Wandern zu den Geiern überm Königsweg

Ja, mein Internet-Chip hat mich wieder mal vorzeitig verlassen. Also gab's von gestern keinen Eintrag. Jetzt sitze ich im Internet-Cafe und versuche mich mal in einer verkürzten Fassung. Mal schauen, ob ich die kommenden Tage irgendwo ein WLAN finde.

Der gestrige Tag weckte mich mit einer dicken Nebenwand - schade, es gibt also nicht jeden Tag einen tollen Sonnenaufgang.

Zum Glück ließen wir den Nebel hinter uns, kaum dass wir aus Torremolinos raus fuhren. Wieder ging's Richtung Norden, diesmal aber durch ein grünes Tag mit ganz vielen Citrus- und Orangenbäumen.

Unser Ziel waren die Stauseen. Am Ufer des Guadalhorce-Stausees bewunderten wir neben dem herrlich blauen Wasser ein wunderschönes Häuschen, dass sich der gleichnamige Graf dort hat hinbauen lassen.

Dann ging's durch einen Tunnel durch und über ´nen wunderschönen Panoramaweg hinauf in die Berge. Nach und nach kamen die anderen Stauseen in Sicht, während uns der Weg gemächlich hinauf führte. Als der Blick zurück auf eine hohe Felsenwand ging, kamen dahinter die gewaltigen Gänsegeier angeschwebt, erst einer, dann immer mehr. Sie wollten wohl kontrollieren, wer da den Fuß in ihr Tal setzt. Fantastisch, wie sie so majestätisch über uns dahin flogen! Leider entschwanden sie aber dann in die Berge.

Wow, was für ein gewaltiges Erlebnis!

andalusicher Steinbock.JPG
Wir gingen weiter den Weg entlang, der sich in weiten Bögen den Berg hinauf schlängelte. Dann hielt Jürgen mich an und wies auf den Hang vor uns. Und was sehe ich da: Steinböcke! Es ist eine ganze Gruppe mit etlichen Jungtieren, die unseren Weg überquert. Die Tiere laufen eins nach dem anderen ganz gemächlich weiter und lassen sich von uns gar nicht stören. Gelegentlich knabbern sie an den Sträuchern und entschwinden dann nacheinander über den Hang hinweg unseren Blicken. Weiter oben können wir sie nochmal auf den kahlen Berghängen ausmachen.

So macht mir dieser Wanderausflug wirklich riesiges Vergnügen!


Wir kraxeln weiter hinauf und erreichen eine Aussichtskanzel gegenüber einer gewaltigen Felsenwand (Mirador de las Buitreras). Der Blick geht weit hinunter ins Tal. Wir können den Caminito del Rey mit der Brücke im Taleingang ausmachen. Jetzt sehen wir auch die mächtigen Geier wieder, die in der Felswand offensichtlich ihre Nester haben. Dieser Platz passt auch uns, um mit diesem Panoramablick unseren Imbiss einzunehmen.

Der kühle Wind bringt uns nach einer ausgiebigen Pause dann aber doch dazu, uns von hier loszueisen und wieder hinab ins Tal zu laufen. Das geht jetzt ganz leicht und ich merke dabei, dass wir doch ganz schön weit oben waren.

Der Weg führt uns nach einer Abzweigung auf eine andere Rückroute. Nach einem weiteren Tunnel erreichen wir den Ausgang des Königsweges, der jetzt wegen Rekonstruktion noch gesperrt ist. Aber einen Blick durch's Gitter können wir wagen. Sieht so aus, als sollte ich nochmal wiederkommen -  echt verlockend!

Am Stausee geht der Weg dann zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir nehmen das Auto und fahren zum Mirador, wo wir auf der Terrasse mit Blick auf den türkisblau-schimmernden, sonnenüberfluteten Stausee eine gemütliche Einkehr genießen, bevor wir an die Küste fahren.

Dort angekommen hängt immer noch der Nebel fest und es ist merklich kühler. Meine abendliche Einkehr ins El Levante zum leckeren Fisch-Essen darf natürlich nicht fehlen.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 5.03.15 18:55.

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