Neues in der Kategorie Sammelsurium
Bevor ich zur Nachtwanderung hinüber nach Rothesütte fahre, drehe ich eine kleine Runde durch Sophienhof.
Von der Fledermausnachtwanderung gibt es keine Bilder. Aber vom Riesen-Hexenbesen Rothesütte, der abends beleuchtet ist.
Bei der Ankunft im Hotel hatte ich diesen Hinweis gelesen. Beim Gute-Nacht-Bier auf der Hotel-Terrasse stellt sich Familie Fuchs ein - alles klar!
Gut, dass ich nach dem gestrigen Badeausflug guten Hunger mitgebracht habe. Das abendliche Buffet im Braugasthof war genial und ich habe noch eine ganze Weile gemütlich auf der Terrasse gesessen. Allerdings war ich dann auch müde - auf die Füchse habe ich nicht mehr gewartet.
Über Nacht sollte es eigentlich etwas abkühlen. Mein Frühstück habe ich aber auf der Terrasse genießen können.
Und auf dem Weg zum Stierberg(s)teich (ja, es gibt unterschiedliche Schreibweisen) kam schon wieder die Sonne raus. Und weil der Weg gut über die baumlose Hochebene führt, wird mir rasch warm. Überm Wald ist der Carlshausturm zu sehen - den Stempel dort habe ich gemeinsam mit Enkelkind schon eingesammelt, als wir in Hasselfelde die Herbstferein verbracht haben. Ich nasche jetzt letzte Brombeeren; viele sind aufgrund der langen Trockenheit nicht zu finden.
Bevor ich den Stierbergsteich erreiche, lockt mich ein kleiner Abstecher zum versteckten Försterstein. Am überdachten Rastplatz oberhalb vom Teich sammle ich dann meinen HWN-Stempel ein, bevor ich auf einer Bank direkt am Teich gemütlich Pause mache. Mit einer Senioren-Wandergruppe halte ich kurzen Schwatz - sie wollen weiter nach Rothesütte mit Mittagseinkehr in der Kaminstube (na, die kenne ich doch).
Ich hatte vor dem Wochenende eine größere Rundtour angeschaut, die mich zu zwei weiteren Stempelstellen (Oberharzblick am Buchberg + Walzenhütte) bringen würde. Die hebe ich mir für später auf.
Meine Wanderkarte zeigt mir einen alternativen Rückweg nach Sophienhof: entlang des Söddeltalbaches unter der Eisenbahnbrücke der Harzer Schmalspurbahn hindurch und unterhalb des Bahnstreckenverlaufes zum Haltepunkt Sophienhof. Von dort nur kurzer Aufstieg auf dem Südharzer Dampflok-Steig hinauf zum Ort. Das gefällt mir, zumal jetzt ein angenehmer Wind weht und ein Verlaufen auf dem breiten Weg unmöglich ist. Ich mag es, mir Rundwege zu basteln!
Im Hintergrund habe ich bei der Rast am Teich schon das Pfeifen der Dampflok gehört. Schade, an der Eisenbahnbrücke ist keine zu sehen. Erst kurze Zeit später kommt ein Zug; fix die Knipse raus/ob ich ihn erwischt habe?
Kurz vorm Haltepunkt Sophienhof blockiert eine Kuhherde den Abzweig. Ich laufe flink vorbei, während zwei junge Frauen noch zögern. Bis der nächste Zug kommt, müsste ich zu lange warten. Also nehme ich jetzt den Weg bergauf.
Gegen Mittag bin ich zurück in Sophienhof. Bevor ich mit dem Auto die Heimreise antrete, leere ich auf einer Bank mit Weitblick über die Hochfläche meine Brotbüchse. Na, das war doch eine prima Morgen-Wanderung!
Jetzt bin ich schon daheim. Bilder vom Wochenende gibt es nächste Woche.
Ein weiterer heißer Tag steht bevor.
Die Tour zum nahen Stierbergsteich cancel ich gleich, denn der liegt oben auf der Höhe, wo keine Bäume mehr stehen. Dieser HWN-Stempel muss warten.
