Gestern Abend war ich zu k.O.und habe mich deshalb nicht gleich zurück gemeldet.
Jetzt also ein kurzer Bericht von der Heimreise.
Die startet mit einem Stolperstein: Ich hatte ja im Netz schon gelesen, dass manchmal der Koffer nicht durch die Schranke an der Metro will. Genau das passiert mir gestern. Okay - das Ticket ist entwertet; einen zweiten Versuch gibt es nicht. Also wende ich mich an die junge Frau am Schalter. Sie hat mich ja beobachten können. Als ich es auf englisch versuche, verweist sie mich darauf, ich möge bitte französisch sprechen und grinst. Wie ihr wisst, kann ich kein französisch. Also versuche ich es nochmal auf englisch und deutsch - weiterhin Ablehnung. Sie will nicht.
Zum Glück steuert eine junge Frau auf den Eingang zu und ich spreche sie auf englisch an. Sofort zeigt sie mir, wie ich mit meinem Koffer durch den Ausgang zur Bahn komme. Klar werde ich von der "Schnepfe" am Schalter beobachtet, aber sie reagiert nicht.
Aufgrund meiner Erfahrungen der vergangenen Woche kann ich sagen, dass ich ansonsten wirklich nur sehr nette und freundliche Pariserinnen/Pariser erlebt habe. Das war wohl heute die berühmte Ausnahme von der Regel.
Ohne weitere Probleme erreiche ich den Bahnhof Gare Est und starte pünktlich die Heimfahrt. Wie angekündigt hält der Zug in Kehl - Ausweiskontrolle bei der Einreise nach Deutschland. Dadurch leichte Verspätung, die sich hinter Frankfurt weiter aufsummiert.
Als wir uns Erfurt nähern muss ich zittern, meinen Anschluß nach Sömmerda noch zu erwischen. Also lege ich eine Sprinteinlage ein, die etwas länger ausfällt, weil ich im letzten Wagen saß. So muss ich einmal den ganzen Bahnhof durchqueren. Aber ich erwische gerade noch rechtzeitig meinen Zug.
Um 17.55 Uhr komme ich am Bahnhof Sömmerda an. Jetzt laufe ich nur noch gelassen bis nach Hause. Ein wunderschöner Paris-Urlaub ist zu Ende. Bilder folgen in den nächsten Tagen.
