Radeln und Schwimmen

Das war doch wirklich ein Klasse-Vorschlag von Folke, den ich heute in die Tat umgesetzt habe. 

Am Morgen halte ich Ausschau nach einem Fahrradverleih und habe auch fix einen gefunden. Dort hole ich mir ein einfaches "Möhrchen" ohne Schnickschnack und mache mich auf den Weg immer an der Küste entlang.  Der Radweg ist perfekt ausgebaut und der Fahrtwind bläst mir angenehm ins Gesicht. 
Zuerst folge ich dem langen Sandstrand von Cala Millor. Die Strecke bis zur Punta de n'Amer kenne ich ja schon. Die lasse ich heute aber links liegen, so dass ich bald den Platja de sa Coma erreiche. Hier führt mich der Radweg den Strand entlang und ich komme unbemerkt im nächsten Küstenort S'Illot an. Bewusst wird mir das erst, als ich das Flussbett des Torrent de Can Amer überquere.
Hey, diese Radtour macht echt Spaß!!!
Es geht am kleinen Hafen hinauf auf die Felsenküste, immer weiter am Meer entlang. Ich erreiche die Bucht Cala Morlanda; die merke ich mir für einen Badestopp auf der Rückfahrt, denn sie sieht mit ihrem blauen Wasser und den sie umgebenden Felsen zu einladend aus.
Ich will weiter bis Porto Christo und weiß jetzt noch nicht, wie lange ich bis dahin brauche. Schade, nun verlässt mich der schöne Küstenradweg. Es geht an der Straße entlang weiter, die ich aber erst mal wieder verlassen kann, weil links an den Landgütern eine Piste entlang geht. Später kommt wieder ein Radweg links der stark befahrenen Hauptstraße nach Porto Christo.
Die Strecke fährt sich zwar easy, ist aber irgendwie langweilig. Ich grübele schon, ob ich umkehre, aber da sehe ich schon die ersten Häuser von Porto Christo. Der Wanderführer empfahl mir, mich gleich links zu halten, was ich natürlich mache. Jetzt gilt es ein Plätzchen für's Radel zu finden, um es zu parken. An der Bibliothek gleich hinter der Kirche passt es.
Nun nehme ich mir Zeit, das kleine Küstenstädtchen mit den vielbeworbenen Höhlen (die sind nicht mein Ziel) zu erkunden. Es ist Markttag. Ich schlumper also über den Markt und schaue mir anschließend den Hafen mit den vielen Booten an. Ein Schattenplatz lädt zur wohlverdienten Mittagsrast ein. Dann bummel ich noch gemütlich durch die vielen kleinen Läden. 
Es ist warm - zu warm, um sich wieder auf's Rad zu schwingen Also gibt es die erste ausgiebige Badepause des Tages am Strand von Porto Christo. Tut das gut!!!
Erst gegen 14 Uhr trete ich den Rückweg an. Der Fahrtwind bläst mir wieder angenehm um die Nase. Mein Radl ist leichtgängig und läuft wie geschmiert.
Den Weg kenne ich jetzt schon und ich freue mich auf die Badebucht am Rückweg.  Das wird ja eine richtige Genießertour. Rein in die Badesachen und ab ins kristallklare Wasser! Herrrrrlich!!!
Danach duempel ich bis oberhalb von S'Illot, wo mich das Restaurant "Es Mollet" zu Kaffee und Kuchen mit Meerblick einlädt. 
Dann kommt wieder meine geliebte Küstenpassage zurück bis Cala Millor.
Das Rad muss ich erst 17 Uhr wieder zurück geben. Da bleibt noch genug Zeit, die Küste nordwärts bis zur Cala Bona zu erkunden. Immer schön auf dem prima Radweg entlang. Habe nicht geahnt, dass es noch ein ganzes Stück weiter geht.
Dann kehre ich um und mache am kleinen Hafen nochmal eine schattige Rast. Ich kann beobachten, wie ein kleines Boot aus dem Wasser geholt wird und das voll beladene Glasbodenboot anlegt. Jetzt wird es wirklich Zeit,  das Radl zurück zu bringen.
Na, das war doch heute ein fantastischer Tag. Diese Variante war eindeutig besser als mein ursprünglich angedachter Ausflug nach Palma.
Allerdings bin ich nun ziemlich k.O.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 19.10.14 17:46.

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