger Wasserfall,   der von oben herab stürzt,  und 24 kleinere, die in den Talkessel plätschern. Dieser Aufstieg hat sich gelohnt. Wir legen eine ausgiebige Rast ein. Ich beobachte ein Mädchen,  das die Hand ausgestreckt hält.  Es dauert nicht lange und einige Vögel kommen angeflogen. Sie lassen sich sogar auf der ausgestreckten Hand nieder. Das habe ich nicht erwartet. 

Nachdem wir uns gestärkt haben, geht es den gleichen Weg zurück.  Jetzt sind allerdings viele Wandergruppen unterwegs. Gegenverkehr an engen Levadas ist anstrengend. So entschließt sich unsere Wanderfuehrerin, uns nochmal hinauf zu lotsen. Wir erklimmen über ca. 280 Stufen eine höher gelegene Levada und hängen gleich noch einen Abstecher zum Risco-Wasserfall dran. Auch der ist wieder sehenswert. 

Dann duempeln wir gemütlich zurück. Klar nehmen wir nochmal den Weg durch den langen Tunnel,  weil's so schön war.

Na, das war doch eine Klasse-Tour.

Auf der Heimfahrt halten wir nochmal an und lassen uns durch eine Bananenplantage führen. Wieder viel Wissenswertes erfahren. Der kleine Kaffee in einem Minilokal kam gerade recht. 

Wer jetzt denkt, das war's für heute, der irrt sich gewaltig. Denn wir nehmen für die Heimfahrt nicht die Schnellstraße,  sondern die alte Kuestenstrasse. Das Auto wird langsamer und ich bekomme die klare Ansage: Fenster schließen!!! Warum? Weil gleich das Wasser von oben in mächtigem Schwall herunter gestürzt kommt! Da kann sich unsere Wanderfuehrerin den Weg zur Waschanlage wirklich sparen. Dieser Abstecher beschert uns ausserdem nochmal prima Ausblicke auf die steile Kuestenlinie.

Gegen 18 Uhr bin ich zurück im Hotel - glücklich und zufrieden nach diesem schönen Tag.

Jetzt habe ich richtig Hunger und gönne mir im Atlantis wieder ein leckeres Fischmahl. Nun falle ich nur noch ins Bett. 

Ankunft auf Madeira

Juhu, ich bin nach langem Flug gut gelandet. Und dank WLAN im kleinen Hotel kann ich mich flexibel aus dem Urlaub melden.

Der Flug hat etwas länger gedauert, weil wir in Karlsruhe nochmal zwischengelandet sind und dort das Flugzeug voll geladen haben. Leider blieb kein Fensterplatz für mich frei. Aber da der ganze Flug über den Wolken war, habe ich mich nicht geaergert.

Die Landung auf Madeira ist echt genial: auf der linken Seite hohe Bergkante, so dass man denkt, der Flügel schrammt gleich dagegen, auf der anderen Seite das Meer, dass man Angst hat, gleich dort rein zu kippen. Die Piloten kann ich nur bewundern.

Abholung am Flughafen wie immer problemlos, kurze Fahrt in mein kleines Hotel - schon war ich da. 19 Grad und Sonnenschein,  da bleibe ich nicht im Zimmer sitzen. Eine Runde durch den kleinen Ort, der von noblen Hotelanlagen geprägt ist, an der kleinen Strandpromenade entlang - hier geht's immer hoch und runter. Die Blumenpracht ist toll; überall große Hibiskusstraeucher in allen möglichen Farben. Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal gecheckt, wo ich morgen abgeholt werde.

So langsam meldete sich mein Magen; Zeit nach einem Fischrestaurant Ausschau zu halten. Mit einem Fahrstuhl geht es die Steilküste hinab und dort entdecke ich eine Terrasse mit Meerblick. Hinter der Felsenkueste verschwindet langsam die Sonne und taucht den Himmel in ein apricotfarbenes Licht. Unter mir rauschen die Wellen über die Klippen. Vor mir duftet auf dem Teller ein Fisch-Spiess mit Bananen. Und zu Hause sitzt ihr jetzt bestimmt alle und beneidet mich :-) Dieser Urlaub fängt an, mir zu gefallen.

Jetzt werde ich mich ins Nest legen, denn morgen geht es auf Wandertour. Ihr hört wieder von mir.

Juhu-Urlaub!

Nachdem alles eingepackt ist, habe ich mal kurz diverse Urlaubs-Packlisten im Internet gecheckt: ich denke, ich habe nichts vergessen. Morgen geht es zum Wandern nach Madeira.

Und weil ich ungern allein unterwegs bin, habe ich natürlich auch auf Madeira Wanderführer gefunden: http://www.madeirawandern.com/

Jetzt freue ich mich auf erlebnisreiche Urlaubstage. Bin darauf vorbereitet, mich von unterwegs zu melden - ihr hört also von mir.

Sömmerda-Runde mit Kameratest

Bevor ich in den Urlaub starte muss ich meine neue Kamera auf Tauglichkeit testen. Also nutze ich das schöne Wetter und drehe eine ausgiebige Sömmerda-Runde:

Martini-Park 1.JPG




Zunächst geht´s durch den Martini-Park, wo mir die Spiegelung der Brücke im Wasser gefällt.  






Schneeglöckchen.JPG




Unterm Laub wagen sich die Schneeglöckchen hervor.





An der Unstrut.JPG


Ich nähere mich der Unstrut, wo ich einen schillernden Eisvogel flink im Geäst verschwinden sehe - schade, so schnell kann ich die Kamera dann doch nicht zücken.


Dafür gibt es dieses Bild von einem kleinen Seitenarm der Unstrut, wo sich ein Baum rafiniert übers Wasser schlängelt.



Gondelteich.JPG




Okay, dieses Motiv gab es schon öfter hier. Aber die Stelle ist immer wieder schön.





Entenpaar.JPG





Und mein Enkelkind freut sich bestimmt, wenn ich hier ein paar Enten in den Blog reinschiebe :-)




Am Kanukanal.JPG



Weiter geht meine Tour am Kanukanal entlang. Deutlich zu sehen ist der Stein in der Kurve, auf dem wir beim Rafting mit dem Schlauchboot schon mehrfach festsaßen.






Und dann stelle ich fest, dass der Frühling schon ganz nah ist:

Haselnuss.JPG












Weidenkätzchen.JPG


Kamera-Test

Vor meinem geplanten Urlaub habe ich mir eine neue Kamera gekauft. Die muss ich doch gleich mal testen. Und das geeignete Motiv? Na, meine Hasen!

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Gar nicht schlecht für die abendlichen Lichtverhältnisse, oder?

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