Fantastische Bergwelt überm Füssener Jöchle

Unsere Wetter-Apps melden übereinstimmend Regen nach 17 Uhr. Also entscheiden wir heute: hinauf mit Kabinenbahn zum Füssener Jöchle und Start unserer ersten Bergtour.

Aber der Wettergott hatte andere Pläne. Kaum lenken wir unsere Schritte von der Sonnenalm hinauf Richtung Gamskopf, da wird es dunkel, uns treffen erste Tropfen und im Hintergrund ist Gewittergrummeln zu hören. Also machen wir erst mal kehrt.

Die Entscheidung war richtig, denn kaum haben wir die Berggaststätte erreicht, ist das Gewitter voll da. Es schüttet aus Kannen. Also Einkehr zu Milchkaffee. So richtig wollen wir nicht glauben, dass es nach 12 Uhr Wanderwetter geben soll. Auch die Bergbahn stellt ihren Betrieb ein.

Jetzt heißt es erst mal abwarten. Etliche Wanderer kommen pitschnass an. Wir haben nochmal die Kurve gekriegt. Keine Berge sind zu sehen.

Als es langsam wieder aufklart, entscheiden wir uns heute für ein zeitiges Mittagessen.

Mit letzten Regentropfen erreichen wir danach den großen Wanderhut und dahinter den Gamskopf (1890 m), müssen aber fix nochmal Schutz unterm Dach des Sessellifts suchen, der außer Betrieb ist. Vom ursprünglichen Wanderplan haben wir uns längst verabschiedet.

Ohne Regen laufen wir noch ein Stück Richtung Bad Kissinger Hütte, aber am Sattel ist der Boden zu aufgeweicht und rutschig. So bleibt nur der Blick auf unser ursprüngliches Wanderziel. Dabei entdecken wir mehrere Gämsen auf den weiten Wiesenhängen.

Vorsichtig gehts zurück, jetzt schon mit Sonnenschein. Hinter der Sonnenalm ragen die hohen Gipfel auf. Wir denken uns, den Bergsattel links der Läuferspitze sollten wir schaffen und vielleicht einen Blick ins dahinter liegende Tal erwischen. Also wandern wir auf schmalem Pfad bergauf.

Was für eine herrliche Bergwelt! Zwar ist der Blick vom Sattel ins Tal versperrt, aber es gibt einen schmalen Pfad, der hinter der Läuferspitze panoramamäßig entlang des Hochkars in Richtung Schartschrofen zieht. Und was machen wir? Klar, wir steigen weiter hoch. Das wird eine fantastische Bergtour. Mehrfach überlegen wir zu wenden, laufen dann aber doch weiter. Noch ein Stück und noch ein Stück, bis wir am Sattel zwischen Läuferspitze und Schartschrofen ankommen. Die Läuferspitze ist nichts für uns / von oben kommen Kletterer abgestiegen. Der Schartschrofen ragt vor uns auf; ein Wegweiser meldet den Aufstieg mit 20 Minuten. Für uns soll es heute genug sein.

Wir machen Rast und genießen die Aussicht. Dabei entdecken wir unter uns zwei Gämsen, nein drei. Am Ende zählen wir 5 Tiere.

Der Rückweg liegt noch vor uns. Langsam steigen wir hinab. Die Sonne verwöhnt uns. Was für eine herrliche Bergtour!

Auf dem letzten Stück nehmen wir uns Zeit und knipsen Bilder von Alpenrosen und Eisenhut. Es zeigt sich eine wunderbare Vielfalt von Hochgebirgspflanzen.

An der Bergstation bläst ein kräftiger Wind. Mit der Kabinenbahn schweben wir erst schaukelnd, dann ganz sanft hinab ins Tal.

Unten im Tal wärmt schon wieder die Sonne.

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 14.07.26 18:11.

Vilsalpsee und Bärgaicht-Wasserfall ist der vorherige Eintrag in diesem Blog.

Aktuelle Einträge finden Sie auf der Startseite, alle Einträge im Archiv.

Monatsarchiv Archiv

Seiten

Powered by Movable Type 5.2.13