Über den Fußstapf zur Versingalpe

Das Wetter ärgert mich weiterhin. Aber ich will in die Berge. Und weil ich gestern mit Landeck Glück hatte, fahre ich zum Start runter nach See. Habe mir eine gute Tour ausgesucht, mit der ich hinauf komme, aber hoffentlich unter den Wolken bleibe.

Von See aus folge ich einem Zick-Zack-Weg, der mich entlang des Wasserfalls gleich gut an Höhe gewinnen lässt. Dann geht es auf breitem Forstweg bergauf. Beinahe hätte ich meinen Abzweig zur Versingalm verpasst. Nur ein kleines Stück muss ich zurück. 

Weiter geht es über einen Forstweg mit schönen Blicken ins Tal. Dann der Hinweis, wer weiter dem Forstweg folgt, landet in einer Sackgasse. Ein winziger Pfad geht nun am rauschenden Bergbach üppig hinauf. Aha, jetzt habe ich den in meiner Wanderbeschreibung erwähnten "Fußstapf" erreicht.

Ich muss einen Zaun überklettern. Auf einer steilen Bergwiese heißt es gut orientieren, denn die Markierungen finde ich weit verteilt auf Steinen in der Wiese. Erhöhter Schwierigkeitsgrad ergibt sich dann, wenn sich der Pfad dem Bergbach nähert, der gelegentlich den Weg mitgenommen hat. Es wird eine schöne Kraxelei! Einmal muss ich durch einen sprudelnden Seitenzufluss durchsteigen - nur gut, dass ich vorm Urlaub die Bergstiefel nochmal imprägniert habe. Ohne den Regen würde es sich sicherlich auch besser kraxeln. Der Aufstieg scheint kein Ende zu nehmen. Eine Holzbrücke wechselt auf die andere Seite des Baches und es geht weiter auf dem schmalen Bergpfad hinauf. Von der Alpe ist nichts zu sehen.

Endlich endet mein Bergpfad an einem breiten Forstweg und in wenigen Minuten stehe ich vor der Versingalpe. Nach diesem Aufstieg habe ich mir eine Erholungspause wirklich verdient.

Der Blick aus dem Fenster geht weit über's Tal und auch hinauf zu den Berghängen und -gipfeln, wo immer noch die dicken Wolken hängen. Meine Rechnung ist aber aufgegangen: durch Nebelsuppe muss ich nicht laufen. Nach einem Aufstieg von immerhin 937 Höhenmetern (See liegt eben unten im Tal) habe ich jetzt mit 1964 m Höhe den "Tagesgipfel" erreicht. Von nun an geht's nur noch bergab :-)

Im Abstieg Richtung Bergstation der Medrigalm beobachte ich einen roten Hubschrauber: hier wird wohl eine neue Abfahrtspiste für die Skifahrer gebaut. Hoch oben sehe ich die Ascherhütte (2256 m) - bei schönem Wetter sicher ein reizvolles Ziel. 

Ich bin jetzt ganz froh, diese Bergtour geschafft zu haben. Mit der Seilbahn geht's gemütlich zurück ins Tal.  Der Wanderbus bringt mich k.O., aber glücklich nach Galtür.

Habe mal nach der Wettervorhersage geschaut: schade, keine Besserung in Sicht.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 10.07.14 18:56.

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