Na, das war doch ein prima Wochenendausflug, den ich mit Enkelkind unternommen habe! Eine richtig Klasse-Entdeckertour!

Eine Arbeitskollegin hat mal erzählt, dass sie mit Freunden eine Kraxeltour unter tage unternommen hat. Klar habe ich gleich zu Hause gelunzt, wo sie unterwegs war. Die Internet-Seite vom Röhrigschacht bei Wettelrode habe ich fix gefunden und gleich auf meine Merkliste gesetzt. Die 8-stündige Sonderführung muss es ja nicht unbedingt sein - die einfache Führung tut es auch. Zumal wir die Tour mit einer Stempelrunde im Südharz verbinden können :-)

Am Schacht angekommen werden wir erstmal ausgestattet: Bergmannskittel, Helm und Grubenlampe gibtś für jeden. Dann gehtś mit Fahrstuhl in die Tiefe. Unten angekommen steigen wir in die Grubenbahn um, die uns noch ca. 1 km tief in den Berg fährt. Dann folgt eine kurzweilige Führung durch die Geschichte des Kupferschieferbergbaus, wobei für Kinder sicherlich das Interessanteste die lauten Maschinen sind (Bohrmaschine, Förderband oder Riesen-Lüfter).

Aber nicht nur unter tage gibt es was zu sehen: oben sind diverse Grubenbahnen, sowie Abbautechnik zu bestaunen. In jede Lok reinklettern und Lokführer-Spielen macht Spaß!

Röhrigschacht.JPGGrubenlok.JPG

                                                                                                                                                                                                                                                                                          Danach führt uns ein gut markierter Wanderweg zur Stempelstelle mitten im WaldWegemarkierung Wettelrode.JPG

und vom Waldrand aus haben wir einen prima Blick ins Bergbaurevier von Sangerhausen:

Ausblick Wettelrode.JPG

Heute plane ich nur eine kleine Runde: zum Paulinenturm über Bad Berka - der steht schon ganz lange auf meiner Wanderliste. Das Wetter soll zum Nachmittag wechselhafter werden, weshalb sich diese Tour für den Vormittag anbietet.

Ilmbrücke Bad Berka.JPGVon der Ilmbrücke in Bad Berka ist der Turm schon gut zu sehen >

Der Weg tangiert den Kurpark und geht dann zunächst gemütlich im Wald hinauf. Erst später macht er einen Knick nach links hoch und dann heißt es gut bergauf kraxeln. Dafür bin ich schwuppdiwupp oben :-)

Paulinenturm.JPGKlar muss ich gleich noch auf den Turm klettern. Von oben kann ich diese prima Aussicht über Bad Berka genießen:

Blick vom Paulinenturm 1.JPGBlick vom Paulinenturm 2.JPG

                                                                                                                                                                                                                                                                                               Und von oben kann ich auch schauen, wo ich zu Mittag unterm Turm einkehren kann. Hmmm, lecker: Es gibt Roulade mit Thüringer Klößen!

Gaststätte unterm Paulinenturm.JPG

Zurück geht es erst ein Stück bergab in Richtung Hetschburg. An der Wiese verlasse ich den Weg nach Hetschburg und biege links auf den blau markierten Drei-Türme-Weg ab, der mich oberhalb der Straße auf prima Waldweg nach Bad Berka bringt.

Dort ziehen sich am Himmel dunkle Wolken zusammen und es grummelt in der Ferne. Als ich am Auto ankomme, fallen die ersten Tropfen. Kurz danach kommt ein kräftiger Gewitterguß herunter.

Da habe ich heute mit meiner Tour ja echt Glück gehabt!

Die Wettervorhersage verspricht einen heißen Tag. Da starte ich frühmorgens zeitig zu meiner neuen Stempelrunde, schließlich soll sich mein Wanderpass vom Harz langsam füllen :-) Als Ausgangspunkt habe ich mir Neustadt im Südharz ausgesucht. Da kann ich auf einer schattigen Waldtour gleich zwei Stempel einsammeln: Stempel 218 und Stempel 98

Felsentor bei Neustadt im Harz.JPGIch muss feststellen, dass Sömmerda verkehrstechnisch und wandermäßig ein idealer Ausgangspunkt ist: in einer Stunde bin ich im Thüringer Wald, im Hainich oder eben im Südharz. Das hübsche Städtchen Neustadt liegt direkt vor dem Wald. Die Ausschilderung der Wanderwege ist absolut perfekt. Ein kurzer Weg durch den Lönspark und schon lotsen mich die Schilder vorbei am Felsentor in Richtung Talsperre.

