Oktober 2016-Archiv

War das ein schönes Wochenende! Die Sonne scheint und ich bin mit Enkelkind unterwegs.

Erst fahren wir zum Wandern in den Hainich. Dort lassen wir uns auf eine 3 km-Rundwanderung locken, auf den Feensteig. Der führt uns zu verschiedenen Stationen, an denen Auszüge aus Märchen erzählt werden, die dann mit Aktionen verbunden werden. Zum Beispiel heißt es am Eingang in den Feenwald: lauf rückwärts über die Brücke hinein. Unter einem Wunschbaum dürfen wir unsere Wünsche in die Blätter über uns fliegen lassen. Es gibt eine Schatztruhe, einen hoch hängenden Stuhl im Frau-Holle-Baum und einen Zauberspiegel. Außerdem müssen wir mutig einen verschlungenen Weg durch ein dunkles Waldstück nehmen, bis wir wieder ans Licht kommen. Phantastisch!

Hainich Feensteig.JPGHainich Fliegenpilz.JPG

Nach dem Mittag fahren wir weiter zum WildKatzenKinderWald - ein herrlicher Spielplatz mitten im Hainich. Nebenan gibt es eine Umweltstation, in der wir uns ausgestopfte Waldtiere anschauen können und wo wir gemeinsam durch dunkle Gänge unter Wurzeln hindurch krabbeln dürfen.

Hainich Wildkatzenkinderwald.JPG

Heute waren wir bei prima Sonnenschein in Gotha. Schade: das Naturkundemuseum ist nach dem Umzug ins Schloß nicht mehr so schön, wie früher / mir fehlen die großen Dioramen. Dafür hat es Spaß gemacht, durch den bunten Herbstwald bis zum Bürgerturm zu laufen. Und nach dem Eis bzw. Kaffee und Kuchen blieb noch genug Zeit für den Besuch des kleinen, aber feinen Tierparks, wo sich der freilaufende Pelikan gern von den Kindern streicheln lässt.

 Bürgerturm Gotha.JPGBlick vom Bürgerturm Gotha.JPG

Pelikan im Tierpark Gotha.JPG

Da die Zahl meiner Kategorien langsam unüberschaubar wird, muss ich mir wohl demnächst was einfallen lassen. Nun habe ich Andalusien 2015 und 2016 einfach zusammengepackt. Damit seht ihr allerdings nur die letzten Einträge.

Alle Berichte und Bilder meines Wanderurlaubs in Andalusien im Frühling 2015 gibt es im Monatsarchiv Februar/März 2015.

Alle Berichte und Bilder meines Wander- und Städteurlaubs in Andalusien im Herbst 2016 gibt es im Monatsarchiv Oktober 2016.

Als ich hier am Nachmittag meine Bilder von Malaga hochgeladen habe, wurde mir klar, wo Jürgen diverse wunderbare Malaga-Bilder geknipst hat. Er hat bestimmt nichts dagegen, wenn ich hier mal einen Link rein setze: Bilder von Jürgen

Jetzt wird es schwer, denn ich habe so viele schöne Bilder gemacht, dass ich nicht weiß, welches ich weglassen soll. Schaut selbst:

Sevilla Plaza de Espana Kachelbild.JPGSevilla Plaza de Espana.JPG

Sevilla Plaza de Espana 2.JPGSevilla Plaza de Espana Kachelbild Malaga.JPG

Sevilla Kachelbild Altstadt.JPGSevilla Altstadt Innenhof.JPG

Sevilla Giralda.JPG

Sevilla Kathedrale 1.JPG

Sevilla Kathedrale Kolumbus.JPG

Sevilla Stadtbummel 1.JPGSevilla Stadtbummel 2.JPG

Sevilla Blick vom Torre del Oro 1.JPG

Sevilla Blick vom Torre del Oro 2.JPG.JPGSevilla Blick vom Torre del Oro 3.JPG.JPG.JPG

Frühmorgens am Strand von Carihuela.JPGBenalmadena Pueblo Blumenstraße.JPG.JPGBenalmadena Pueblo Brunnenskulptur.JPG

