Nach vielen heißen Sommertagen lockt mich das erfrischende Wanderwetter hinaus. Und weil ich lange nicht dort war, visiere ich den Wiegental-Wildnisweg in der Hohen Schrecke an.
Am "Haus auf dem Berge" gibt es jetzt einen perfekt ausgeschilderten Wanderparkplatz, wo ich das Auto stehen lassen kann.
Über den Rastplatz mit der Wildkatze hängen lange Zweige mit ganz vielen Bucheckern - sieht echt verwunschen aus.
Ich folge dem ausgeschilderten Weg hinauf in den wilden Wald. Eichelhäher schimpfen laut.
Der Rastplatz am Enzianberg ist abgesperrt, aber ich will sowieso gleich weiter. Nicht nur in Städten gibt es den Schilderwald - auch hier überrascht er mich >
Am Wanderweg erwartet mich heute eine Kletterpassage durch einen umgestürzten Baum hindurch (der Wegewart ist informiert), bevor ich am Seil entlang gut hinauf steige.
Hier ist heute mein Brombeer-Paradies. Anders als im Harz sind die vielen prall gefüllten Früchte gut durch die hohen Bäume vor dem Vertrocknen geschützt.
Der Wildnis-Weg entlang des Seiles ist dann wieder gut passierbar. Hier greift der Mensch nicht mehr ein, aber die Bäume sind glücklicherweise nicht auf den Weg gestürzt.
Am Taufkreuz lege ich meine Wanderpause ein. Während mir im Wald keine Menschenseele begegnet ist, tummeln sich hier die Wochenend-Radfahrer, die dem breiten Kammweg folgen.
Im Abstieg durch den Wald darf ich dann noch zweimal umgestürzte Bäume übersteigen.
Ja, das war heute ein "sportlicher" Ausflug. Wer auf dem Wiegental-Wildnisweg unterwegs ist, sollte trittsicher sein und mit Kletterpassagen rechnen. Trotzdem ein fantastischer Rundweg!