Ich fahre mit dem Auto zum kleinen Wanderparkplatz an der Straße von Rothesütte zum Netzkater, den ich problemlos finde. Von dort komme ich nach einem guten Aufstieg, dann immer schön bergab ins Steinmühlental. Klar habe ich auch sonnige Passagen, aber wie gewünscht auch längere Strecken durch den schattigen Wald.
Das letzte Stück herrlich kühl an einem fast ausgetrockneten Bach entlang, umgeben von hoch aufragenden Felsen beidseitig vom Weg. Kein Gold im Goldbrunnen. Prima Wanderrast mit HWN-Stempelstelle an der ehemaligen Steinmühle. So habe ich mir das vorgestellt.
Ein einsamer Radfahrer unterwegs; jetzt ein Paar mit Hund am Rastplatz. Pausenschwätzchen.
Ich könnte nun den gleichen Weg zurück wandern. Meine Karte lotst mich zu einer Alternative: erst durchs Eulental, vorbei an der Räthel-Eiche und dann bergab zum Auto. Klingt gut, wird aber zu einem Aufstieg über die baumlose Hochfläche. Und das bei über 30 Grad! Da bin ich froh, unterwegs schattige Rastplätze am Weg zu finden. Erst das letzte Stück geht wieder durch den kühlen Wald.
Jetzt bin ich k.O. Also ab zur Erholung ins Bad nach Ilfeld, wo ich den Nachmittag verbringe.
Heute Abend werde ich das Buffet im Hotel genießen!
Zum Glück sinken die Temperaturen am Abend und so steht einer erlebnisreichen Fledermaustour nichts im Wege. Gemeinsam mit vielen Neugierigen lausche ich den einführenden Erläuterungen von Anja. Damit wir nachher die verschiedenen Arten erkennen, werden Hörbeispiele von Detektor-Geräuschen vorgespielt. Fraglich, ob ich die mir alle merken kann.
Als es dämmrig wird, werden wir mit Fledermaus-Detektoren ausgestattet und los geht's.
Quer über die Alm nähern wir uns dem Waldrand. Noch ist nichts zu hören und zu sehen. Aber dann meldet sich mein Detektor: da ist was!
Im Aufstieg entdecken die Kinder erste Flattertiere - ich habe zunächst nur die Knackgeräusche, die mir sagen, sie sind unterwegs. Und tatsächlich kann auch ich erste Fledermäuse ausmachen, die flink durch die Baumwipfel huschen.
Auf der Höhe gibts zu Anjas Erklärungen einen herrlichen Blick zum abendlich beleuchteten Riesen-Hexenbesen über Rothesütte.
Sobald es dunkel ist, nimmt der Flugverkehr zu. Mein Detektor knattert wie wild. Überwiegend sind Zwergfledermäuse unterwegs, aber vereinzelt melden sich Abendsegler, erkennbar an verschiedenen Tonfolgen, aber auch anhand unterschiedlicher, vom Detektor angezeigter Frequenzen. Ist das interessant!
Jetzt ist es wirklich dunkel. Also Taschenlampe raus.
Durch den Wald geht es bergab, begleitet vom Knack-Konzert der Fledermäuse. Glühwürmchen fliegen über uns hinweg. Als wir einen kleinen Teich erreichen, bittet uns Anja, die Lichter aus zu machen. Fantastisch, wie wir die Flattertiere auf ihrer nächtlichen Jagd übers Wasser beobachten können. Ich könnte ewig hier stehen bleiben und zuschauen.
Okay, so langsam wird es Zeit, den Rückweg anzutreten. Spät sind wir nach diesem herrlichen Ausflug zurück am Wanderparkplatz. Diese Tour kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Danke Anja!
Zurück in Sophienhof kehre ich kurz noch auf ein Gute-Nacht-Bier ein. Sitzt da ein Fuchs unterm Nachbartisch? Tatsächlich, nicht nur einer macht hier trotz regem Betrieb auf der Terrasse abendliche Stippvisite. 4 Tiere schauen, ob es was zu holen gibt. Und ich erfahre, dass die nächste Generation bald folgen wird.