Castillo Colomares 1.JPGCastillo Colomares 2.JPG

Castillo Colomares 3.JPGCastillo Colomares 4.JPG


Benalmadena Pueblo Küstenblick.JPG


Benalmadena Pueblo Buddhistischer Tempel.JPGBenalmadena Pueblo Buddha.JPG

Benalmadena Pueblo Schmetterling.JPGBenalmadena Pueblo Schmetterling 2.JPG

Benalmadena Pueblo Schmetterlingshaus.JPG

Benalmadena Pueblo Schmetterling 3.JPG

Sonnenaufgang im Oktober.JPG

Malaga Kathedrale 1.JPGMalaga Kathedrale 2.JPG

Malaga Aufstieg zum Castello de Gibralfaro.JPGMalaga Stierkampfarena.JPG

Malaga Blick vom Gibralfaro 2.JPG.JPGMalaga Blick vom Gibralfaro.JPG

Malaga Alcazaba.JPG

Malaga Hibiskus im Alcazaba.JPG

Marbella Paseo la Alameda.JPGMarbella Plaza de los Naranjos.JPG

Marbella Kachelbild.JPG

Marbella Iglesio de Ntra Sra de la Encarnation.JPGMarbella Iglesio de Ntra Sra de la Encarnation 2.JPG.JPG

Mijas Esel im Ort.JPGMijas Zentrum.JPG

Mijas Küstenblick.JPG

Mijas Jungfrau des Felsens.JPG

Mijas Zentrum 2.JPG

Kapelle Nuestra Senora de los Remedios.JPGMijas Ortsbummel.JPG

Mijas Ortsbummel 2.JPG

Mijas mit Einsiedelei del Calvario über dem Ortszentrum.JPG

Nach dem Urlaub gibtś Bilder - und diesmal die schönsten zuerst. War das eine traumhafte Tour durch die Schluchten des Caminito del Rey!!! Es lohnt sich, auf die Bilder drauf zu klicken und sich die Vergrößerung anzuschauen :-)

Plan Caminito del Rey.JPGCaminito del Rey 1.JPG

Caminito del Rey 2.JPGGänsegeier überm Caminito del Rey.JPG

Gänsegeier im Caminito del Rey.JPGCaminito del Rey 3.JPGCaminito del Rey 4.JPG

Gläserne Plattform Caminito del Rey.JPGHängebrücke Caminito del Rey.JPG

Caminito del Rey 5.JPG

Mein letzter Urlaubstag führte mich also in die Hauptstadt Andalusiens, nach Sevilla. Diesen Ausflug hatte ich bereits von zu Hause aus über GetYourGide gebucht - wie vor 1,5 Jahren bereits meine Touren nach Ronda und Gibraltar. Auch diesmal wurde die Tour durch Julia Travel durchgeführt.

Frühstück mache ich wieder bei Pepe.

Busabholung klappt perfekt - die Anfahrt von der Costa del Sol nach Sevilla ist jedoch relativ lang. Es geht vorbei an unendlich weiten Feldern mit Olivenbäumen. Die Richtung kenne ich doch: klar, wir sehen den Torcal de Antequera aus der Ferne! Da muss ich doch gleich wieder an die fantastische Tour mit den Steinböcken denken. Interessant ist auch der Felsen mit dem Schlafenden Indianer auf der anderen Seite der Autobahn.

Außer an vielen Olivenbäumen kommen wir an Weinanbaugebieten vorbei. Gelegentlich auch mal ein vereinzeltes Dorf - viel mehr ist fürś Auge aber  nicht unbedingt zu sehen.

Nach gut 2,5 Stunden erreichen wir Sevilla, wo uns unser erster Stopp an die Plaza de Espana führt. Hochsommerliche Temperaturen von gefühlt über 30 Grad erwarten uns nach dem Ausstieg aus dem klimatisierten Bus. Ja, Sevilla liegt im Landesinneren und ist heiß :-) Die Fotos vom wunderschönen Platz folgen bald.