Wegweiser.JPGHier kann sich keiner verlaufen. Der Weg führt durch ein schattiges Tal gut bergan. So habe ich mir meine heutige Wanderung vorgestellt. Nur kurz vor der Talsperre nehme ich irrtümlich den unteren Wiesenweg, der mich aber nur an den Fuß der Staumauer bringt und von hier gibt es keinen Weg nach oben. Also muss ich nochmal ein kleines Stück zurück. Mit dem bergauf führenden Weg lande ich dann oben an der Neustädter Talsperre.

Talsperre Neustadt.JPG

                                                                                                                                          Gleich neben dem Rastplatz ist meine erste Stempelstelle. Die Ruhe hier ist einfach himmlisch. Nur ein Entenpaar paddelt auf dem Wasser. Allerdings wärmt die Sonne so gut, dass ich es vorziehe, wieder im schattigen Wald zu verschwinden.

Ich habe offensichtlich mit der Talsperre den höchsten Punkt meiner Tour erwischt, denn nun geht es zunächst auf der Höhe entlang, später gemütlich leicht bergab in Richtung Burgruine Hohnstein. Jetzt kommen mir von der Burg her einige Leute entgegen - ein großer Schäferhund bellt schlecht gelaunt, was ihn wohl grämt? Ich geniesse meine Wanderung und komme nach gut zwei Stunden etwas unterhalb der Burg an. Das letzte Stück muss ich also noch hinauf zur Burg wandern, aber das ist schnell geschafft.

Burgruine Hohnstein 1.JPGIch lasse den Burggasthof erstmal rechts liegen und klettere zur Burgruine hoch, die mich mit einer fantastischen Aussichtsplattform lockt. 

Burgruine Hohnstein 2.JPG

Blick von der Burgruine Hohnstein nach Neustadt.JPG                                                        

                                                                                                                                                                                                                                                             Durchblick zum Wurmberg.JPG                           Ist das ein Durchblick zum Wurmberg? >

Die Richtung stimmt, aber ich bin mir nicht sicher.

Jetzt kehre ich auf der Terrasse des Burggasthofes ein, lasse mir mein Mittagessen schmecken und sammle noch meinen zweiten Stempel ein.

Burggaststätte Hohnstein.JPG                                                                                                                                                       Danach dümpel ich gemütlich zurück nach Neustadt und habe vom Gondelteich noch einen Blick zurück zur Burg. Dann gehtś mit Auto zurück nach Hause.

Na, das war doch eine prima Runde!

Gondelteich Neustadt.JPG

Ich bin unterwegs zu einer Fachtagung in Hamburg und hänge noch einen Tag dran, um eine liebe Freundin zu besuchen. Das verschafft mir die Gelegenheit zu einem wunderschönen Tagesausflug nach Schwerin. Der Vormittag gehört einem ausgiebigen Stadtbummel, nach dem Mittagessen (der Tipp mit dem Café "PRAG" war goldrichtig!) folgt ein Spaziergang durch den Schloßpark und am Nachmittag gehtś noch auf's Schiff. Hier gibtś sonnige Bilder:

Pfaffensee.JPGDrachen am Pfaffensee.JPG

                                                                                                                                                                            

Schloß Schwerin.JPGSchloßgarten Schwerin.JPG

                                                                                                                                      

Schiffsanleger Schwerin.JPGAm Heidesee.JPG

                                                                                                                                      

Kopf-runter unter der Brücke!

