Davon habt ihr bereits gehört, denn vergangene Woche wurde schon mal danach gelunzt. Heute wollen wir dem kompletten Steig folgen.
Mit dem Wannenjoch-Sessellift schweben wir sanft hinauf. Wir können kaum glauben, dass uns vorige Woche der komplette Aufstieg aus dem Tal gelungen ist. Beim Blick vom Sessellift auf unsere Aufstiegsroute sind wir richtig stolz auf uns!
Der Blick von der Stube 15.60 ist heute allerdings nicht so klar. Da hatten wir vorige Woche bessere Sicht. Heute ist es wolkig und es weht ein leichtes Lüftchen, was uns dafür nicht so ins Schwitzen bringt.
Den Einstieg des Schmugglersteigs kennen wir ja schon. Herrlich, wie sich der schmale Pfad auf der Höhe an der Bergflanke entlang zieht. Neben den Erlebnisstationen liefert dieser Weg auf der gesamten Strecke wunderbare Ausblicke sowohl übers Tannheimer Tal, als auch später Richtung Oberjoch.
Zuerst suchen unsere Augen die gestrige Tour. Tief unter uns ist der Moorweiher zu entdecken, wo ich gestern beinahe Floß gefahren wäre. Dahinter verfolgen unsere Augen dem weiteren Weg zur Kalbelehof Alpe. Sieht ja ganz easy aus.
An einem "Grenzhäuschen mit Schranke" geht es über die Grenze nach Deutschland. Ich halte wieder Ausschau nach Alpenblumen und Orchideen. Kuhglocken läuten.
Wir haben wohl die richtige Wahl mit unserem Einstieg an der Bergstation der Wannenjochbahn getroffen, denn über viele Stufen und vorbei an vielen Steinmännchen steigen wir gut bergab, danach wieder leicht bergan. Leute, die die entgegengesetzte Richtung nehmen, haben den mühsamen Aufstieg vor sich.
Ganz verschont werden aber auch wir nicht: der letzte Aufstieg zur Vorderen Wiedhag-Alpe fordert uns nochmal gut. Nach ca. 2,5 Stunden ist die Mittagseinkehr in der Alpe wohl verdient, nachdem wir die letzte Station des Erlebnisweges, das Labyrinth, absolviert haben.
Der glasklare Speichersee lädt zum Baden ein. Nicht mit uns! Mutige hängen tapfer ihre Füße ins eisige Wasser.
Wir könnten nun mit dem Wiedhag-Sessellift ins Tal schweben, entscheiden uns aber für den Abstieg über die asphaltierte Bergstraße. Das sah leicht aus, forderte aber stramme Waden, denn es geht üppig bergab.
Unten angekommen sehen wir den Tälerbus fahren. Der ist nicht mehr zu schaffen. Also gönnen wir uns den nochmaligen Besuch im Moorbad; heute werden die Füße ins Wasser gebaumelt. Tut das gut!
Auf der Heimfahrt steigen wir in Tannheim aus und biegen zum Eisschlecken ab. Den Kaffee gibt es dann auf Balkonien in Grän.

Aktuelle Kommentare