Danach gehtś mit Bus noch nah an die Innenstadt. Maria führt unsere Reisegruppe (die nicht die einzige hier ist,  so dass ich gut aufpassen muss, beim Fotos-Knipsen nicht den Anschluß zu verlieren) durch die verwinkelten Gassen der Altstadt bis zur Kathedrale. Die gehört mit zum Besichtigungsprogramm, der Turm leider nicht. Danach laufen wir noch zum Goldenen Turm, der unser Treffpunkt für die Rückfahrt sein wird. Wer mag, kann sich jetzt einer Bootstour auf dem Guadalquivir anschließen. Ich mag lieber in die Innenstadt stromern und habe vorsorglich am Abend zuvor das Sevilla-Buch aus der Bibliothek fleißig studiert. Trotzdem fällt es schwer, sich hier zu orientieren, aber wenigstens verlaufe ich mich nicht. Was sind in Sevilla zwei Stunden? Viiiiiel zu wenig Zeit, das war mir vorher schon klar. Ich bin pünktlich zurück am Goldenen Turm und habe sogar noch genügend Zeitreserve für den Aufstieg und die Besichtigung des kleinen Museums.

Ja, und da ich mir morgens bei Pepe ein Bocadillo mitgenommen, sowie eine große Flasche Wasser dabei hatte, entfiel zwischendurch die Suche nach einer Mittagseinkehr - was für ein perfektes Timing!

Der Tag in der Wärme war trotzdem nicht ohne. Ein klimatisierter Bus auf der Heimfahrt ist da echt genial.

Spät bin ich wieder in Torremolinos, aber eine letzmalige Einkehr zum Fisch-Essen im Levante muss noch sein!

