Botanischer Garten und Bootstour Canal Saint-Martin

Was ich so alles entdeckt habe bei der Vorbereitung meiner Paris-Reise! Erst hatte ich ja eine Bootsfahrt auf der Seine im Visier. Dann bin ich über die Canal-Bootsfahrt gestolpert. Das klang noch interessanter, also gleich gebucht. Start ist im Norden von Paris um 14.30 Uhr. Da kann ich mir noch ein Vormittagsprogramm basteln.

Der Botanische Garten liegt am Weg. Als ich die Metro verlasse, komme ich auf einem schnuckligen Wochenmarkt an. Na, da drehe ich doch eine Runde drüber.

Wo es zum Botanischen Garten geht, muss ich erfragen. Ausgeschildert ist der Weg zu einer großen Moschee; da muss ich vorbei.

Es ist Ende April. Da hatte ich, wie in anderen Botanischen Gärten, die ich schon besucht habe, eine Blütenvielfalt erwartet. Schade, damit kann dieser Garten leider nicht aufwarten. 

Also schwinge ich mich wieder in die Metro und fahre weiter nach Villette. Und das überrascht mich unerwartet positiv. Gut, dass ich hier Zeit zum Rumbummeln habe.

Ich komme am Kanal an und finde mit dem Parc de la Villette ein riesiges Freizeitgelände mit Konzert- und Ausstellungsflächen, Sportangeboten, Kinderspielplätzen und vielem mehr. Erst mal den Parkplan anschauen und dann auf Spazierrunde begeben. Es macht Spaß, am Kanal entlang zu laufen und auf Entdeckungstour zu gehen. Sportler und Radfahrer sind unterwegs, Tanzgruppen üben im Park, kleine Boote schippern über den Kanal, Familien und junge Leute verteilen sich auf den weiten Wiesenflächen. Ja, es ist Sonntag und offensichtlich lieben die Pariser dieses weitläufige Gelände.

Ich nutze jetzt erst mal meine Zeit für eine späte Mittagseinkehr. Bis mein Boot ablegt, kann ich noch einen guten Spaziergang machen. Ich bringe Bilder mit.

Pünktlich bin ich an der Bootsanlegestelle und bekomme sogar einen freien Platz in der ersten Reihe auf dem Vorderdeck. Da kann ich unterwegs prima Fotos machen.

Diese Fahrt ist definitiv spannender als die Fahrt auf der Seine. Wir passieren 4 Doppelschleusen, in denen unser Schiff hinab in Richtung Innenstadt geleitet wird. Das Schleusen ist nicht nur für die Passagiere ein Erlebnis. Auch viele Schaulustige begleiten uns. Gelegentlich müssen Brücken seitlich weggedreht werden.

Aber auch an den geraden Passagen ist viel los. Die Ufer werden von den Parisern bevölkert. Ja, es ist Sonntag. Ich habe das Gefühl, ganz Paris ist heute auf den Beinen.

Unterwegs gibt es Erläuterungen in französisch und englisch, wobei ich ganz große Mühe habe, das französische Englisch zu verstehen. Ich genieße einfach diese herrliche Bootstour.

Die Krönung kommt zum Schluß: wir passieren einen ca. 2 km langen Tunnel. An der Seite sehe ich ein Schild, das dazu auffordert, diesen Tunnel zügig in maximal 18 Minuten zu durchfahren. Ein uns entgegen kommendes Boot wartet, bis wir vorbei sind.

Nun haben wir nur noch eine Schleuse, bis wir die Seine erreicht haben.

Auf dem großen Fluß ist ganz schön viel Betrieb. Vorbei an der Kathedrale Notre-Dame und dem Rathaus (das hatte ich bisher noch nicht) und unter den vielen Brücken hindurch nähern wir uns unserem Ziel, dem Anleger vor dem Musee d'Orsay.

Mit dieser besonderen Bootstour habe ich definitiv alles richtig gemacht.

Ich laufe nun gemütlich über die Brücke zu den Tuilerien. Von dort ist es nur ein Katzensprung zum Louvre, wo ich meine Metro nach Hause finde.

Und wieder habe ich einen erlebnisreichen Tag in Paris verbracht.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Hanne vom 26.04.26 19:39.

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