Jetzt verstehe ich den Hinweis, Hoteltüren geschlossen zu halten :-)
Steht auf meiner Ausflugsliste, seitdem ich gemeinsam mit einer befreundeten Natur- und Landschaftsführerin in der Hohen Schrecke wandern war.
Jetzt habe ich mir in Sophienhof ein Zimmer übers Wochenende gebucht, was nur mit Mühe gelang. Warum, das merke ich bei meiner Ankunft: der Erlebnis-Braugasthof "Brauner Hirsch" macht am Wochenende Einkehr mit Schlemmer-Buffet. Und das scheint sehr gefragt zu sein.
Heute Abend bin ich zur Fledermaus-Wanderung in Rothesütte verabredet; vielleicht gönne ich mir diese Einkehr morgen?
Nach meiner Ankunft habe ich mir einen Eisbecher schmecken lassen. Das war das Passende bei Temperaturen über 30 Grad. Danach folgte eine kleine Schlumperrunde hinüber zur Ziegenalm. Den dortigen HWN-Stempel habe ich schon. Ob ich bei den angekündigten hochsommerlichen Temperaturen Lust habe, auf weitere Stempeljagd im Harz zu gehen, ist fraglich. Wahrscheinlich düse ich eher nach Ilfeld ins Bad.
Jetzt drücke ich erst mal fest die Daumen, dass es zum Abend etwas kühler wird. Ihr hört morgen, ob Fledermäuse zu entdecken waren.
In Sömmerda strahlt heute früh die Sonne von einem blauen Himmel - in Leinefelde lässt sie sich den ganzen Tag nicht blicken. Trotzdem bringe ich ein paar schöne Bilder mit.
Die erste gläserne Arche habe ich vor ganz vielen Jahren in meinem Šumava-Urlaub in Bayerisch Eisenstein gesehen. Das ist so lange her, dass es diesen Blog noch nicht gab.
Bevor der Zeitraum meiner Probebahncard abläuft, nutze ich die Gelegenheit und fahre mit dem Zug nach Leipzig. Endlich gelingt es mir so, auch mal die "neue" ICE-Strecke auszutesten. In Null-Komma-Nix bin ich von Erfurt nach Leipzig gedüst.
Das Antarktis-Panorama von Asisi im Panometer steht schon lange auf meiner To-Do-Liste. Und dieser Besuch lohnt sich wirklich!
Danach habe ich noch Zeit, in die Innenstadt von Leipzig zu schauen. Erstes Ziel: Panorama Tower und den Blick von oben genießen. Ja, hohe Aussichtsplattformen reizen mich, egal wo ich bin :-)
Anschließend dümple ich durch die Einkaufspassagen, schaue in die Nikolaikirche, bummle zum Alten Rathaus und zur Thomaskirche.
Der Tag könnte so schön ausklingen, wenn mich die Deutsche Bahn mit ihren Verspätungen nicht wieder ärgern würde.
Das war eine wunderschöne Feier am Wochenende: Hochzeit meines Sohnes nah bei Halle. Die Trauung findet in der Wassermühle Krosigk statt, die von einem hübschen kleinen Park umgeben ist.
Dann fahren wir zum Stielerhof in Drobitz, wo wir gemeinsam mit vielen Gästen ein erlebnisreiches Fest verbringen.
Ich nutze den stillen Samstagvormittag und ziehe die Wanderschuhe an. Vorbei an blühendem Holunder und üppig behangenen Kirschbäumen laufe ich entlang weiter Felder zum Steinbruch Ostrau. Da habe ich den Fuchs bei seinem Morgenmahl erschreckt - flink ist er verschwunden; die Mäuse, die nun auf dem Weg liegen, holt er sich bestimmt später noch. Am Steinbruch umfängt mich eine himmliche Ruhe. Seerosen verzaubern den Wasserspiegel. Auf dem Rückweg reicht der Blick bis zum Petersberg.