Morgendlicher Strandspaziergang unter Wolken. Selbst der Sonnenaufgang fällt heute aus. Eigentlich wollte ich heute nochmal einen Anlauf zum Wandern nehmen. Ich fahre mit dem Bus hoch Richtung Berge, diesmal bis Benalmadena Pueblo. Zu Hause habe ich mir von dort Wandervorschläge ausgedruckt. Das Dorf liegt herrlich über der Küste. Ich suche die Touristinfo und finde mich in wunderschönen blumengeschmückten andalusischen Gässchen wieder. Das muss ich erst mal auskosten. Ich laufe bis zu kleinen Kirche, unter der sich ein kleiner, versteckter Park befindet. Von dort aus sehe ich unterhalb ein kleines Märchenschloß - verlockend! Also zurück ins Dorf und Touristinfo finden. Dort frage ich erst mal nach Wanderinfos, erhalte aber resolutes Kopfschütteln als Antwort. Ist also wohl keine gute Idee. Ich frage weiter nach Stadtplan und Märchenschloß - da habe ich mehr Glück. Mit Plan und Routenempfehlung mache ich mich auf den Weg. Es geht an der Kirche vorbei und durch den kleinen Park abwärts. Ich muss gar nicht weit laufen, dann habe ich das Castillo de Colomares erreicht. Es ist kein Schloß, sondern eine herrlich kitschige Burg, die an die Entdeckung Amerikas erinnern soll. Am Eingang bekomme ich einen Plan mit Nummern, die mich einmal durch die Burg führen und einiges zu Geschichte erklären. Freut euch schon mal auf die Fotos. Ich bin froh, diese süße Entdeckung gemacht zu haben. Und wohin weiter? Ich halte mich an den Plan und nehme die Serpentinenstrasse aufwärts. Im Aufstieg habe ich nochmal den Blick von oben auf die andalusische Märchenburg. An einer Bank mit Blick auf die Berge mache ich Mittagsrast / Verpflegung hatte ich ja vorsorglich im Rucksack. Dann erreiche ich mein nächstes Highlight, den buddhistischen Tempel. Mein Plan schreibt: es ist der größte in Europa. Unterm Tempel habe ich jetzt mit Sonnenschein eine prima Aussicht auf die unter mir liegende Küste. Aber nun reizt der Blick in den Tempel. Mich erwartet ein goldener Buddha. Die Wände rundum sind bunt bemalt. Am Eingang gibt's eine kurze Erklärung. Ich darf Fotos machen, was ich mir nicht zweimal sagen lasse. Ich schaue mich in Ruhe um und genieße die Stille. Na, das wird doch heute auch ohne Wanderung noch ein interessanter Tag! Gleich am Kreisverkehr steht das nächste Ziel, das Schmetterlingshaus. Beim Eintrittspreis von 10 € zögere ich kurz, aber wenn ich einmal hier bin?! Im Nachgang muss ich sagen, dass das Schmetterlingshaus auf der Erfurter Ega mir besser gefällt. Ein paar Fotos bringe ich noch mit. Am zeitigen Nachmittag geht's per Bus zurück an die sonnige Küste. Da kann ich ja jetzt noch eine Strandrunde mit Eisessen dranhängen. Morgen gibt's wahrscheinlich keinen Blogeintrag, da ich einen langen Tag in Sevilla einlege. Am Donnerstag geht's schon nach Hause.
Mein Körper rebelliert gegen Versuche, den Tagesrhythmus zu verschieben. Ich bin um 8 Uhr putzmunter. Also nutze ich die Zeit bis zum Frühstück und spaziere zum Strand. Es ist fast leer - nur ein paar Hunde werden ausgeführt. Ich sammle Muscheln, die aber kleiner sind als die vom Frühjahr. Außerdem kann ich den Sonnenaufgang erleben, der aufgrund der Wolken auch nicht so groß ausfällt. Nach dem Frühstück nehme ich den Bus nach Malaga. Die Jacke, die ich morgens noch gebraucht habe, bleibt im Hotel. Der Bus bringt mich direkt zum Hafen und so sind es nur wenige Schritte bis zur Kathedrale. Klar schau ich die an. Trotz ihrer gewaltigen Größe erscheint sie durch ihre Bauweise irgendwie leicht. Und zum Glück herrscht noch morgendliche Ruhe, so dass ich mir auf meiner Runde alles gut anschauen kann. Mein Stadtplan, den ich mir gleich an der Info am Busbahnhof geholt habe, lotst mich weiter zur Alcazaba, wo schon der Trubel einsetzt. Also nehme ich den Weg rechts vorbei und steige hinauf zum Castello de Gibralfargo. Im Aufstieg habe ich eine prima Aussicht auf den Hafen und die Stierkampfarena (ja, ich bin in Andalusien!). Oben angekommen löse ich das Kombi-Ticket, damit ich mir später noch die Alcazaba anschauen kann. Jetzt ist erst mal Blick von oben auf Malaga dran. Die Mühe des Aufstiegs hat sich echt gelohnt! Im Abstieg erwischt mich die erste Regenhusche des Tages, aber das Cape habe ich dabei. Nun schau ich mir die Alcazaba an (prima, mit Kombi-Ticket kann ich an der Schlange vorbei). Ich muss ein zweites Mal das Cape raus holen, aber bald kommt die Sonne raus. Viele Fotos knipse ich heute wieder :-) So langsam meldet sich mein Magen. Kurz hinterm Teatro Romano, wo ein Chor gerade probt und dafür Beifall bekommt, finde ich versteckt in einer Seitengasse einen Mini-Laden, wo ich leckeren andalusischen Honig bekomme, und gleich daneben eine kleine Bäckerei, in der ich Empanadas (mit Fisch und vielen Tomaten gefüllt) mitnehmen kann. Hmmm, jetzt gönne ich mir meine Mittagspause! Der Nachmittag gehört dem Schlumpern durch die Innenstadt. Mir gefällt da aber Palma de Mallorca besser. Am späten Nachmittag geht's zurück nach Torremolinos. Und heute will ich es wissen: kann ich im Oktober noch im Meer baden? Ja, ich kann, auch wenn es erst mal Überwindung kostet ins kalte Wasser zu steigen. Kinder scheinen da nicht so empfindsam zu sein. Mir tat diese Erfrischung nach dem Stadttag ausgesprochen gut.
