Cabrera-Museum + Wellenstrand

Für heute ist kein gutes Wetter gemeldet. Ich schaue, ob mir die Wetter-App trockene Zeitfenster anbietet.

Nach dem Frühstück nehme ich mit Schirm den langen Weg Richtung Hafen. Heute zaubert der Wind fantastische Wellen an die felsige Küste. Da ich den Schirm bald wegpacken kann, habe ich die Hände frei zum Knipsen. Nun muss ich nur noch in dem Moment auf den Auslöser drücken, wenn die Gischt richtig hoch spritzt, was gar nicht so einfach ist.

Mein Ziel für den Vormittag ist das Museum zum Nationalpark der vorgelagerten Insel Cabrera. Im Sommer kann man diese Insel von hier aus per Boot ansteuern.

In der unteren Etage werden im Aquarium die Meerestiere aus der Unterwasserwelt der Insel gezeigt. Ein Bullauge vergrößert einen Hummer so, dass ich fast davor zurückschrecke. 

Danach geht es auf einem schrägen Weg rundherum in einem Turm hinauf. Dabei hat man Gelegenheit, ein interessantes Bild im Inneren anzuschauen.

Der Blick vom Turm in Richtung Meer ist leider nur begrenzt möglich.

Als ich zur Mittagszeit das Museum verlasse, scheint die Sonne.

Während ich am Hafen einkehre, folgt der nächste Regenguss. Auf dem Weg entlang der Promenade habe ich wieder Sonnenschein. Mit Regen komme ich im Hotel an. Klassisches Aprilwetter!

Ich mache erst mal Siesta.

Dann lockt mich die Sonne doch noch einmal raus. Ich bummle am Strand Richtung Es Trenc. Die Wellen machen sich heute ganz schön breit und haben etliche Meter vom breiten Sandstrand geklaut. Hoch türmen sie sich auf und kommen dann angerauscht. Bin ich schon wieder am Bilder knipsen?

Nein, bis zum Es Trenc laufe ich heute nicht. Auch die Schuhe ziehe ich nicht aus - dafür passt das Wetter nicht.

Ich suche mir ein windgeschütztes Plätzchen, beobachte die heranrollenden Wellen und genieße die Sonne. Im Hintergrund ist ein Regenbogen zu sehen.

Na gut, ein kleines Stück bis zum nächsten Strand kann ich ja noch laufen. Schmal ist jetzt der Weg, den das Wasser noch frei gelassen hat.

Der Es Trenc leuchtet in der Sonne, aber nicht lange, denn der nächste Regenschauer naht. Also trete ich den Rückweg an. Die letzten Sonnenanbeter packen flink ihre SiebenSachen zusammen.

Ja, ich habe vorsorglich den Schirm mit. Flink die Regenhülle über den Rucksack. Jetzt schüttet es wieder.

Als ich den Strand in Richtung Promenade verlasse, kommt mir das Regenwasser entgegen gelaufen. Aber schon scheint die Sonne wieder und begleitet mich auf dem Weg ins Hotel.

Campos + Cala Figuera

Heute soll es eine geführte Wanderung geben. Cala Pi war angekündigt, wurde aber geändert. Also Cala Mondrago - kenne ich zwar schon, aber egal.

Dann bekomme ich die Info: Wanderung fällt aus wegen angekündigtem Regen.

Okay, da gibts eben wieder eigenes Programm. Meine Wetter-App meldet: Regen endet gegen 9.45 Uhr. Also stiefele ich zum Bus. Da hat der Regen bereits aufgehört.

Mit Bus fahre ich nach Campos. Dort soll heute Markttag sein. Aber was für ein Unterschied zu Santanyi: ganze 2 Stände finde ich in diesem verschlafenen Städtchen. Ansonsten ist hier nix los. Na, das war ja kein guter Plan.

Also mit Bus zurück? Nein. Ich sehe an der Busstation einen fast abfahrbereiten Bus nach Cala Figuera. Ich checke fix, ob ich von dort auch wieder zurück komme. Das passt, also Planänderung.

Cala Figuera war mal vor vielen Jahren Endpunkt einer geführten Tour mit Mar y Roc. An den hübschen, kleinen Fischerhafen kann ich mich gut erinnern. Ob ich den Aufstieg zum Torre wiederfinde?

