Hmm, war das gestern ein leckeres Abendbrot. Die Forelle ist bestimmt am Morgen noch in der Punkva geschwommen.
Fischkopf und -schwanz blieben übrig für die 3 Hauskatzen. Lenka sagt: "Katzen-Party!"
Da heute unser letzter Tag im Mährischen Karst ist, schaue ich nach einer leichten Tour und werde im Tal des Krtinsky Potok fündig. Nahe von Byci Skala, wo wir schon mal mit Auto gestoppt haben, soll es zwei Höhlen geben. Ob wir die finden?
Statt blauer gibt's grüne Markierung, aber die Richtung stimmt. Es ist tatsächlich nicht weit bis zur Kostelik-Höhle, eine hohe Durchgangshöhle. Klar sind wir fleißig am Fotos knipsen, was bei der Höhe der Höhle nicht einfach ist.
Wir folgen dem Wanderweg bis wir wieder zur Straße kommen. Dann geht's auf gleichem Weg retour. Prima - noch einmal durch die Höhle durch.
An Byci Skala gönnen wir uns vorm kühlen Höhlenausgang eine Pause und beobachten einen Kletterer, der an einer schwierigen Stelle im Felsenaufstieg kämpft.
Dann nehmen wir die andere Richtung, jetzt wirklich mit blauer Markierung. Über eine Brücke queren wir den Bach. Nanu, wo kommt der denn jetzt her? Vorhin war das Bachbett doch total trocken.
Der Hangweg leitet uns zur nächsten Höhle. An der Jachymka kommt uns eine Wandergruppe entgegen, die noch fleißig am Erinnerungsfotos knipsen ist. Das können wir verstehen, denn zum einen zeigt sich links oben im Fels ein riesiges Loch (Eingang zu einer Höhle?), zum anderen führt der Weg auch hier weiter durch eine mächtige Durchgangshöhle.
Also warten wir, bis alle Bilder im Kasten sind und die Gruppe weiter gelaufen ist. Jetzt sind wir am Fotos knipsen, was in Anbetracht der senkrechten Ausdehnung der Höhle nicht leicht ist, zumal der Hang hinter uns steil ins Tal abfällt.
Dann durchstöbern wir die Durchgangshöhle und entdecken mehrere Höhleneingänge. Klar haben wir die Stirnlampen dabei und gehen/steigen/kriechen soweit wie möglich hinein.
In unserer Wanderkarte sind weitere Höhlen eingezeichnet, aber die sind alle zugemauert und mit Stahltüren verschlossen.
Wir wandern weiter Richtung Franzenshütte. Von dort war eine Einkehrmöglichkeit angezeigt. Bis dahin laufen wir noch.
Ein Schild verweist auf die Lesni-Bar / 24 Stunden geöffnet (?). Weitere Wegweiser folgen und leiten uns hinter Gebäuden (privat) über Stufen zum Bach hinunter.
Wie geil ist das denn: im Bach ein Kasten kühler Getränke, dorthin geht's auf Holzstufen, am Zaun rechts eine "Pokladna" (Kasse des Vertrauens). Am Zaum hängt der Flaschenöffner, davor stehen Kisten. Jetzt sind wir neugierig: in der einen Kiste sind Süßigkeiten und Knabbereien, in der anderen diverse Getränke. Rundum mehrere Sitzgelegenheiten.
Dieser Einladung können wir nicht widerstehen. Wir angeln uns ein Pivo aus dem Bach-Kasten und füllen den selbstverständlich für die nachfolgenden Wanderer wieder auf. Geld kommt in die "Kasse" und wir genießen unsere Rast. Klar bringen wir von dieser Lesni-Bar auch Fotos mit.
Dann laufen wir, nochmal durch die Höhle, zurück zum Auto. Was für eine kleine, feine Wanderung!
Über Olomucany, wo wir Mittagseinkehr machen, geht's nach Blansko. Heute soll ab 14 Uhr die Holzkirche geöffnet sein. Die haben wir bisher noch nicht geschafft. Die Wartezeit überbrücken wir im schattigen Park hinterm Schloß und lassen uns Lenkas Pfirsiche schmecken.
Pünktlich sind wir an der Kirche. Allerdings heißt geöffnet hier, dass wir nur einen Blick durch eine Gittertür hinein werfen können. Schade, schade.
Wir ergänzen noch fix unsere Vorräte, betanken das Auto für die morgige Heimfahrt und genießen einen letzten faulen Nachmittag auf unserer Terrasse.