Ich bin am Morgen total unschlüssig was ich am heutigen Sonntag anstelle. Der Wetterbericht hat Regen an der Küste angekündigt. Malaga mag ich morgen mit Einkaufsbummel verbinden. Torremolinos-Runde reizt mich nicht. Ich habe gestern noch einen Bus nach Mijas Costa gefunden, aber Baden??? Die Spanier haben vorsorglich schon die Winterjacke angezogen. Also laufe ich mal zur Bushaltestelle und erwische einen Bus nach Fuengirola. Dort kann ich in einen Bus nach Marbella wechseln. Heute werde ich mutig, aber es klappt bestens. Was ich nicht ahne: es dauert, weil wir die ganze Küste abklappern und selbst an der hiesigen Autobahn Bushaltestellen existieren. Aber im Urlaub hab ich ja Zeit, zumal Vormittags die Sonne durch die Wolken lunzt und ich den Blick zum Meer habe. Die Berge tragen wieder Wolkenkappe. Nach 2 Stunden erreiche ich Marbella, halte Ausschau nach meinem Wandergipfel Juanar, aber auch der ist unter Wolken versteckt. In Marbella war ich bisher nur kurz auf Zwischenstopp - heute habe ich mehr Zeit. Erst mal runter zur Promenade. Während ich so langdümpel, sehe ich einen Hinweis auf die Touristinfo. Da will ich hin und sehen, ob ich zum Sonntag Glück habe. Prima: Ortsplan bekommen und die Info, wann ich mit Schnellbus von wo wieder zurück komme. Jetzt kann ich entspannt den Tag genießen. Der große Yachthafen ist mir zu weit weg, zumal mir eine Fahrradleihe aufgrund des immer dunkler werdenden Himmels zu unsicher ist. Außerdem meldet sich mein Magen. Ich komme am kleinen Hafen Puerto Deportivo Virgen del Carmen vorbei und kehre zum Fischessen ein. Und wie ich dort sitze, kommt der angekündigte Regen runter. Den kann ich nun zum Glück unterm Terrassendach abwarten. Danach geht's trockenen Fußes zur Altstadt. Die kann ich heute mit Plan in der Hand prima erkunden. Es macht Spaß durch die verwinkelten Gassen zu stromern und den kleinen Kirchen und Kapellen einen Besuch abzustatten. Leider setzt später wieder heftiger Regen ein - nun muss ich mich unterstellen und wirklich das Regencape raus holen. Da ich aber gerade die Santo Christo Kapelle erreicht habe, passt das. Und mein Stadtplan verrät mir, wie ich von hier zum Busbahnhof komme. Eigentlich hatte ich erwartet, dass der 15.30 Uhr-Bus schon weg ist. Aber hier ticken die Uhren langsamer. Ich erwisch ihn noch und bin nun schneller zurück. Hier hat es auch geregnet und das Wasser läuft die Straße runter. Aber jetzt ist der Regen vorbei und auch die Sonne lässt sich blicken. Morgen soll's wieder schön werden.
Ich wollte heute mal schauen, ob ich im Hinterland der Sonnenküste wandern kann. Dazu nehme ich den Linienbus und fahre über Benalmadena hinauf. Bereits an der Kabinenbahn sehe ich aber: das wird nix, denn die Kabinen verschwinden in der Dunstglocke, die überm Calamoro hängt. Trotzdem wird das heute ein schöner Tag. Die kurvige Straße hinauf fetzt. Ein Auto, das hier entgegen kommt, hat es schon schwer. Der Blick hinunter zur Küste könnte bei klarer Sicht wunderschön sein. Ich bin froh, den zeitigen Bus genommenen zu haben, denn so komme ich vor dem Touristentrubel oben an. Das hübsche Städtchen ist berühmt für seine Esel-Taxis. Vor der Touristinfo steht eine Eselskulptur, die erst mal zum Probesitzen einlädt. Gleich nebenan warten die richtigen Esel. Die sind nicht mein Ziel. In der Touristinfo finde ich was ich suche: einen prima Stadtplan, der mich mit einem Rundweg auf Entdeckungsreise durch's Städtchen lockt. Wanderinfos gibt's leider nicht. So nach und nach setzt der Touristenrummel ein. Ich bin da bereits oben an der kleinen Kapelle und genieße die Ausblicke Richtung Küste. Die Wolken hängen zum Glück weiter oben fest. Stadtplan in der Hand - ich folge dem großen Rundweg, während die meisten Touris im Zentrum bleiben. Gelegentlich werde ich natürlich von den Esel-Taxis überholt oder sie kommen mir entgegen. Meine Runde tangiert auch erst mal das Zentrum, lässt den Trubel aber bald hinter sich. Vorbei geht's an der Stierkampfarena, einem kleinen Festungstürmchen und durch einen feinen Stadtgarten, wieder mit Küstenblick. Ich folge der großen Runde, die mich in weitem Bogen durch die hübsche, verwinkelte Innenstadt führt. Echt sehenswert! Es lohnt der Blick in die kleinen Kirchen, die andalusischen Gässchen und ich lunze auch in kleine blumengeschmückte Innenhöfe. Meine Knipse hat wieder gut zu tun, alles festzuhalten. Mijas hat sich für mich gelohnt. Der Dunst mag heute nicht weichen und so verzichte ich auf den Aufstieg zur kleinen Kapelle oben am Berg. Von dort soll bei klarer Sicht der Blick nach Afrika möglich sein. Langsam dümpel ich zurück in die Innenstadt. Späte Mittagseinkehr muss sein. Den ein oder anderen Souvenirshop nehme ich natürlich auch noch mit :-) Am Bus treffen sich dann alle wieder. Zurück ist die kurvige Straße noch einmal interessant: zum einen ist der Blick auf die Küste klarer geworden, zum anderen gibt's, trotz Hupen des Busses vor jeder Kurve, kritische Ausweichmanöver mit entgegenkommenden Autos. Gegen 16 Uhr bin ich zurück in meinem kleinen Hotel. Der Kaffee hier ist gut und so ruhe ich meine müden Füße aus, bevor mich mein Weg noch zum Briefkasten führt, damit meine Urlaubsgrüße bald zu Hause ankommen.