Die Sonne lunzt raus, als ich dort ankomme. Na prima!

Ich habe jetzt zwei Varianten: mit 2 Stunden Aufenthalt nur den Hafen oder mit 4 Stunden zügig hoch zum Torre. Ihr ahnt bestimmt, was ich mache.

Um zum Turm aufzusteigen, muss ich zunächst einmal rund um den hübschen Hafen. Klar bringe ich Bilder mit.

Der versteckte Aufstieg zum Turm ist zum Glück markiert. Bis hoch sind es ca. 40 Minuten. Das schaffe ich.

Unterwegs wieder viele blühende Orchideen. Vom Torre, auf den man nicht hoch kann, fantastischer Blick auf die felsige Küste, wo heute die Wellen heran rauschen. Auch an der Hafeneinfahrt große Wellen. Ich bin fleißig am Knipsen.

Lange aufhalten will ich mich nicht. Es ist weit nach Mittag und ich habe nichts zu Essen eingepackt, nur die Trinkflasche. Mal schauen ob ich im Panoramarestaurant hoch überm Hafen einkehren kann.

Zurück hätte ich beinahe meinen Abzweig verpasst. Gerade noch rechtzeitig gemerkt :-)

Nochmal rund um den Hafen, nochmal Bilder knipsen. Es ist einfach zu schön hier.

Im Restaurant genieße ich heute mallorquinischen Mandelkuchen mit Kaffee con leche bei wunderschönem Hafenblick.

Es bleibt sogar noch Zeit, am diesseitigem Ufer noch etwas rumzudümpeln. Wow, wie toll ist das Schauspiel der großen Wellen! Nein, nass spritzen lasse ich mich nicht. Freut euch schon mal auf die Bilder, die ich später hier hochlade.

Jetzt bekomme ich allerdings erste Regentropfen ab. Also ab zum Bus. Zum Glück habe ich vorsorglich den Schirm dabei.

Die Heimfahrt dauert etwas länger, da ich in Santanyi auf den Bus nach Colonia Sant Jordi warten muss. Jetzt schüttet es wie aus Kannen. 

Der Bus kommt zeitig und ist gnädig mit den im Regen Wartenden. Wir dürfen gleich einsteigen und im Trockenen die Abfahrt abwarten.

Spät komme ich heute zurück, aber der Ausflug an den Hafen von Cala Figuera war genial.

Heute geht es nicht zum Wandern. Ich schwinge mich in den Bus und fahre nach Ses Salines. Von dort ist es nicht weit zum Botanicactus.

Der Botanicactus ist ein riesiger botanischer Garten, mit mehr als 400 Pflanzen und 12.000 Kaktus-Sorten (schreibt mein Flyer, den ich mit einer Wegbeschreibung am Eingang bekomme).

Auf meinem Rundgang beeindrucken zunächst die hohen Palmen. Beim Aufstieg auf einen kleinen Hügel habe ich dann schöne Kakteen und die relativ kleinen Mallorcapalmen.

Bergab leitet der Rundweg zu einem Wasserbecken. Frösche quaken und ich sehe gerade noch, wie zwei Schildkröten im Wasser verschwinden.

Nachdem ich das Becken umrundet habe, gehts mitten hinein in ein Gelände mit einer wunderbaren Vielfalt von Riesenkakteen. Nein, so groß sind meine Kakteen auf der Fensterbank wirklich nicht.

Manchmal habe ich zu tun, diese Riesen aufs Foto zu bekommen. Die haben hier echt große Exemplare.

In diesem Gelände kann man sich direkt verlaufen. Nur gut, dass Wegweiser mit Salida auf den Ausgang verweisen.

Dieser Ausflug zum Botanicactus hat sich jedenfalls gelohnt.

In Ses Salines gibt's beim Bäcker eine lecker mit Gemüse gefüllte Empanada auf die Hand.

Jetzt muss ich überlegen, was ich mache: von hier kann ich Rundwanderungen starten ( Tipp aus der Touristinfo) oder ich nehme den nächsten Bus und fahre weiter nach Santanyi zum Shoppen.

Nach meiner Info ist erst Samstag in Santanyi Markttag, aber Mitreisende hatten die Info, dass heute Markttag sei.

