Zum Jahreswechsel vermeldete die Tageszeitung, dass es ab 2026 Direktverbindungen der Deutschen Bahn von Erfurt nach Paris geben soll. Diese Stadt kenne ich noch nicht und so reizt es mich umso mehr, das auszuprobieren.
Ein Quartier ist schnell gefunden und auch die Bahntickets fix gebucht.
Vergangene Woche habe ich eine deutsche Internetseite von Paris-Liebhabern entdeckt, über deren Links ich diverse Ausflüge buchen konnte. Mit Übersetzer auf dem heimischen PC kein Problem.
Die IDF Mobilites-App funktioniert auch auf deutsch. Mal schauen, ob die praxistauglich ist.
Nun muss ich nur noch ohne Französisch-Kenntnisse in Paris klar kommen.
Mit Verspätung starte ich heute mit dem Zug von Erfurt nach Paris. Mit anwachsender Verspätung hält der Zug unterwegs nicht in Frankfurt/Main, sondern in Frankfurt Süd. Erst hinter Mannheim drückt er aufs Tempo. In Frankreich fliegen wir fast, so schnell sind wir dort unterwegs. In Paris ist die Verspätung fast aufgeholt; es fehlen nur 10 Minuten.
Auf dem Bahnhof Paris Est finde ich mich erstaunlich gut zurecht. Der Weg zur Metro Linie 7 ganz easy. Das Metro-Ticket hatte ich mir zu Hause schon mit der App gekauft. Ein Service-Mitarbeiter half mir kurz an der Schranke. Die Metro fuhr gerade ein.
Ja, die Richtung stimmt, aber der Plan zeigt, dass sich die Linie 7 später gabelt. Also sitze ich doch im falschen Wagen. Ich fahre erst mal weiter mit und steige an der Station vor der Gabelung aus. Keine 4 Minuten warte ich am gleichen Gleis. Jetzt bin ich fix im Vorort Ivry-sur-Seine und nach einem kurzen Fußweg am Quartier.
Eine funktionierende Klingel finde ich nicht, also rufe ich Pascale an, die wohl schon auf mich gewartet hat und mich herein lässt.
Wie verständigen? Wir versuchen es mit englisch und das funktioniert. Pascale zeigt mir die hübsche, kleine Wohnung, in der ich die kommende Woche allein wohnen werde. Dann verabschiedet sich Pascale.
Kurze Pause - erst mal in Ruhe ankommen.
Als ich später zur Einkaufsrunde starten will, merke ich, dass ich Pascales Erläuterungen zu den Öffnungs- und Schließmechanismen der Haustür doch nicht richtig verstanden habe. Ich komme nicht raus.
Zum Glück ist Pascale per Telefon erreichbar. Jetzt hab ich ' s.
Der Supermarkt ist gleich um die Ecke. Ich will Frankreich erleben und habe bewußt nichts zu Essen mitgenommen. Verhungern werde ich nicht, denn gleich beim Supermarkt gibt es auch diverse Einkehrmöglichkeiten, die ich ausprobieren kann.
Jetzt füllt Baguette mit Käse schon meinen Bauch. Für morgen muss ich noch Metro-Tickets per App kaufen und schauen, mit welcher Linie ich in die Innenstadt komme.
Ihr hört von mir.

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