Was für ein fantastischer Tag! So ein genialer Weg durch tiefe Schluchten in einer wundervollen Landschaft! Allein dafür hat sich meine Reise nach Andalusien gelohnt. Aber der Reihe nach: Morgenkaffee bei Pepe verschafft mir einen guten Tagesstart. Abholung durch Jürgen wie gewohnt super pünktlich. Die Fahrt wird zum Schwatzen und Austausch von Erlebnissen seit unserem letzten Treffen vor 1,5 Jahren genutzt. So verfliegt die Zeit bis wir am bekannten Mirador oberhalb vom Stausee Guadalhorce ankommen. Den Zustieg zur Schlucht kenne ich ja bereits - damals konnte ich allerdings nur durch den Zaun lunzen. Heute also hinein! Zuvor bekomme ich aber einen Helm, der mich vor herunterfallenden Steinen schützt. Dann geht's endlich los. Staunend passiere ich auf dem gut zu begehenden Steig hoch oben am Fels entlang die tiefe erste Schlucht. Mein Fotoapparat hat gut zu tun, die überwältigenden Eindrücke festzuhalten. Auf die Bilder dürft ihr euch freuen - sie sind bestimmt prima, aber sicher nicht mit dem eigenen Erleben vergleichbar. Immer wieder geht der Blick auch nach oben: wo bleiben die gewaltigen Gänsegeier? Sie lassen nicht lange auf sich warten. Bald sehe ich sie über den Felsen auftauchen. Es sind viele, bei 20 höre ich auf zu zählen. Als ich die Schlucht hinter mir lasse, sehe ich, wie einige Geier in der mächtigen Felswand landen. Mit Zoom entdecke ich sie. Jetzt bin ich gespannt, ob die Fotos gelungen sind. Das Tal weitet sich, ist üppig grün und wird von einer Bahnstrecke durchquert. Und ich habe Glück: ein Zug taucht auf und verschwindet wieder im Tunnel. Klar hab ich ihn mit der Knipse erwischt! Der Steg folgt einem alten Wasserweg, teilweise geht es am Wasser entlang durch Tunnel. Dieses weite Hochtal reizt mich immer wieder, den Blick wandern zu lassen. Ich bin nicht die Einzige, die auf den Auslöser der Kamera drückt. Aber unterwegs verläuft sich der Besucherstrom und ich kann ruhige Momente genießen. Der Weg durchquert das Tal und stößt auf eine zweite Schlucht. Auch die ist spektakulär. Die Felsen sind so hoch, dass ich sie nicht auf's Bild bekomme. Der Steig windet sich an der Felswand entlang und nimmt mehrere Einbuchtungen mit. Dabei sieht man, wie abenteuerlich der alte Weg war. Da ist es ja heute fast ein Spaziergang. Am Ende der Schlucht gibt's eine gläserne Plattform. Mehr als 4 Leute sollten darauf aber nicht stehen. Und dann kommt zur Krönung noch die Hängebrücke hoch über dem Ausgang. Hier steht vorsorglich ein Posten, der aufpasst, dass wirklich nicht mehr als 10 Leute drauf sind. Ein letztes Stück noch am Felsen entlang, mit Blick auf den Guadalhorce-Fluß tief unter uns. Dann liegt dieser Caminito del Rey nach knapp 3 Stunden hinter mir. Wer jemals die Möglichkeit hat, diesen Weg zu gehen: unbedingt machen!!! Wir kehren anschließend nochmal am Mirador hoch überm türkisblauen Wasser des Guadalhorce-Stausees auf einen Kaffee ein. Die Eindrücke dieses Tages müssen verdaut werden. Dann geht's zurück an die Küste. Sonne satt - mich hält es nicht lange im Hotel. Ich laufe am Ufersaum barfuß entlang und lasse mir die Wellen um die Füße spülen. Ehe ich mich versehe, bin ich bis Benalmadena gedümpelt. Kurze Schlumperrunde durch die Marina, dann geht's an der Strandpromenade entlang zurück. Okay, beim Tagesbericht schreiben die Füße ausruhen, tut gut. So langsam wird es dämmrig draußen. Jetzt wird es langsam Zeit für's Abendbrot.
Juhu, ich kann mich von hier melden: mein kleines Hotel hat jetzt WLAN! Allerdings muss ich mich in die Lobby setzen, weil das Signal im Zimmer zu schwach ist. Aber bei 24 Grad ist es selbst so spät am Abend noch herrlich gemütlich. Hier pulsiert das Leben - an Schlaf ist eh nicht zu denken. Der Bus hatte heute gut zu tun, alle vom Flughafen in ihre Hotels zu bringen. Also habe ich einfach alles erst mal im Hotel fallen gelassen und bin zum Restaurant El Levante gestiefelt, wo ich mir einen prima gegrillten Rotbarsch zum späten Abendbrot gegönnt habe. Danach bin ich noch ein wenig schlumpern gewesen. Nun bin ich müde vom langen Tag. Das Hotel ärgert mich morgen früh etwas: es soll erst um 9 Uhr Frühstück geben. Das kollidiert mit meinem Wandertreff, zu dem ich für 9 Uhr verabredet bin. Da werde ich wohl zu Pepe ausweichen und dort meinen Morgenkaffee trinken. Die folgenden Tage kann ich schauen, ob sich mein Körper an einen verschobenen Tagesrhythmus anpassen lässt. Jetzt lasse ich mich nur noch ins Bett fallen.

