Kranjska Gora und mächtiger Mangart

Ja, es sieht so aus, als ob auch dieser wunderschoene Urlaub seinem Ende entgegen geht.

Ich war wieder gut unterwegs, auch wenn die Temperaturen ueber 30 Grad nicht zu verachten waren. Am Dienstag bin ich ueber den Predil-Pass und Italien nach Kranjska Gora gefahren. Ein huebsches Staedtchen, dass mit vielen Laedchen zum Duempeln einlaedt. Zuerst bin ich aber zum Jasna-See hinauf gelaufen, immer am kleinen Fluesschen entlang mit dem breiten Kiesbett. Im Schatten war das gut zu gehen. Der Jasna-See liegt auch gleich um die Ecke - die morgendliche Ruhe war herrlich - die Berge spiegelten sich im See und die Enten plaetscherten uebers Wasser. Auf dem Rueckweg habe ich die Kinder am breiten Kiesbett beobachtet, die Burgen und Daemme bauten und musste dabei ein mein Enkelchen denken, der das bestimmt auch toll gefunden haette. Mittags wurde es schon fast unertraeglich heiss und so bin ich nach dem Essen auf dem Rueckweg zum Lago di Predil abgebogen. War das herrrrrrrrrrrlich - Schwimmen im kuehlen, aber nicht zu kalten See mit Blick auf die hohen Berge rundum! Da lies es sich doch den Nachmittag angenehm verbringen. Leider zogen spaeter dann viele Wolken auf, so dass ich mich lieber auf den Rueckweg machte. In Bovec/Čezsoča blieb es jedoch heiss und trocken.

Gestern frueh stand ich auf und hatte wohl den beruehmten siebenten Sinn. Bei tollem Wetter zog es mich zum Mangart, klar auch wieder die kurvige Bergstrasse hinauf. Diesmal hatte ich fantastische Sicht sowohl auf die Bergwelt ringsum, als auch ins Tal nach Italien mit den beiden Fusine-Seen. Das Wanderbuch lockte mich, den "leichteren" italienischen Aufstieg auf den Mangart zu versuchen, der gewaltig vor mir aufragte. Zunaechst ging es auch gut bergan, eine leichtere Kletterstelle konnte ich passieren, nachdem ich gesehen hatte, wie zwei Maedels die Stelle gemeistert haben. Dann ging es auf der italienischen Route steiler bergauf - eine Seilsicherung half beim queren eines Hanges - nichts fuer Leute, die nicht schwindelfrei sind :-) Aber dann kam eine Stelle, wo es etliche Meter an einer Seilsicherung ganz steil hinauf ging. Da habe ich entschieden, dass dieser Berg wohl nichts fuer mich ist. Gemuetlich und schoen langsam Schritt fuer Schritt bin ich wieder runter. Am Sattel habe ich mich auf die Wiese gelegt und mir das Ganze von unten angeschaut. Das war eine Siesta ganz nach meinem Geschmack - ich haette liegen bleiben und das Bergpanorama stundenlang geniessen koennen. Allerdings brannte die Sonne trotz eines leichten Lueftchen in der Hoehe ganz schoen. Aber ich hatte ja die Badesachen wieder im Auto. Also Bergstrasse hinab - bei der Abfahrt ganz viele Bilder einfach aus dem Auto heraus geknipst. Lasst euch ueberraschen! Der Predil-Pass war schnell erreicht und schwupdiwupp war ich wieder am Lago di Predil, wo ich den Nachmittag genuesslich verbrachte.

Die Nacht brachte ein maechtiges Gewitter. Mein siebenter Sinn hat also genau den richtigen Tag fuer den Mangart gebracht. Heute frueh war alles grau in grau. Jetzt kommen allerdings schon blaue Wolkenluecken auf. Da werde ich den letzten Tag nutzen und zu den Laghi di Fusine fahren, die ich ja gestern schon vom Mangart aus gesehen habe. Ob ich von dort allerdings einen schoenen Mangart-Blick bekomme, bleibt abzuwarten.

Das waren also die letzten Meldungen von hier. Ich melde mich, wenn ich wieder zu Hause bin. Dann gibt es sicherlich auch ganz viele tolle Bilder!

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 23.08.12 9:07.

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