Bei diesem Wetter jagd man ja keinen Hund vor die Tür. Am Morgen sind keine Berge zu sehen und es schüttet aus vollen Kannen. Definitiv kein Ausflugswetter.
Wir grübeln, was wir machen. Gleiche Richtung wie gestern einschlagen? Habe ich keine Lust drauf.
Ich schaue mal, ob es im nahen Lechtal ein Naturerlebniszentrum oder was vergleichbares gibt, was Sonntag geöffnet hat und werde fündig. Also Lechtal!
Als der Regen etwas nachlässt starten wir. Richtung Nesselwängle, Weissenbach waren wir noch nicht unterwegs. Vom Tannheimer Tal geht es auf einer serpentinenreichen Straße gut bergab ins Tal und hinein ins Lechtal.
Fix erreichen wir Elmen und schauen uns dort die interessante Ausstellung "Der letzte Wilde" über den Fluß Lech an. Wirklich sehr gut und informativ gemacht.
In einem Flyer entdecken wir eine Brücke mit einem weiteren Naturparkhaus und lassen uns den Weg dorthin zeigen, auch wenn die Klimmbrücke heute geschlossen ist. Sehenswert quert sie den Lech.
Und weil sich der Regen endlich verabschiedet, nehmen wir den Abstecher in den niedlichen Zauberwald noch mit. Das wird eine schöne Runde, die uns, Himbeeren naschend, direkt ans Wasser bringt. Aber nun haben wir Mittagshunger. In Elmen können wir uns stärken.
Und nun? Im nächsten Ort Häselgehr soll es den Doserwasserfall geben. Den Abzweig/einen Wegweiser können wir nicht entdecken. Vielleicht auf dem Rückweg?
Weiter hinten im Lechtal bei Holzgau gibt es über die Höhenbachtalschlucht eine Hängeseilbrücke. Da fahren wir jetzt hin.
Was für ein entspanntes Dahinrollen durch das weite, von hohen Bergen umgebene, wunderschöne Tal. Sonniger Fahrspaß pur.
Immer wieder durchqueren wir hübsche, kleine Orte und kommen natürlich auch mit Elbigenalp bei der Geierwally vorbei.
Dann erreichen wir Holzgau. Die Hängeseilbrücke ist hoch über dem Ort schon zu sehen. Aber da erwartet uns noch ein guter Aufstieg, nachdem wir das Auto am Höhenbach geparkt haben. Nur gut, dass es unterwegs Bänke zum Verpusten gibt.
Die Hängeseilbrücke überspannt ein echt tiefes Tal und ist mit 200 m länger als die in der Hohen Schrecke daheim. Und sie schaukelt mehr. Was für ein fantastisches Abenteuer! Klar probieren wir beide Richtungen aus. Und weil wir auf der anderen Seite absteigen wollen, geht es dreimal rüber :-) Wir bringen schöne Bilder mit.
Am späten Nachmittag treten wir die Rückfahrt an. Schade, den Wasserfall-Abzweig finden wir auch jetzt nicht. Der Weg zur Hängebrücke bei Forchach ist ebenfalls nirgends zu entdecken.
Trotzdem war es ein erlebnisreicher Ausflug ins Lechtal!

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