Bereits zu Hause hatte ich gecheckt, ob wir Tickets für Schloss Neuschwanstein ergattern können. Die einzigen online-verfügbaren Tickets gab es für heute Nachmittag, also habe ich fix zugeschlagen. Damit war klar, was wir heute machen.
Allerdings mussten wir zittern, denn die ganze Nacht hat es gewittert und heute früh wollte der Regen noch nicht aufhören. Spät starten wir also in den Tag, kommen aber mit letzten Regentropfen am Walderlebniszentrum in Füssen an. Den dortigen Baumkronenpfad begehen wir nicht, denn der könnte rutschig sein. Dafür besuchen wir die interessante Ausstellung "Mein Wald" und folgen anschließend dem Auwaldpfad zum Lech. Dieser Pfad ist prima präpariert für Familien mit Kindern und auch wir schauen, was den Wassertropfen so alles passiert.
Den Lechfall habe ich vor vielen Jahren schon einmal besucht. Da führte der Fluß wesentlich mehr Wasser und rauschte zwischen den Felsen hindurch. Ganz anders heute. Als wir ankommen, quert das Wasser noch die Stufen. Wenige Minuten später ist Ebbe und die Stufen sind trocken. Träge fließt das Wasser an den Felsen vorbei.
Dass dieser Fluß auch anders kann, haben wir kurz zuvor im Auwald an den Hochwassermarkierungen gesehen.
Wir drehen weiter unsere Runde auf dem Auwaldpfad und kommen vorbei an verschiedenen Erlebnisstationen zurück zum Ausgangspunkt. Dieses Walderlebniszentrum gefällt!
Bevor wir weiterfahren, legen wir am Waldimbiss Mittagspause ein.
Am Nachmittag folgt der Besuch vom Schloss Neuschwanstein. Dass uns dort ein Trubel erwartet, war schon klar. Erst auf dem zweiten Parkplatz finden wir eine Ritze fürs Auto.
Dann laufen wir bei herrlichstem Sonnenschein durch den schattigen Wald hinauf zum Schloss. Die angekündigten 45 Minuten für den Aufstieg sind für uns großzügig bemessen. So haben wir Zeit, durch die Souvenirläden zu bummeln. Trotzdem sind wir zu zeitig oben. Also suchen wir uns im Schlosshof einen Schattenplatz und warten dort den Aufruf unserer Tour ab.
Alles läuft wie am Schnürchen: Einlass mit Ticketkontrolle, Ausgabe der Audioguides und schon sind wir drin. Und dieses Schloss ist wirklich sehenswert. Wir lassen uns durch die herrlich ausgestatteten Räume führen und bewundern die prächtigen Säle des Märchenkönigs. Dass dieser bei der thüringer Wartburg gekupfert hat, war uns nicht bewusst.
Wir schauen uns noch die perfekt aufbereitete Multimedia-Dokumentation an, dann werfen wir vom Balkon einen Blick zur Marienbrücke tief unter uns. Aua, jetzt ist der Regen wieder da.
Wie gut, dass wir im Andenkenladen des Schlosses ein paar Regenponchos kaufen können: Erinnerung mitgenommen und Rückweg gesichert :-)
Der Regen hat etwas nachgelassen, als wir den Weg zur Marienbrücke einschlagen. Ja, auch am späten Nachmittag ist die noch gut besucht.
Im Abstieg flüchten wir vor dem nun wieder starken Regen. Okay, bei Kaffee und Kuchen warten wir, bis der Regen nachlässt.
Auf dem Weg zum Alpsee werden wir dann doch nochmal nass. Na gut - zurück zum Auto und Heimfahrt angetreten.
Jetzt drückt uns bitte ganz, ganz fest die Daumen, dass sich der Regen fix aus dem Tannheimer Tal verzieht.