Da die Einkaufmöglichkeiten in Colonia Sant Jordi dürftig sind, nehme ich den Bus und mache damit alles richtig. Ich komme in den Genuss des Markttages. Jetzt gehe ich schlumpern und kaufe Mitbringsel für die Lieben daheim.

Eigentlich wollte ich noch mallorquinischen Mandelkuchen essen, aber der Preis dafür ist in Santanyi zum Davonlaufen. Vielleicht passt es woanders noch.

Gemütlich laufe ich zum Bus, der mich nun zurück nach Colonia Sant Jordi bringt.

Entlang traumhafter Strände

Da war wohl das Meer am Es Trenc doch etwas zu kalt. Ich stehe mit tropfender Nase auf. Also soll es heute nur ein kleines Programm werden, bei dem ich mich auskurieren kann.

Weil ich später in den Tag starte, kann ich um 10 Uhr erst mal in der Touristinfo am Hafen rein schauen. Prima: ich werde mit Flyern und Ausflugstipps eingedeckt. Ja, auch ohne geführte Wanderungen kann ich so gut unterwegs sein.

War ich am Sonntag rechterhand von Colonia Sant Jordi auf Strandtour, so locken mich heute die Strände linkerhand. 

Am Morgen bläst noch ein kräftiger Wind. Ich laufe die Promenade entlang, die in den ersten Strand übergeht. Wie an einer Perlenkette folgen weitere Strände: Es Dolc, Es Dofi, Des Carbo, ...  Den Stränden vorgelagert sind mehrere kleine Inseln, die zum Teil von Möwen und Kormoranen besetzt sind.

Ich beobachte, wie sich auf der von Tang begrenzten Wasserkante was bewegt. Tatsächlich: da suchen mehrere kleine Vögel im Tang nach Futter. Sind die aber gut getarnt! Am Ende zähle ich 7 Tiere.

Später passiere ich eine felsige, mit mehreren alten Bootshäusern bestückte Ecke. Und weiter geht's zum nächsten Strand. Nur ganz wenige Leute sind hier unterwegs.

Die Wellen plätschern ganz sachte ans Ufer. Gegen Mittag kommt die Sonne raus und das Meer leuchtet gleich türkisblau.

Nein, bis zum Cap de ses Salines mit dem Leuchtturm will ich wirklich nicht laufen. Das wäre nicht zu schaffen.

Trotzdem muss ich mich zwingen, nach 2 Stunden zu wenden und den Rückweg anzutreten. Es sollte heute doch nur ein kleines Programm werden.

Auf dem Rückweg suche ich mir an den Bootshäusern ein windgeschütztes Plätzchen und mache bei Meeresrauschen eine lange Rastpause. Zwei Möwen sitzen mir gegenüber auf einem Felsen. Sie haben sicherlich die Hoffnung, dass ich unterwegs mein Picknick auspacke und für sie was abfällt. Aber ich muss sie enttäuschen, denn ich will nachher am Hafen zu einem späten Mittag einkehren.

Weiter am Strand dümpel ich gemütlich zurück. Ja, es ist schon bald 14 Uhr, als ich mir im kleinen Lokal "5illes" meine leckere gegrillte Brasse schmecken lasse.

Danach nehme ich den kürzeren Weg durch das Städtchen zurück zum Hotel, wo ich heute mit Sonnenschein noch einmal hoch auf die Dachterrasse im 7. Stock schaue, bevor ich den Tag gemütlich ausklingen lasse.

Pinienwald Ses Arenes

Als ich im Hotel eingecheckt habe, bekam ich ein Kärtchen ausgehändigt mit dem Hinweis, es vorzuzeigen, wenn ich im Pinienwald (Privatgelände) angesprochen werde.  

Nach meiner gestrigen Tour blättere ich in der Infomappe an der Rezeption und entdecke eine Karte vom Pinienwald, in der 3 Routen unterschiedlicher Länge markiert sind. Na, da weiß ich doch, was ich heute unternehmen kann. Versprochene geführte Touren sind nicht in Sicht.

Als ich starte, ahne ich noch nicht, was das für eine prima Wanderung wird. Der Einstieg ist fix gefunden und die Wegemarkierung perfekt. 