Kopf runter.JPG

Stadtansicht Schwerin.JPG

IMG_7305.JPGWunderbares Ausflugswetter - ich schau mal, was ich in der näheren Umgebung unternehmen kann. Auf der Stiefelburg, nicht weit von Erfurt entfernt, war ich ja lange nicht. Aber nur mit kurzem Aufstieg von Klettbach oder Tonndorf? Ich fahre heute mal bis Tiefengruben und bastle mir eine schöne Rundtour. Die geht prima durch den Wald oberhalb vom Schloß Tonndorf. Der Weg will mich bergab führen, was ich nicht will und so laufe ich auf Forstwegen aufwärts und muss dabei nur grob die Orientierung behalten. Weiter oben stoße ich auf einen gut ausgebauten Wanderweg und gelange so perfekt zur Stiefelburg, wo ich Mittagseinkehr auf der Sonnenterrasse mit Blick ins Tal halte.

IMG_7306.JPGStiefelburg.JPG

IMG_7312.JPG

IMG_7311.JPG

Tiefengruben.JPG Danach bringt mich der gut mit gelbem Strich markierte Wanderweg, der auf der Höhe entlang weiter durch den Wald bis Bad Berka führt, zurück nach Tiefengruben. Was für eine herrliche Runde! 

Bei diesem fantastischen Ausflugswetter mag ich noch nicht wieder nach Hause fahren. Also mache ich auf der Rückfahrt einen Abstecher zum Riechheimer Berg, wo die letzten Adonisröschen blühen.

IMG_7317.JPG

IMG_7318.JPGRiechheimer Berg.JPG In der Berggaststätte lasse ich mir den Kaffee und den leckeren Kuchen schmecken. Erst dann gehtś wieder heim.

Nein, meine Wanderung führt nicht um einen Baum drumrum. Ich bin heute mal bei Sangerhausen unterwegs und die Hohe Linde ist eine Bergbau-Halde.

Ich mache eine "Stempel-Tour": Als ich im Herbst mit Simone im Harz war, habe ich mir das Stempel-Heft  für die Harzer Wandernadel zugelegt. Seitdem wartet das Heft darauf, um weitere Stempel ergänzt zu werden. So schaue ich mir heute früh im Internet die Übersichtskarte an und stelle fest, dass ich gar nicht so weit fahren muss, denn in der Nähe von Sangerhausen gibt es mehrere Stempelstellen. Mich lockt die Tour zum Aussichtsturm Moltkewarte, die ich mit einer feinen Rundwanderung verbinden kann.

Wanderplan.JPGAls ich mich in Sömmerda ins Auto schwinge, fängt es an zu regnen. Die Richtung, die ich einschlage, verspricht besseres Wetter. Und als ich in Sangerhausen ankomme, scheint die Sonne vom blauen Himmel. Das Auto stelle ich am Bahnhof ab und schnell habe ich den Einstieg zur Tour gefunden. Mit diesem Plan gelingt die Orientierung >

Die Halde ist schon von Weitem zu sehen.

Halde Hohe Linde.JPG

                                                                                                                                                                                                                                                                                                Ein prima Weg führt oberhalb von blühenden Obstbäumen am Wandrand entlang bergauf.

Kirschzweige.JPG

Osterhasi im Wald.JPG

Nanu, wo kommt denn der Osterhase her? Der muss sich wohl heute morgen in meine Jackentasche gemogelt haben.

Als ich fast oben angekommen bin wird es immer dunkler und es fängt tatsächlich an zu regnen. Nur gut, dass ich vorsorglich den Schirm mit habe. Am Turm gibt es überdachte Rastplätze, so dass mich auch der einsetzende Hagelschauer nicht ärgern kann. Schade, der Turm ist geschlossen (er macht erst 13 Uhr auf; gegen 16 Uhr sollś sogar Soljanka geben - so lange will ich nicht warten). Eine junge Familie mit mehreren Kindern macht ebenfalls Rast. Klar müssen mir die Kinder erzählen, wie fleißig der Osterhase war :-)

Moltkewarte.JPGHagelschauer.JPGAls der Schauer nachlässt, nehme ich mir die Zeit zum Abstempeln meines Wanderheftes, denn die Stempelstelle ist gleich neben dem Rastplatz.