Ja, ich will noch einmal nach Andalusien - das war mir bereits nach meinem Wanderurlaub 2015 klar. Und morgen geht es wieder dorthin.

Ich habe mich mit Jürgen verabredet, denn es lockt der Caminito del Rey. Aber auch ein Tagesausflug nach Sevilla ist bereits gebucht.

Jetzt hoffe ich auf Sonnenschein und prima Wanderwetter. Ich werde mich bestimmt von unterwegs melden. Also bleibt schön neugierig!

Was für ein fantastisches Herbstwetter zum Wochenende. Mein Enkelkind ist zu Besuch - uns zieht es hinaus.


Am Samstag geht es Richtung Norden: Wir erkunden von Seega aus den Aufstieg zur Ruine Arensburg, die sich oberhalb des Wipperdurchbruchs befindet. Die Sonne verwöhnt uns, aber die Wipper versteckt sich noch unterm Morgendunst.

Wegweiser zur Arensburg.JPGRuine Arensburg über Seega.JPG

Nachmittags besuchen wir die Affen: wir fahren zum Affenpark Straußberg. Ein kleiner Wald, mit sehr zutraulichen Äffchen. Kaum sitze ich auf der Bank, setzt sich ein Vari zu mir, untersucht meinen Rucksack, verschafft mir eine Affenwäsche und lässt sich dann das herrlich flauschige Fell streicheln. Die Kattas sind dann eher die flinken Kobolde, die übermütig auf die Schulter springen.

Berberaffen in Straußberg.JPGVari-Affenwäsche.JPG

Katta in Straußberg.JPGAm Sonntag geht es südlich in Richtung Thüringer Wald: wir fahren nach Zella-Mehlis. Dort gibt es das Meeresaquarium mit Haien, Krokodilen und vielen bunten Fischen.

