HopOn HopOff in und um Krakau

War das gestern noch ein fantastischer Abend! Klar habe ich mein leckeres Zapiekanka vertilgt. Danach bin ich gemütlich zur Breiten Straße, die eigentlich ein Platz ist, gepilgert. Ich hatte vormittags gesehen, dass dort eine Bühne aufgebaut wurde. Abends war der Platz dicht mit Menschen gefüllt und auf der Bühne spielte eine geniale Band mitreißende Klezmer-Musik. Da bin ich hängen geblieben und war begeistert. Die Stimmung war einfach fantastisch, meine Füße wollten nur noch mittanzen. Also wurde der Abend etwas länger. Trotzdem bin ich heute morgen gut aus den Federn gekommen. Meinen Füßen wollte ich vorsorglich einen ruhigeren Tag gönnen. Ich hatte ja vor dem Kurzurlaub schon recherchiert, dass es hier einen HopOn-HopOff-Bus gibt. Der startet am Wawel, also nicht weit vom Hostel entfernt. Okay, eigentlich gibt's zwei Anbieter. Da beide die gleiche Runde zu fast identischen Konditionen fahren, bekam der erste abfahrende Bus meine Mitfahrt. Das jüdische Viertel habe ich vorbeiziehen lassen. An Oskar Schindlers Emaillefabrik im Stadtteil Podgorze bin ich ausgestiegen und habe mir die gut aufbereitete Ausstellung über Krakau in der Zeit von 1939-1945 angeschaut. Geschichtsstunde pur mit vielen historischen Bildern, Dokumenten und Darstellungen jüdischen Lebens in dieser Zeit. Eine Ausstellung, die wirklich sehenswert ist. Der Bus brachte mich anschließend weiter zum Platz der Ghetto-Helden mit der Adler-Apotheke. Leider hat mich hier der Regen erwischt und es wirkte sich sehr nachteilig aus, dass die Busse nur im Abstand von 45 Minuten fahren. Aber nach langer Wartezeit war, als der Bus endlich kam, auch der Regen vorbei. Schade, die Altstadt hat der Bus (trotz eingezeichneter Schleife in meinem Faltblatt) nicht angefahren. Es gab einen Stopp am Wawel und dann gingś raus aus dem Zentrum hinauf auf den Kosciuszko-Hügel. Der Regen hatte zwar aufgehört und ich konnte von oben den Blick auf die Stadt unter mir genießen. Bei Sonnenschein und Fernsicht muss der Ausblick gewaltig sein. Ich habe heute die Gipfel der Hohen Tatra nur erahnen können. Dieser Abstecher war trotzdem schön. Zurück am Wawel kam doch tatsächlich die Sonne raus. Wie für mich gemacht, denn ich wollte ja noch eine Bootstour auf der Weichsel unternehmen. Beim Einstieg hat das kleine Holzboot mächtig geschaukelt. Als es dann losgedüst ist, lag es stabil im Wasser. Der Blick vom Boot auf den sonnenbeschienenen Wawel ist unvergleichlich. Bilder folgen, versprochen! Viel zu schnell war diese herrliche Wasserrunde vorbei. Der Rückweg führte mich nochmal zum feuerspuckenden Drachen, bevor ich zurück ins Hostel bin. Na, das war doch wieder ein wunderschöner Tag in Krakau. Meine Füße haben sich dabei prima erholt :-)

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 2.07.17 18:13.

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