Stempelstelle an der Moltkewarte.JPG

                                                                                                                                                                                                                                     Dann setze ich meinen Rundweg fort und folge ein Stück der Straße, die von Lengefeld herauf kommt (so könnte man von dort fast bis zum Turm hoch fahren und sich fix seinen Stempel holen).

                                                                                                                                                                                                                                       Mein Weg zweÜber Sangerhausen.JPGigt später rechts ab und führt hinter der Halde in Richtung Sangerhausen zurück, wobei es gut bergab geht. Über Sangerhausen in Richtung Sömmerda sieht es jetzt ganz schwarz aus. Der Blick in Richtung Autobahn erlaubt noch ein letztes Foto.

                                                                                                                                                                                                                                                                                             Nach einer gemütlichen Mittags-Einkehr in Sangerhausen dümpel ich zurück nach Sömmerda, wo mich dicke schwarze Wolken mit Regen erwarten. Da habe ich, abgesehen von dem kurzen Regen-/Hagelschauer, ja richtig Glück mit dem Aprilwetter gehabt!

Wanderweg in Richtung Harras.JPGVogelgezwitscher und Spechtklopfen begleiten mich heute. Die vielen flinken Vögel sehe ich, die Spechte sind nur zu hören. Der Wald ist noch ziemlich kahl und es liegt nach dem Winter viel Bruchholz auf dem Boden. 

Später sehe ich aufgestapelte Baumstämme. Es macht Spaß, zu schauen, was die Natur hier so gezaubert hat:

Ist das ein Katzenkopf?Katzenkopf?.JPG

Blüte.JPGDas ist eindeutig eine Blüte:

Aber was ist das für ein Fabeltier?

Fabeltier.JPG

                                                                                                                                         einzelnes Leberblümchen.JPG                                      Ich halte Ausschau nach Frühjahrsblühern, aber die scheinen sich noch rar zu machen. Nur vereinzelt finde ich ein Leberblümchen >

Erst auf dem Rückweg entdecke ich diese blütenreiche Lichtung:

viele Leberblümchen.JPGEin Wald voll Leberblümchen.JPG

                                                                                                                                                                                                                                                                                               Jetzt habe ich den kommenden Frühling gefunden. Gemütlich laufe ich nach Beichlingen, wo ich am Waldrand diesen schönen Blick ins Thüringer Becken habe. Die Kirche von Altenbeichlingen ist gut zu sehen / Sömmerda dahinter weniger gut.

Wanderweg in Richtung Beichlingen.JPGAm Waldrand über Altenbeichlingen.JPG

Germania-Flugzeug in Funchal.JPGKurz vorm Abflug in Funchal.JPG

                                                                                                                                      

Ab nach Hause.JPGDa die Zahl meiner Kategorien unüberschaubar wird, habe ich Madeira 2014 und 2017 zusammengepackt. Damit seht ihr allerdings nur die letzten Einträge.

Alle Berichte und Bilder meines Wanderurlaubs auf Madeira im Frühling 2014 gibt es im Monatsarchiv Februar/März 2014.

Alle Berichte und Bilder meines Wanderurlaubs auf Madeira im Frühling 2017 gibt es im Monatsarchiv Februar/März 2017.

Seilbahn auf den Monte.JPGÜber den Dächern von Funchal.JPG

                                                                                                                                                                                                                                               

Korbschlitten Monte.JPGBrunnen Nossa Senhora do Monte.JPG

Largo da Fonte.JPGEisenbahnbrücke Monte.JPG

Blick vom Monte auf Funchal.JPG                                 Blick vom Monte zum Pico Arieiro.JPG                                                                                                                                   

Buchfink auf dem Monte.JPG

Wasserfall an der Levada do Castelejo.JPGLevada do Castelejo 2.JPG

                                                                                                                                                                                                                                               

Bienenströcke.JPGLevada do Castelejo 3.JPG

Cherimoya.JPGAdlerfelsen hinter blühenden Akazien.JPG

Levada do Castelejo 4.JPGPapaya.JPG

                                                                                                                                                                  

Blumen über der Levada.JPG

Abends am Hafen von Funchal >Nachbau der Santa Maria.JPG

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