Das erste Stück geht direkt hinter der Saline von Colonia Sant Jordi entlang. Hier wollen mich die Mücken auffressen, also schnell weiter.

Der Rosmarin blüht. Ich wandere am Sportplatz vorbei, dann an hübschen Fincas. 

Wow, hier entdecke ich ja ganz viel Knabenkraut. Mit Orchideen hatte ich nicht gerechnet. Klasse!

Nein, ein Wald, wie ich ihn von zu Hause kenne, ist das hier nicht. Ich fühle mich eher wie in einem weiträumigen mallorquinischen Landschaftspark, der vorbei an landwirtschaftlichen Flächen, Pinienstreifen und versteckten Fincas leitet. Kaninchen flitzen am Waldrand entlang. Vögel zwitschern. Welcher Vogel mich die ganze Zeit mit seinem lauten Ruf begleitet, weiß ich nicht.

Da es sich hier so gut wandern lässt, nehme ich die größte Runde, die rot markiert ist. Immer wieder zücke ich die Knipse, um diverse Blumen am Wegesrand oder hübsche Landschaftsmotive festzuhalten. Mallorca wie aus dem Bilderbuch.

Mein Weg bringt mich nördlich bis fast an die Salinen d'Es Trenc heran. Und heute sehe ich sie: ganz viele Flamingos! Schade, ein Fernglas habe ich nicht. Aber eine Knipse mit gutem Zoom. Ich bringe also Bilder mit.

Nach einem weiten Bogen geht es langsam wieder zurück. Ein Auto überholt mich langsam. Ich werde freundlich gegrüßt - mein Kärtchen will keiner kontrollieren.

Und was sehe ich jetzt? Blühende Bienenragwurz! Diese Orchidee blüht zu Hause erst im Mai. Was habe ich hier für ein kleines Paradies entdeckt. Bin ich schon wieder am Bilder knipsen?

Gut 2,5 Stunden bin ich unterwegs, bevor mich mein Weg zurück an den Ausgangspunkt meiner Tour bringt. Die Strandpromenade entlang geht's zum Hotel.

Das war doch ein herrlicher Ausflug in den Pinienwald!

Jetzt ist Faulenzen angesagt. Nachher schau ich nochmal ins Städtchen.

Wunderschöne Strandwanderung immer am Meer entlang.

Mein Wanderbuch vermerkt eine Gehzeit von 1 Stunde und 15 Minuten. Na, da waren aber fixe Läufer unterwegs.

Ich starte um 9 Uhr. Noch ist der Himmel wolkenverhangen.

Die ersten Strände warten mit viel Posedonia-Tang auf - die Wellen haben viele Kugeln geformt. Der Blick umfasst die ganze, weite Buch.

Es geht vorbei an etlichen Betonbunkern aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Junge Leute sitzen, Beine baumelnd, oben drauf.

Ich knipse Bilder, habe aber die Befürchtung, dass sich dieser weite Strand auf den Fotos verliert.

Das schönste Stück ist wirklich der Es Trenc: heller Sand und plätschernde Wellen, die ganz sacht heranrollen. Mir kommen zwei Frauen entgegen, die barfuß am Ufersaum entlang laufen. Und was mache ich? Klar: Schuhe und Socken aus, Hosenbeine hochgekrempelt. Ist im ersten Moment kalt, aber herrrlich! So schlumpere ich gemächlich, Muscheln sammelnd, weiter am Strand entlang. Später beobachte ich Mutige, die sich tatsächlich ins Meer wagen.

Die Bucht ist echt lang. Vormittags wenige Leute unterwegs. So eine Genießertour!

Bis ich in Ses Covetes angekommen bin, sind locker 2,5 Stunden vergangen. Eigentlich wollte ich im dortigen Restaurant lecker Mittagessen. Schade: noch zu.

Etliche Autos hatten wohl den gleichen Plan. Sie kommen die Straße herab, wenden und weg sind sie.

Ich finde eine kleine Strandbar, wo ich mir ein Bierchen und ein leckeres belegtes Bocadillo schmecken lasse. Siesta!

Ja, der Heimweg liegt noch vor mir. Wieder am Strand zurück. Klar: barfuß!

Am Nachmittag kommt die Sonne raus. Das Meer schimmert in verschiedenen Blautönen. Die erste Jacke verschwindet im Rucksack. Ich hole die Sonnenbrille raus. Sonnencreme und Käppi liegen im Hotel. Na, wird schon gut gehen.

