Fonte sa Cala > Wachturm Canyamel

Was für ein herrliches Wanderwetter: Sonne und blauer Himmel. So habe ich es mir gewünscht. Heute also meine erste Wandertour. Abholung durch Folke wie immer perfekt. Nach seiner Ankündigung der Tour hatte ich eine Küstentour wie damals zum Torre d'Albarca erwartet. Aber Folke kennt mich schon zu gut und weiß, dass ich es durchaus auch anspruchsvoller mag. Wir sind zu Dritt unterwegs, denn Kurt schließt sich uns an. Es geht gut hinauf in die Berge hoch über der Küste. Erst hole ich die Jacke nochmal aus dem Rucksack, später verschwindet sie wieder dort und ich brauche Sonnenbrille und Kopftuch. Im Aufstieg sehen wir ganz viel goldgelb blühenden Stechginster. Der ist dieses Jahr aber früh dran. Die Route führt gut hinauf, wird dann zur prima Kraxelstrecke. Der angekündigte Felsdurchstieg fällt aber wirklich easy aus. Schmale Pfade, über uns eine Felsenhöhle - so gefällt mir Wandern auf Mallorca! Nach gutem Aufstieg kommen wir oben am Wachturm Fonte sa Cala an. Und die Kraxelei hat sich gelohnt, denn nun haben wir fantastische Ausblicke in alle Richtungen: unter uns Capdepera, im Hintergrund von der Sonne ausgeleuchtet Arta mit San Salvador, rechts dann der Tiefblick auf unsere Aufstiegsroute und dahinter die Küstenlinie von Cala Rajada. Jetzt machen wir an einem windgeschützten Platz Mittagsrast. Nach Capdepera wieder gut bergab, dann folgen wir einer bequemen Promenade. Da kann der Blick nochmal hinauf auf die golgelben Berghänge wandern. Und die Knipse hat auch wieder gut zu tun. So bequem geht's dann aber doch nicht weiter, denn wir steigen nochmal hinauf. Wir folgen nun dem Erdbeerbaum-Weg, denn hier gibt's ganz viele Erdbeerbäume. Ein paar Früchte vom vergangenen Jahr hängen noch dran, aber die sind inzwischen hart und ungenießbar. Später sehen wir ein paar wilde Bergziegen. Einmal übern Bergpass, dann duempeln wir gemächlich bergab. Wir kommen zurück an unsere Aufstiegsroute - nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Startpunkt. Hier verabschieden wir Kurt, bevor wir in Cala Rajada noch unsere Kaffee-Einkehr zum Ende des Wandertages machen. Es ist noch früher Nachmittag und ehe ich mich versehe, bin ich wieder unterwegs. Mein Ziel ist der Leuchtturm, der von unten schon gut zu sehen ist. Folke gab mir den Tipp, der Küstenlinie zu folgen und erst spät links hoch zu steigen. Ist das schön hier: ein breiter Weg führt oberhalb einer Bucht mit türkisblauem Wasser entlang. Fotos, Fotos!!! Der Weg wird schmaler, ich steige linkerhand empor, treffe auf eine Straße. Die nimmt weite Bögen den Berg hinauf, aber gut sichtbare Trampelpfade kürzen ab. Ich brauche gar nicht lange bis zum Leuchtturm. Und auch hier, sowie im folgenden Abstieg über einen ins Meer ragenden Felsenrücken hat die Kipse gut zu tun. Es ist ein schmaler Pfad markiert, der mich hinab an die Küste bringt. Okay, oberhalb der Wasserlinie darf ich nochmal gut entlang klettern, bevor ich auf den breiteren Rückweg nach Cala Rajada treffe. Zurück im Hotel ist Erholungsdusche angesagt. Jetzt spüre ich schon den Tag in den Beinen. Es ist Abendbrotzeit und ich finde ein Restaurant, wo ich mich mit leckerem gegrillten See-Barsch stärke. Und jetzt falle ich nur noch todmüde ins Bett!!!

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 20.02.19 20:24.

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