Meine für Samstag anvisierte Knospenwanderung am Possen fällt aus, also suche ich nach Alternativen. Entweder nach Bad Sulza zur Wanderung „Auf den Spuren des Frühlings im Lanitztal" oder zur Märzenbecherwanderung in den Hainich?
Ich entscheide mich für Bad Sulza und muss im Nachgang feststellen, das war goldrichtig. Ich begrüße es, wenn regionale Wanderführer auch mal ihren Plan ändern, wenn es lohnenswertere Frühlings-Alternativen gibt.
Als ich am Morgen nach Bad Sulza fahre, ist der Boden noch mit Rauhreif bedeckt und ein leichter Nebel hängt über dem Thüringer Becken. Im schattigen Lanitz-Tal könnte es deshalb arg feucht und ungemütlich kalt werden.
Im guten Aufstieg durch den Wald, vorbei an einem Steinkreis, wird uns dagegen schnell warm. Hier zeigen sich erste Frühlingsveilchen. An der Krähenhütte und dem dahinterliegenden Steinbruch verwöhnt uns die Sonne. Der Ausblick von der Höhe geht weit ins Saaletal mit Berggaststätte Himmelreich, Rudelsburg und Burg Saaleck. Und im Abstieg erwartet uns ein lichter Wald mit ganz vielen blühenden Märzenbechern. Bin ich schon wieder fleißig am Bilder knipsen?
Diese Rundwanderung gefällt mir.
Nach der Wanderung habe ich noch Zeit für einen Besuch im Gradierwerk "Luise", das um 12 Uhr für eine Stunde Mittagspause schließt. Danach suche ich mir erst mal eine Einkehrmöglichkeit, wo ich mich stärke.
Nein, nach Hause fahren mag ich noch nicht. Ich genieße das herrliche Frühlingswetter bei einem gemütlichen Bummel durch den Kurpark und probiere das Wasser der Sole-Quelle in der Trinkhalle. Noch habe ich Goethes Gartenhaus 2 nicht entdeckt. Mein Stadtplan, den ich mir am Gradierwerk geschnappt habe, lotst mich am Wasserrad bergauf in Richtung Toskana-Therme. Also kann ich heute auch ein Bild vom Gartenhaus mitbringen :-)