Merklich mehr Leute sind nun da; wahrscheinlich mit Auto zum Parkplatz Es Trenc. Im Sommer soll die Zufahrtsstraße oft dicht sein. Verstehen kann ich das nun.

Ich nehme auf dem Rückweg den Abstecher vorbei am Parkplatz zu den südlichen Ausläufern der Salinen noch mit. Gelegentlich sollen dort Flamingos zu beobachten sein. Ich habe heute kein Glück.

Also zurück an den Strand und heimwärts. Oh, diese Strecke zieht sich jetzt. Aber die Sonne verwöhnt mich.

Nach 15 Uhr bin ich zurück im Hotel. Duschen, Füße hochlegen, heute gehe ich keinen Schritt mehr.

Es war ein fantastischer Strand-Wandertag!

Okay, beim Internet-Zugang im Hotel habe ich das Gefühl, da steht jemand auf der Leitung. Viele junge Radfahrer haben hier eingecheckt. Die sind bestimmt jetzt alle im Netz unterwegs.

Aber der Reihe nach: morgendlicher Start problemlos. Autoübergabe an meinen Neffen erledigt; auf den Flieger muss ich noch etwas warten.

Pünktlich heben wir in Erfurt ab. Über die Alpen klare Sicht, aber dann sehe ich nur noch Wolken. Palmas Flughafen entdecke ich erst, als wir schon fast unten sind.

Ein kleiner Bus bringt nur 5 Leute ohne Zwischenstopp direkt ins Hotel.

An der Rezeption werde ich gleich mit vielen Infos eingedeckt. Auf dem Stadtplan wird mir eingezeichnet, wo ich Spaziergänge und Wanderungen starten kann. Auch der Weg zur Bushaltestelle ist gleich um die Ecke. Nur das Thema "geführte Touren" sieht bisher mau aus.

Jetzt brauche ich aber erst mal eine kurze Pause. Zimmer mit seitlichem Meerblick war versprochen. Na gut, zwischen den Hotelfronten ist das Meer versteckt.

Ich schnappe mir den Stadtplan und mache mich auf die längere Route immer am Meer entlang zum Hafen. Die Küste ist felsig, aber oberhalb gibt es eine gut ausgebaute Promenade. Die nimmt aber auch wirklich jede kleinste Bucht mit. Da bin ich doch länger unterwegs, als gedacht. Es ist angenehm warm. Das einzige, was fehlt, ist die Sonne.

Vom Leuchtturm geht der Blick zur vorgelagerten Insel Cabrera. Der Hafen ist immer noch nicht in Sicht. Wenn hier hoher Wellengang wäre, könnte ich bestimmt an dieser Felsenküste fantastische Bilder knipsen. Aber heute ist das Meer total ruhig.

Ich bin doch tatsächlich fast eine Stunde unterwegs, bevor ich am Hafen ankomme. Hier liegen viele Fischerboote, aber auch größere Jachten. Ingesamt sieht es jedoch gemütlicher aus, als in anderen Häfen dieser Insel, die ich schon besucht habe. Lokale locken zur Einkehr, aber noch ist es mir zu früh dafür.

Einmal quer durchs Städtchen, vorbei an der Saline (wo sich die Salzberge türmen), bin ich fix wieder im Hotel. Der Weg am Strand entlang war schöner.

Jetzt habe ich die Orientierung, spüre aber die Füße. Ich zücke mein Handy und halte Ausschau nach abendlichen Einkehrmöglichkeiten. Nah beim Hotel ist nichts zu finden. Da muss ich wohl doch noch einmal zum Hafen.

Ja, es ist Vorsaison. Da haben viele Lokale noch nicht geöffnet. Auf Döner und Pizza habe ich keinen Appetit, ich will mallorquinisch essen, wenn möglich Fisch.

Und ich finde am Hafen das, was ich suche. Der Bacalao war ja soooo lecker!

Jetzt kann ich den Tag geruhsam ausklingen lassen.

Wieder Mallorca

Wer hier mitliest weiß, dass ich gern im zeitigen Frühling zum Wandern nach Mallorca düse. Die vergangenen Jahre gab es zu dieser Zeit leider keine Flüge ab Erfurt. Nun gibt es sie wieder. Das erspart mir lange Zuganreisen.

