Noch ist kein Bergwetter, aber es soll trocken bleiben. Wolken hängen über den Bergketten fest.
Wir hatten uns in Bad Hindelang mit Wanderflyern eingedeckt. Bis Oberjoch kommen wir mit dem Tannheimer Tälerbus. Mit Zwischenstopp in Tannheim, wo wir uns unsere goldene Wandernadel abholen, fahren wir also einmal durchs Tal bis kurz hinter die Grenze nach Deutschland.
In Oberjoch lockt eine Moor-Runde. Die startet am kleinen Moorbad. Zum Baden ist es heute jedoch zu kalt.
Danach folgen wir dem Rundweg, kommen aber kaum voran. Erst munden uns viele Blaubeeren, dann Himbeeren und Walderdbeeren. Na, das wird eine Naschrunde!
Kurze Bohlenwege leiten ins Moor, Schautafeln bieten Lesefutter. Sonnentau ist nicht zu entdecken. Dafür wunderschöne Exemplare der Stendelwurz (Orchidee).
Der Rundweg bringt uns zurück in den Ort. Den Zustieg zum nächsten Rundweg müssen wir etwas suchen. Unser Flyer verspricht eine sanfte Bergrunde mit tollen Ausblicken. Dafür steigen wir gut hinauf zur Gundhütte. So sanft ist das nicht! Aber der Blick hoch zu den Felswänden des Iseler gefällt. Und unsere Mittagseinkehr genießen wir mit herrlichem Blick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berghänge. Hier mag man sitzen bleiben.
Weiter hoch soll es heute nicht gehen. Unser Weg bleibt ungefähr auf dieser Höhe, quert mehrere Ski-Hänge und wird zum genialen Panoramaweg, der in weiten Kehren allmählich bergab leitet. Dabei reicht der Ausblick jetzt in Richtung Bad Hindelang/Sonthofen, zur kurvenreichen Bergstraße an der Kanzel und den Kletterfelsen dahinter. Bänke laden zur Rast und so können wir dieses schöne Panorama genießen.
Allmählich nähern wir uns der Unteren Ochsenalpe. Auf den Wiesenhängen leuchten Silberdisteln in der Sonne; noch gibt es viele knospige Exemplare, die mit ihren Spitzen aus der Wiese lunzen. Das wird heute eine leichte, aber wunderschöne Aussichtsrunde, auch wenn wir das letzte Stück Richtung Oberjoch wieder bergan steigen.
Wir bummeln durch den Ort, lunzen dort nochmal in die Touristinfo und schlumpern zum Busbahnhof. Der Bus lässt nicht lange auf sich warten. Zur Kaffeezeit sind wir zurück in Grän und lassen den Nachmittag in der Sonne auf Balkonien ausklingen.

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