Hai.JPGBunter Fisch.JPG

Nachmittags wandern wir noch auf den nahen Ruppberg und hier könnt ihr euch die prima Aussicht über den Thüringer Wald anschauen: 360-Grad-Rundblick

 

Montag, 3.Oktober 2016

Weschnitz im Odenwald.JPGIm Odenwald war ich ja noch gar nicht, umso neugieriger bin ich auf diesen Wanderausflug. Das Auto bringt uns in ca. 1 Stunde von Mainz nach Weschnitz, wo wir unsere Tour starten. Während ich mich nach den Brombeeren strecke, hören wir es über uns leise klingen: wir sind unterwegs auf den Hammelbacher Klangwanderweg  getroffen, dem wir weiter bis zur Weschnitz-Quelle folgen.

Und an der Grillhütte dort findet sich dieses lustige SchildAn der Weschnitzquelle.JPG

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Von Hammelbach aus geht es weiter bis zu einer herrlich gemütlichen Waldgaststätte: im Kuchenparadies gibt es aber auch was herzhaftes zu unserer Mittagseinkehr.

Wir wollten eigentlich auf dem Heimweg die Walburgiskapelle besuchen, ließen uns aber von einem Abzweig zu früh ins Tal locken. Dafür hatten wir unterwegs noch eine lustige Begegnung: ein Pfarrer hatte wohl zu sehr auf Gottes Hilfe vertraut und sein stecken gebliebenes Auto musste per Traktor aus dem Wald gezogen werden. 

Die kleine Kapelle ist übrigens gut von Weschnitz aus hoch oben im Wald zu sehen :-)

Sonntag, 2. Oktober 2016

Was für ein fantastischer Ausflugstag! Von dieser Tour habe ich so viele Bilder geknipst, dass hier der Platz gar nicht ausreicht. Aber schaut selbst.

Bingen am Rhein.JPGWir fahren mit dem Auto nach Bingen. Dort starten wir unsere Rhein-Rundtour mit dem Schiff in Richtung Assmannshausen.

Wir durchqueren den hübschen Ort und nehmen den Sessellift, der uns hoch hinauf über die Weinberge des Rheintales bringt.

Sessellift Assmannshausen.JPG

Dann folgen wir dem gut markierten Weg durch den Osteinschen Park im Niederwald. Die Zauberhöhle durchqueren wir mit Taschenlampe, bevor es weiter geht. Vom gemauerten Ausguck Klippe haben wir diesen genialen Blick auf den Rhein >

Rheinblick von der Klippe.JPG

Aber auch der Blick von der Ruine Rossel auf Bingen mit Mäuseturm, Burg Ehrenfels und  Nahe-Mündung ist nicht weniger schön

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Rheinblick vom Rossel.JPG

Niederwalddenkmal.JPGDann ist es nicht mehr weit bis zum gewaltigen Niederwalddenkmal mit der Germania hoch über dem Rhein.

Lokal unterm Niederwalddenkmal.JPGBevor wir mit der Kabinenbahn zurück ins Tal nach Rüdesheim schweben, kehren wir unterhalb des Denkmals in einem gemütlichen Lokal ein und haben diesen prima  Blick von der Terrasse.

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Nach dem Bummel durch Rüdesheim bringt uns das Schiff zurück nach Bingen.

War das ein herrlicher Ausflug!!!

Markt in Mainz.JPGEs ist immer wieder schön, liebe Freunde zu besuchen und mit Ihnen gemeinsam auf Erlebnistour zu gehen. Ich genieße mein verlängertes Wochenende in Mainz, auch wenn sich das Herbstwetter nicht immer von seiner besten Seite zeigt.

 

Samstag, 1. Oktober 2016

Der erste Tag führt uns am Rhein entlang ins Stadtzentrum von Mainz. Auf dem Markt zeigt sich die Kürbis-Saison. In Erinnerung bleiben auch das Orgelkonzert im Mainzer Dom, die hübsche Kirche St. Peter und der Besuch des Gutenbergmuseums mit Vorführung der alten Buchpresse, sowie der abendliche Besuch im "Paradies" (Kabarett).

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Diese Seite enthält alle Einträge von Hannelore Walluhn von neu nach alt.

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