Warum schmieden wir am Vorabend Pläne? Es war für heute Mistwetter angekündigt. Und was passiert? Wir starten mit traumhaften Bergwetter und dürfen neu planen. Aber das machen wir gern.
Zwei Aufstiegshilfen haben wir bereits genutzt. Fehlt noch der Sessellift zum Wannenjoch. Mit Tälerbus fahren wir nach Schattwald.
Als wir am Sessellift ankommen, steht der still. Da hat das gestrige Gewitter für einen Schaden gesorgt, der noch repariert werden muss.
Und nun? Wir können zu Fuß bergauf zur Stuiben(senn)alpe. Das sollte zu schaffen sein.
Ja, nun heißt es stetig durch den Wald gut hinauf. Neben unserem Weg fließt das Wasser von oben über viele Stufen. Bin ich schon wieder am Walderdbeeren naschen? Dabei nicht den Aufstieg vergessen! Nach ca. 1 Stunde haben wir die Baumgrenze erreicht und es öffnet sich der Blick auf die fantastische Bergwelt.
Oben ist unsere Alpe schon zu sehen. Dahinter der mächtige Bschießer (welch lustiger Name; unsere Balkonnachbarn berichteten von einer anstrengenden Besteigung).
Wir nehmen nochmal eine weit ausholende Schleife mit und steigen stetig zur Alpe hinauf. Die Sonne meint es gut mit uns. Auf der Stuibenalpe zischt das Bier. Einen weiteren Stempel dürfen wir in unseren Wanderpass drücken. Jetzt fehlt nur noch einer bis zur goldenen Wandernadel.
Im Aufstieg hatten wir hoch oben gesehen, dass der Sessellift wieder in Betrieb ist. Nun ergeben sich zwei Varianten: absteigen ins Tal oder hochsteigen zur Bergstation. Und was machen wir? Wir sind so verrückt, dass wir uns für den Aufstieg entscheiden.
Dazu gehen wir erst ein Stück Weg zurück, um dann über Stufen, später über Wiesenhänge (Skiabfahrtpiste) üppig bergauf zu kraxeln. Nur gut, dass es unterwegs Bänke zum Verschnaufen gibt. Von denen gelingt der Ausblick nun auf die unter uns immer kleiner werdende Alpe. Noch ein Zick-Zack über die Piste, nochmal steil über den Wiesenhang. Da haben wir uns heute echt was vorgenommen! Was für ein kräftezehrender Aufstieg.
Wir halten Ausschau nach dem Sessellift. Erst ist er über den Bäumen zu sehen, dann aber nicht mehr. Also weiter.
Fast oben kommt er wieder in Sichtweite. Fast geschafft. Jetzt mit weitem Blick übers Tannheimer Tal. Wow, was für eine tolle Aussicht!!!
Unsere späte Mittagsrast in der Stube 15.60 haben wir uns wirklich verdient. Stärkung tut gut.
Nebenbei holen wir unseren letzten Stempel, der uns noch an der goldenen Wandernadel fehlt.
Nein, ins Tal schweben wir noch nicht hinab. Wir schauen uns nach dem Schmugglersteig um. Der beginnt an der Bergstation und führt hinüber nach Deutschland, verbunden mit einem Spiel. Die Anleitung gibt es am Anfang des Weges. Die Spielzutaten holen wir uns an der Bergstation. Wissend, dass wir den kompletten Weg heute nicht schaffen, steigen wir spielend bis zur ersten Stempelstelle hinab, wo wir entsprechend unserer Spielrolle als Schmuggler und Zöllner den jeweiligen Stempel in unseren Spielpass drücken.
Dann steigen wir wieder hinauf und schweben mit dem Sessellift zurück ins Tal.
Der Bus lässt nicht lange auf sich warten. Im Quartier brauchen wir eine stärkende Kaffeepause. Der Balkon passt perfekt für die Erholung nach dieser anstrengenden Tour.
Morgen sollten wir eine kleine Erholungsrunde planen.

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