Für den kommenden Donnerstag haben wir Online-Tickets für die Punkva-Höhle. Da uns die Startzeit vorgegeben ist, checken wir heute, wie wir hin kommen und verbinden den Ausflug mit einer Wanderrunde.
Mit Auto rollen wir in wenigen Minuten bis zum Parkplatz Skalni mlyn. An der Info kaufen wir uns das Kombi-Ticket zur Fahrt mit dem Öko-Bähnle bis zur Punkva-Höhle, sowie die Seilbahn hoch Richtung Macocha. Den Rückweg wollen wir zu Fuß antreten.
Während wir aufs Bähnle warten, entdecken wir ums Eck das Naturkundehaus. Den Besuch heben wir uns für den Heimweg auf.
Per Bähnle geht's rein ins Tal, immer am Fluß entlang. Links und rechts zeigen sich hohe Felsen, gelegentlich sind kleine Höhlen auszumachen.
An der Punkva-Höhle erwartet uns eine gewaltige Felswand. Darunter ist der aus der Höhle hervortretende Fluß zu sehen, auf dem die Boote schwimmen (ja, in dieser Höhle dürfen wir uns auf eine unterirdische Bootsfahrt freuen). Nun wird mir allerdings auch klar, warum wir keinen Weg von Lazanky hier her finden konnten: nach einem Aufstieg durch den Wald würden wir oben an der Felsenkante ankommen, ohne Möglichkeit, von dort runter zu kommen :-(
Wir stöbern in der Eingangshalle herum und entdecken einen Hinweis auf eine Höhlen-App, die wir uns herunterladen können, was wir fix erledigen. Genau anschauen werden wir die uns später im Quartier.
Viele Höhlenbilder kann man anschauen. Erste Urlaubssouvenirs sind gekauft. Wir laufen weiter zur Seilbahn.
Wow, geht das hoch auf die Felswand! In wenigen Minuten sind wir oben, lassen die Gaststätte links liegen und wagen den Blick in die Tiefe. Macocha ist eine gewaltige Schlucht. Fotos vermögen diesen Tiefblick kaum wiederzugeben. Na, das hat sich echt gelohnt!
Und weil wir jetzt auf dem Zick-Zack-Weg bergab steigen, erwartet uns im Abstieg ein weiterer Aussichtsbalkon. Unter uns sind aus der Höhle heraustretende, winzige Menschen zu sehen und es ist Musik zu hören. Auf den Höhlenbesuch freuen wir uns schon.
Noch wartet der weitere Abstieg auf uns. Den Weg entlang sichern Geländer, dass auch ja keiner auf die Idee kommt, woanders absteigen zu wollen. Wir müssen zudem gut hinschauen, damit unsere Füße nicht auf den Steinen ins rutschen oder stolpern kommen.
Unten erreichen wir die befestigte Straße, der wir Richtung Punkva-Höhle folgen, wobei wir ein hohes Felsentor durchqueren. Bald ist die Talstation der Seilbahn erreicht und auch die Höhle kurze Zeit später.
Für die Mittagseinkehr ist es wie gestern zu früh. Wir beobachten ein voll besetzt Boot, das aus der Höhle kommend am Ausstieg fest macht (und sich dabei ganz schön auf die Seite neigt). Na, da wissen wir doch gleich, worauf wir bei unserer Tour achten müssen.
Wir wandern nun durch das Tal, immer an der Punkva entlang zurück. Schautafeln informieren unterwegs, allerdings nur auf tschechisch. Höhleneingänge locken zu Abstechern; die Eingänge sind verschlossen.
Klar biegen wir nun zum Naturparkhaus ab und schauen uns die informative Ausstellung an. Dann haben wir wirklich Mittaghunger. Da wir spät dran sind, finden wir auf der Terrasse prima Plätze.
Wir dümpeln im Anschluß noch einmal durch die Souvenirläden von Skalny mlyn. Ein Schild an der Info meldet: alle Höhlentickets für heute ausverkauft.
Gleich heim fahren wir nicht, denn wir müssen kurz in Blansko unsere Vorräte ergänzen.
Im Quartier stöbern wir durch die geniale Höhlen-App und holen uns ganz viele Anregungen für nächste Ausflüge.