Auf Mallorca war ich ja schon in einigen Regionen unterwegs. Also habe ich geschaut, wo ich noch nicht war und wo es vor Ort geführte Touren gibt, denen ich mich anschließen kann. Dabei bin ich auf dieses Hotel in Colonia Sant Jordi gestoßen: Universal Hotel Romantica 

In diesem Hotel soll es möglich sein, sich organisierten Wandertouren anzuschließen. Ich werde hier berichten, ob es funkioniert.

Unabhängig davon bin ich natürlich präpariert, auch auf eigene Faust loszustiefeln - vielleicht zu den Salinen, zum Strand Es Trenc oder zum Botanicactus? Außerdem bin ich neugierig, ob die Mandelbäume blühen.

Wie gewohnt werde ich mich in den kommenden Tagen von der Insel mit Berichten meiner Touren und Ausflüge melden. Koffer ist gepackt - es kann losgehen.

Ich bin neugierig, ob im Rautal bei Jena schon die Winterlinge zu sehen sind. Bei herrlichstem Sonnenschein starte ich heute meinen Ausflug nach Closewitz.

Über Nacht ist es noch einmal eisig kalt geworden. Ich bin spät los und die Sonne wärmt bereits gut. Von den Winterlingen sind viele gelbe Köpfchen zu sehen, aber alle geschlossen. Kommende Woche soll es wärmer werden - bestimmt ist der Waldboden dann so gelb wie im vergangenen Jahr. Der Specht klopft auch heute.

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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Ich fahre hinüber nach Cospeda und mache im Gasthaus Zur Linde bei knisterndem Kaminfeuer gemütlich Mittag. Unter der Woche bekomme ich dort problemlos ein Plätzchen, auch ohne Reservierung.

Nein, bei diesem fantastischen Wetter mag ich noch nicht nach Hause fahren. Wissend, dass der Napoleonpfad mich fix hinauf auf den Windknollen bringt, gönne ich mir einen prima Spaziergang. Ganz klar ist die Luft nicht, aber der Blick vom Napoleonstein Richtung Jena gefällt. Nur noch wenige Spuren zeugen von der ehemaligen militärischen Nutzung. Ich muss aufpassen, rechtzeitig kehrt zu machen, sonst finde ich mich erneut in Closewitz wieder. Die Lerchen sind noch nicht aus dem warmen Süden zurück.  

1 Napoleonpfad_Windknollen Februar 2026.JPG2 Napoleonpfad_Windknollen Februar 2026.JPG

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Für heute ist endlich Sonnenschein angekündigt. Klar, dass ich da nicht zu Hause bleibe.

Die größere Runde durch die Kahle Schmücke zwischen Harras und Heldrungen habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Also passt sie für heute perfekt. Noch sind die Wege überfrohren, so dass es sich ohne Matsch an den Sohlen gut laufen lässt. Der Blick geht weit bis zu den Sachsenburgen an der Thüringer Pforte.

Bergab laufe ich Richtung Waldschlößchen bei Heldrungen. Der Teich (mit ganz wenig Wasser) ist noch vereist. Vom Dach des Wanderrastplatzes hängen glitzernde Eiszapfen herab.

Nun wandere ich, vorbei am Rastplatz "Neun Linden", wieder gut hinauf zum Schmücke-Kamm.

Bei herrlichstem Sonnenschein dümpel ich, mit Blick ins Thüringer Becken, nach Braunsroda und zur Beichlinger Schmücke, auf der Höhe zurück zum Ausgangspunkt meiner guten Rundtour.  

Kahle Schmücke_Blick Richtung Sachsenburg.JPGKahle Schmücke_Blick Richtung Braunsroda.JPGKahle Schmücke_Blick Richtung Oberheldrungen.JPG

Heldrungen_Waldschlösschenteich 1.JPGHeldrungen_Waldschlösschenteich 2.JPG

Heldrungen_NeunLinden 1.JPGHeldrungen_NeunLinden 2.JPG

Kahle Schmücle_Blick Richtung Gorsleben.JPGKahle Schmücke_Blick Richtung Braunsroda 2.JPG

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