Wanderung entlang der Akerselva

Nur gut, dass die Wettervorhersage manchmal NICHT stimmt. Ich stelle mich auf einen unbeständigen Tag ein, habe vorsorglich Schirm und Regencape dabei, aber nur gleich am Anfang der Wanderung brauche ich kurz den Schirm. Ich will entlang des Flusses Akerselva in Richtung Norden bis hoch nach Kjelsas zum See Maridalen. Es geht gemütlich los im Stadtteil Grønland. Der Weg ist gut markiert, aber auch so leicht zu finden. Einen ersten Stopp mache ich an der Ankerbrücke. Meine Wegbeschreibung empfiehlt, hoch zu gehen auf die Brücke und sich die Bronzefiguren mit Motiven aus norwegischen Volksmärchen anzuschauen, was ich natürlich mache. Danach geht's weiter am Fluss entlang, der sich zwischen den Häusern durchschlängelt, vorbei an bunt bemalten Wänden, die auf eine alternative Szene hindeuten. An einem ehemaligen Silo (heute Studentenwohnungen) komme ich zum Nedre Foss, den unteren Wasserfall. An der Cuba-Brücke wechsele ich die Flussseite (Cuba wegen eines ehemaligen Gaswerkes mit Heizkessel in kubischer Form). Ich switche kurz vom Fluss weg, vorbei an einer bunt bemalten Wand mit Motiven aus "Alice im Wunderland", um zu schauen, ob sich die Vulkan-Hallen lohnen, was sich nicht bestätigt. Also weiter an der Akerselva entlang. Nächster Stopp: die schöne Amot-Hängebrücke. Danach geht's gut bergauf zum Ovre Foss und dem hübschen Honse-Lovisas Hus. Schade, ich bin zu früh dran und das Café ist noch geschlossen. Kommt aber auf die Merkliste, denn hier soll es die besten Waffeln von Oslo geben. Also muss ich nochmal her kommen. Der Wasserfall ist mächtig gewaltig. Ich laufe weiter bergan und erreiche den modernen Stadtteil Nydalen, wo das Flussbett eher einem Kanal ähnelt. Weiter oben muss ich ein Stück weg vom Fluss, da hier Werkhallen am Ufer stehen. Aber schnell habe ich den Weg zurück an die Akerselva gefunden. Oberhalb von Nydalen erreiche ich einen kleinen Badeteich (heute ist aber kein Badewetter, sonst hätte ich bestimmt die Badesachen dabei). So langsam spüre ich, dass diese Tour kein Spaziergang ist. Ich habe fast Kjelsas erreicht, aber vom Maridalen ist noch nichts zu sehen. Über Wiesenhänge geht es weiter bergauf. Hier fließt die Akerselva ruhig dahin. Noch ein Stück bergauf, dann sehe ich den See. Allerdings ist die Enttäuschung groß: vor dem See versperrt eine riesige Baustelle den Weg. Schade, schade - ich hatte auf eine Einkehr am Seeufer gehofft. Also wende ich mich zurück Richtung Stadt, nehme aber das andere Ufer. Und hier führt mich der Weg direkt zum Technik-Museum. Das will ich nicht besuchen, aber das hat eine Besuchergaststätte. Nach dieser doch üppigen Tour habe ich mir eine Stärkung verdient. Hmmm, lecker: laksfilet met kokos! Interessante Kombination, die ausgezeichnet schmeckt. Und wenn ich einmal hier bin, stöbere ich gleich noch durch den Museumsladen :-) Eigentlich wollte ich nicht nochmal Bus fahren, aber ein Passant, den ich frage, erklärt mir, dass die Straßenbahn wohl auch der Bautätigkeit zum Opfer gefallen ist. Also bringt mich die Buslinie 54 bequem zurück in die Innenstadt. Im Quartier habe ich mich ausgeruht, werde jetzt noch eine Kleinigkeit essen und dann zum Abendspaziergang in den Ekebergparken aufbrechen.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 12.08.19 16:48.

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